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Baugebiete in Gemeinde Garrel: 320 Bewerbungen für 144 Grundstücke

Große Nachfrage nach Grundstücken: Der Garreler Gemeindeverwaltung liegen 320 Bewerbungen für 144 Bauplätze vor – trotz des hohen Quadratmeterpreises und der Zins- und Kostensteigerungen.

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320 Bewerbungen für 144 Grundstücke: Allein im Baugebiet "Zum Auetal" in Garrel entstehen 43 neue Bauplätze. Foto: Hoff

320 Bewerbungen für 144 Grundstücke: Allein im Baugebiet "Zum Auetal" in Garrel entstehen 43 neue Bauplätze. Foto: Hoff

Häuslebauer lassen sich von den steigenden Kosten nicht abschrecken, die Nachfrage nach Bauland in der Gemeinde Garrel ist nach wie vor ungebrochen hoch. 2 Monate lief das Bewerbungsverfahren für die neuen Grundstücke in Garrel sowie in Falkenberg. Konkret geht es in Garrel um die Baugebiete „Zum Auetal“ und „Hinterm Forde“. Wer sich auf  Grundstücke im Kernort beworben hat, musste sich zunächst nicht zwischen den beiden Baugebieten entscheiden.

320 Bewerbungen sind bei der Verwaltung eingegangen. Etwa 80 Bewerber wohnen nicht in der Gemeinde Garrel, circa 40 davon haben aber vorher schon in der Gemeinde gewohnt oder sind hier aufgewachsen. Nicht mal jede 2. Bewerbung wird einen Zuschlag bekommen. "Die Zahl sieht natürlich sehr groß aus ", sagt Kämmerer Frank Langfermann auf Nachfrage von OM-Online. Allerdings könne man erst beurteilen, wie ernsthaft das Interesse ist, wenn mit der tatsächlichen Auswahl der Grundstücke begonnen werde und letztlich auch die  1000 Euro Reservierungsgebühr fällig würde. Die aktuelle Situation in Hinblick auf erhebliche Zins- und Kostensteigerungen mache es den Bewerbern schließlich nicht leicht.

41 Bewerbungen liegen für Baugebiet in Falkenberg vor

Während in dem Baugebiet „Zum Auetal“ 43 Bauplätze entstehen, sind es „Hinterm Forde“ 78,  das Baugebiet in Falkenberg umfasst 19 Grundstücke. Die Größen liegen etwa zwischen 550 und 750 Quadratmetern. Die kleineren Grundstücksgrößen seien das Ergebnis der hohen Nachfrage, erklärte Bauamtsleiter Ewald Bley zu Beginn der Bewerbungsphase. 280 Bewerber liegen für die beiden Baugebiete in Garrel (gemeinsame Bewerbung) vor, 41 wollen ihren Traum vom Eigenheim in Falkenberg verwirklichen.

Im Februar hieß es noch, der Quadratmeterpreis werde sich zwischen 100 und 120 Euro einpendeln. Jetzt steht fest: Der Quadratmeter im Kernort wird 127 Euro kosten, in Falkenberg 117 Euro (jeweils voll erschlossen). Zum Vergleich: Der Quadratmeterpreis in dem Baugebiet "In der Marsch II", in dem die neue Kindertagesstätte entsteht, lag noch bei 78 Euro. Für die etwa 80 Grundstücke im Baugebiet "Marsch VII" mussten Häuslebauer vor 6 bis 7 Jahren 65 Euro pro Quadratmeter zahlen.

Schon bald soll mit der Auswahl der Grundstücke begonnen werden

Dass die Grundstücke immer teurer würden, liege an den höheren Kosten für die Erschließung und dem Landerwerb. Eine große Rolle spiele auch die Kompensation. Bedeutet: Ökologische Ausgleichsflächen sollen die Flächen durch Neubauten kompensieren. Das ist eine Art Wiedergutmachung an der Natur. Entsteht ein Neubaugebiet, werden die Kosten für Naturschutzauflagen im Regelfall von allen Bauherren getragen. Sie zahlen dafür beim Grundstückskauf.

"Die Bewerber wurden jetzt von der Verwaltung per E-Mail oder über den Postweg über ihren aktuellen Punktestand informiert beziehungsweise werden jetzt informiert", berichtet Langfermann. Schon bald erfolge die konkrete Auslosung des Listenplatzes, "da teilweise bis zu 20 Bewerber den gleichen Punktestand haben". Danach werde zügig mit der Auswahl der Grundstücke begonnen. Aufgrund der Vielzahl an Grundstücken seien die Bewerber gezwungen, sich sehr kurzfristig für eines zu entscheiden. "Die Bewerber mit der höchsten Punktzahl dürfen mit der Auswahl beginnen, bei Punktgleichheit wird die Reihenfolge ausgelost."

Während die Häuslebauer in Falkenberg bereits im Herbst mit den Bauarbeiten beginnen können, vorausgesetzt die Erschließungsmaßnahmen können wie geplant erfolgen, können die neuen Grundstückseigentümer im Kernort mit einem Baustart Ende des Jahres rechnen. "Unter Umständen kann sich die Erschließung der Baugebiete aufgrund der Größe bis Anfang 2023 hinziehen", gibt der Kämmerer zu bedenken. Gegebenenfalls könne auch zunächst nur ein Baugebiet in Garrel erschlossen werden (Ende 2022)  und das zweite (Anfang 2023) erfolge dann später.

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