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Beate Rump bekommt den Lohner Bürgerpreis für Prävention

Die 66-Jährige engagiert sich seit mehr als 20 Jahren ehrenamtlich für Kinder. Mehr als 700 haben durch sie Schwimmen gelernt.

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Der 1. Vorsitzende vom Verein zur Förderung der Prävention, Dr. Jörg Sommer (links), gratuliert mit Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer der Lohnerin Beate Rump zum Bürgerpreis 2021. Foto: Bernhardt

Der 1. Vorsitzende vom Verein zur Förderung der Prävention, Dr. Jörg Sommer (links), gratuliert mit Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer der Lohnerin Beate Rump zum Bürgerpreis 2021. Foto: Bernhardt

Lehrerin, Mutter, Ehefrau, Schwimmtrainerin: Das ist Beate Rump. Nun ist sie auch Trägerin des Lohner Bürgerpreises für Prävention 2021. Denn: Seit mehr als 20 Jahren engagiert sich die 66-Jährige ehrenamtlich, bietet Kinderturn- und Kinderschwimmkurse an. Mehr als 700 Kindern seien durch sie in Kontakt mit dem Wasser gekommen. Sehr viele hätten das Seepferdchen und manche sogar schließlich das Goldabzeichen gemacht, hieß es bei der Preisverleihung im Lohner Rathaus.

Der Bürgerpreis selbst wird seit 2003 alle 3 Jahre an „stille Heldinnen und Helden“ vergeben – gestiftet vom Präventionsrat der Stadt Lohne. Eine Jury entscheidet über die Vergabe. Die Verleihung übernimmt der Verein zur Förderung der Prävention.

"Das Wirken von Beate Rump ist ein wichtiger Teil für die Stadt Lohne. Sie steht allen Kindern, egal welcher Herkunft und Religion, vorurteilsfrei gegenüber und zeigt, dass Integration und Prävention Bürgersache sind", lobte Bürgermeister Tobias Gerdesmeyer beim Festakt. 

Gratulationen, Blumen und Umarmungen: Beate Rump (rechts) ist bei allen geladenen Gästen gefragt. Foto: BernhardtGratulationen, Blumen und Umarmungen: Beate Rump (rechts) ist bei allen geladenen Gästen gefragt. Foto: Bernhardt

Mit der Auszeichnung habe sie nicht gerechnet, verriet Beate Rump anschließend. „Als mir gesagt wurde, dass ich den Preis bekomme, war ich total überrascht. Da musste ich mir erst mal eine Flasche Sekt aufmachen.“

Wobei sie den Preis allein gar nicht verdient habe. Besonders wichtig sei ihr immer der „Team-Spirit“ gewesen. Ohne die Unterstützung durch Familie und Freunde hätte sie sich nicht engagieren können, sagte die 66-Jährige. Besonders dankbar sei sie daher ihrem Mann. „Die ehrenamtliche Arbeit kostet mich manchmal viel Kraft und Zeit, aber mein Mann hat mich immer wieder dazu motiviert, mich zusammenzuraufen und weiterzumachen“.

Rumps Herzensprojekt? Das ist der "Rettungsring". Seit mehr als zehn Jahren gibt es den Lohner Ableger einer größeren Aktion. Das Prinzip: Schülerinnen und Schüler, die bislang selten bis nie mit ihren Familien im Schwimmbad waren, lernen in den Ferien die ersten Schwimmzüge. Einige schaffen sogar das erste Abzeichen, das Seepferdchen. Das aber sei nicht das Hauptziel. Das Wichtigste für sie sei die Stärkung der Kinder, so Rump. Es gehe um Anerkennung, Respekt und Selbstbewusstsein. Daher freue sie sich über die vielen finanziellen und ideellen Unterstützer auch in Lohne.  

"Beate, du bist einfach ein Engel für uns."Lozina Al-Hussein

Auch außerhalb des Schwimmbeckens helfe Rump gerne, erfuhren die Gäste des Festaktes. Ein Beispiel: Lozina Al-Hussein floh mit ihrer Familie 2014 aus dem Irak und kam 2017 nach Lohne. Sie erzählte in ihrer Ansprache, wie schwer es für die Familie war, in Deutschland Fuß zu fassen. Ihre Nachbarin – Beate Rump – habe ihr und ihrer Familie geholfen, Deutsch zu lernen und machte mit den Kindern die Hausaufgaben. Für ihre Hilfe und ihr Engagement seien sie und ihre Familie sehr dankbar, sagte Al-Hussein. "Beate, du bist einfach ein Engel für uns", betonte die Abiturientin. 

Die Arbeit mit Kindern bedeute ihr viel. Aber: "Es wird langsam Zeit für mich, etwas zurückzutreten", stellte die 66-Jährige fest. Sie habe nun Studenten zur Unterstützung bei den Kursen dabei. Sie hoffe, dass sie den Rettungsring, "ihr Baby", irgendwann in vertrauensvolle Hände abgeben könne.

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