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Baumfällungen für Baugebiet in Steinfeld sorgen für Ärger

Während der Erschließung wurden 4 statt 2 Eichen entlang der Graf-von-Galen-Straße gefällt. Der UWG/SPD-Gruppenvorsitzende Heinrich Luhr kritisiert die Gemeinde – und denkt über eine Anzeige nach.

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Der neue Königsberger Ring in Steinfeld erhält zwei Anbindungen an die Graf-von-Galen-Straße. Dafür mussten vier Eichen gefällt werden. Das ärgert Heinrich Luhr (UWG) sehr. Foto: Timphaus

Der neue Königsberger Ring in Steinfeld erhält zwei Anbindungen an die Graf-von-Galen-Straße. Dafür mussten vier Eichen gefällt werden. Das ärgert Heinrich Luhr (UWG) sehr. Foto: Timphaus

Die Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet an der Graf-von-Galen-Straße in Steinfeld machen Fortschritte. Es gibt aber auch Ärger. Heinrich Luhr kritisiert, dass für die Anbindung des neuen Königsberger Rings an die Graf-von-Galen-Straße mehr Bäume gefällt wurden als ursprünglich geplant. Der Vorsitzende der UWG/SPD-Gruppe erwägt deshalb nach eigenen Angaben, Anzeige gegen die Gemeinde zu erstatten.

Luhr stützt sich bei seiner Kritik auf Aussagen, die während der Bauleitplanung getätigt wurden. Bauamtsleiter Heinrich Sandmann hatte auf Nachfragen aus den Reihen der UWG/SPD-Gruppe mehrfach bekräftigt, dass entlang der Graf-von-Galen-Straße nur zwei Bäume für die Erschließung weichen müssten. De facto waren es aber nun vier Gehölze, die die ausführende Baufirma nach Rücksprache mit der Gemeinde jüngst gefällt hat.

Es handelte sich nach Angaben von Luhr um gesunde Eichen mit einem Stammdurchmesser von etwa 60 Zentimetern. Er hat die Gehölze selbst vermessen. Aus Sicht des Schemders bestand keine Erfordernis, für die Anbindung der neuen Straße mehr als  zwei Bäume zu fällen.  

Gemeinde argumentiert mit Standsicherheit der Bäume

Auf Anfrage von OM-Medien teilt Gemeindesprecherin Christina Hoffmann mit: Bei der Erschließung habe sich herausgestellt, dass im Einfahrtsbereich aufgrund der direkten Nähe zu den Hochborden zwei weitere Bäume gefällt werden mussten. "Die Standsicherheit der Bäume wäre wegen der massiven Wurzeleinkürzungen nicht gewährleistet gewesen."

Musste die Politik informiert werden, wie Luhr es sich gewünscht hätte? Nein, sagt die Gemeinde. Eine Änderung der Bauleitplanung habe sich durch die Baumfällungen nicht ergeben. Daher sei eine weitere Information der Politik entbehrlich gewesen.

Die gefällten Eichen hatten einen Stammdurchmesser von etwa 60 Zentimetern. Davon hat sich Heinrich Luhr selbst überzeugt. Foto: LuhrDie gefällten Eichen hatten einen Stammdurchmesser von etwa 60 Zentimetern. Davon hat sich Heinrich Luhr selbst überzeugt. Foto: Luhr

Und in welcher Form erfolgt die Kompensation? Hoffmann sagt: "Der Ausgleich wird durch die geplanten Baumanpflanzungen im Baugebiet abgegolten."

Luhr ist mit den Antworten nicht einverstanden. Er glaubt, dass die Einfahrtstrichter Platz sparender hätten ausgeführt werden können. Seiner Einschätzung nach handelt es sich bei dem Baumbestand entlang der Graf-von-Galen-Straße um eine nach dem Niedersächsischen Naturschutzgesetz zu bewertende Baumreihe, die durch die Fällungen erheblich beeinträchtigt worden sei. 

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