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Bäume müssen Bussen weichen

Im Laufe des Winters werden die Arbeiten entlang der Linderner Straße durchgeführt. Bei Anwohnern stößt das Gesamtvorhaben weiterhin auf Kritik.

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Tage sind gezählt: Die grün markierten Bäume entlang der Linderner Straße sollen demnächst gefällt werden. Foto: G. Meyer

Tage sind gezählt: Die grün markierten Bäume entlang der Linderner Straße sollen demnächst gefällt werden. Foto: G. Meyer

Wegen des Baus eines neuen Omnibusbahnhofs werden demnächst zahlreiche Bäume und Sträucher entlang der Linderner Straße entfernt. Das bestätigte die Verwaltung im Rathaus auf Anfrage von OM-Medien. Die Fällaktion werde voraussichtlich im Januar oder Februar durchgeführt, hieß es. 

Die betroffenen Bäume wurden inzwischen mit grünen Punkten markiert. Die Abholzung sei erforderlich, um den notwendigen Platz für die Errichtung des Busbahnhofs zu schaffen, erläutert Fachbereichsleiter Hochbau, Jens Flerlage. Die Zahl der Bäume sei zwar nicht unerheblich, räumt er ein. "Es handelt sich aber um kein besonders wertvolles Holz." Die Stadt müsse den Verlust zudem an anderer Stelle kompensieren.

Der Stadtrat hatte die Verlegung des Busbahnhofs von seinem bisherigen Standort an der Ringstraße vor einigen Wochen beschlossen. Hauptgrund ist die unübersichtliche Gesamtsituation vor dem Copernicus-Gymnasium (CGL). So laufen dort immer wieder Schüler zwischen den ankommenden oder abfahrenden Bussen entlang. Die Verlegung verspreche einen enormen Sicherheitsgewinn, hieß es. Der Einfahrtsbereich Linderner Straße/Ringstraße soll außerdem einen Kreisverkehr erhalten. Weiterer Pluspunkt: Die Umlegung wird erheblich gefördert. Von den erwarteten 800.000 Euro Kosten muss die Stadt voraussichtlich nur einen geringen eigenen Anteil leisten. 

Anwohner kritisieren Informationspolitik

Nicht jeder ist mit der Entscheidung zufrieden. So bemängelten Anwohner die aus ihrer Sicht  wenig transparente Informationspolitik seitens der Stadt. Entstehen sollen elf Stellplätze, auch für Gelenkbusse. Die Planungen seien überdimensioniert und nur deshalb so groß ausgefallen, weil sonst keine Fördermittel geflossen wären, lautet ein weiterer Vorwurf. Jens Flerlage widerspricht. Er hält die Planungen für angemessen und auf die Zukunft hin ausgerichtet. Gelenkbusse müssten außerdem 18 Meter Abstand voneinander halten, erklärt er. Sein Fazit: "Der neue Busbahnhof wird weder zu groß noch zu klein sein."

Die Verlegung ist Teil eines groß angelegten Um- und Neubauprojekts rund um die Ringstraße. Dazu gehören auch die Erweiterung des Sportparks, die Schaffung weiterer Parkplätze und die Umgestaltung des ehemaligen Busbereichs vor dem CGL. 

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