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Bauprojekt der St.-Anna-Stiftung geht in die nächste Phase

Die Arbeiten für den Neubau auf der Alten Hörst können nun beginnen. Geplant sind elf Wohnungen, um das Angebot des betreuten Wohnens zu erweitern. Das Projekt kostet 2,7 Millionen Euro.

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Machen den ersten Spatenstich: Hermann Korte (von links), Rainer Helmes, Andrea Mäkel, Werner Schulze, Dirk Mrotzek und Tobias Pundsack. Foto: E. Wenzel

Machen den ersten Spatenstich: Hermann Korte (von links), Rainer Helmes, Andrea Mäkel, Werner Schulze, Dirk Mrotzek und Tobias Pundsack. Foto: E. Wenzel

Das Projekt "Wohnen im Alter – Alte Hörst" ist nun einen Schritt weiter: Im Frühling dieses Jahres billigte der Dinklager Stadtrat den geplanten Neubau der St.-Anna-Stiftung. Er soll das Angebot an Pflege- und Gesundheitseinrichtungen der Stiftung erweitern. Nun konnten sich die Beteiligten zum ersten Spatenstich in der Eschstraße treffen.

"Wir sind froh, dass es jetzt losgehen kann", berichtet Werner Schulze im Namen des gesamten Vorstandes der St.-Anna-Stiftung. Das Projekt habe schon einen langen Vorlauf gehabt. Hinzu sei die Corona-Pandemie gekommen. Sie habe die Planung weiter erschwert.

Doch damit ist es jetzt vorbei. Hinter der Baustelle sieht man ein Gebäude der Stiftung – ähnlich soll der Neubau einmal aussehen. Die Fläche ist abgesperrt, die Arbeiten können beginnen. Insgesamt soll das Projekt 2,7 Millionen Euro kosten. Im Januar 2023 wird der Neubau voraussichtlich stehen – das Richtfest solle aber schon im nächsten Jahr stattfinden, merkt Bauplaner Rainer Helmes an.

So wird das Gebäude aussehen: Der Neubau fügt sich optisch in seine Umgebung ein.   Foto: HK PlanSo wird das Gebäude aussehen: Der Neubau fügt sich optisch in seine Umgebung ein.  Foto: HK Plan

Dann steht ein Gebäude, das seiner Aufgabe entspricht. Es wird elf Wohnungen auf zwei Ebenen beinhalten. Diese sind zwischen 53 bis 80 Quadratmeter groß und enthalten jeweils ein Wohnzimmer mit integrierter Küche, ein Schlafzimmer, ein Bad und einen Abstellraum. Hinzu kommen im Erdgeschoss jeweils eine Terrasse und im Obergeschoss ein Balkon. Damit die Bewohner ihre Wohnungen eigenständig nutzen können, sind die Einheiten barrierefrei. 

Ganz wichtig: Allein in ihrem Zimmer hocken, sollen und müssen die Mieter nicht. Im Gemeinschaftsraum können sie zusammenkommen und sich austauschen. Das Ziel des Neubaus sei es, den Bewohnern zu ermöglichen, so selbstständig wie möglich zu leben. Dabei sollen sie aber trotzdem die nötige Unterstützung geboten bekommen, betont Werner Schulze. So stünden ihnen auch weitere Angebote der St.-Anna-Stiftung zur Verfügung, wenn sie diese benötigten. 

Alternative zum Heimaufenthalt

Das Konzept betreutes Wohnen werde immer beliebter, erklärt der Stiftungsvorstand. Es biete eine Alternative zu einem Heimaufenthalt. Das betreute Wohnen „ist das Zwischenspiel zwischen selbstständig im eigenen Haus leben und einem Pflegeheim“, so Andrea Mäkel, Vorstandsmitglied der Stiftung. Möglich machten dies Verbesserungen in der Pflege, erläutert Schulze.

Es gebe aber auch einen gesetzgeberischen Hintergrund. Die ambulanten Formen der Pflege sollen ergänzt werden, die stationären begrenzt, so Schulze. "Die Nachfrage zeigt, dass die Menschen das auch so sehen." Alle Wohnungen im Neubau seien bereits vergeben. Das sei aber kein Grund, zu resignieren. "Abschließend haben wir 30 Wohnungen. Es gibt eine Chance, dass man eine Wohnung bekommt – und das trotz sehr starkem Interesse", so Schulze. Bei Interesse könne man sich bei der Stiftung melden.

Darüber hinaus wurde bei der Planung des Neubaus ein Augenmerk auf den Umweltschutz gelegt. Das Gebäude wird energieeffizient gebaut. Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe sorgt für die Wärme. Für die Energieversorgung sind Photovoltaik-Anlagen mit Batteriespeicher  eingeplant. Ladestationen für Autos und Fahrräder ergänzen das Bild.

Auch Fledermäuse und Mauersegler sind willkommen

Nachdem es bei den Abrissarbeiten zu einer Kontroverse gekommen war, werden auch Fledermaus- und Mauerseglerkästen ihren Platz auf dem Grundstück finden können. In der Sitzung des Ausschusses für Bauen, Umwelt und Stadtentwicklung hatte Ulrich Heitmann (Bürgerforum) seinerzeit angebracht, dass bei den Abrissarbeiten auf dem Gelände Winterquartiere für Fledermäuse zerstört worden seien. Die Vorwürfe wies Werner Schulze zurück. Bei zwei Begehungen seien im Vorfeld keine Fledermausquartiere entdeckt worden.

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