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Bauarbeiten starten im Bakumer Ortskern nach langen Verzögerungen

Die Arbeiten für den neuen Gebäudekomplex an der Bakumer Kirchstraße haben begonnen. Ursprünglich war der Baustart im Herbst 2020 geplant.

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In dem eingezäunten Erdloch tut sich etwas: Die Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Hauses Beckmann haben begonnen. Foto: Heinzel

In dem eingezäunten Erdloch tut sich etwas: Die Bauarbeiten auf dem Gelände des ehemaligen Hauses Beckmann haben begonnen. Foto: Heinzel

Auf der Brachfläche vor der Bakumer Kirche tut sich etwas: Die Arbeiten für den geplanten Neubau haben begonnen. Bereits vor mehr als einem Jahr sind die Traditionshäuser Beckmann und Geising abgerissen worden (OM online berichtete). Schon da stand fest, dass ein neuer Komplex entstehen soll. Ursprünglich war der Baubeginn für Herbst 2020 geplant – seit Mitte des Monats lassen sich nun Maschinen in dem eingezäunten Erdloch beobachten.

"Die Bauarbeiten sind gestartet und sollen nach aktuellem Zeitplan Ende 2022 abgeschlossen sein", sagt Bakums Bürgermeister Tobias Averbeck (CDU). Der 3,5-geschossige Neubau soll 12 Wohneinheiten und einen Bereich für Gastronomie und Gewerbe umfassen. "Die Wohneinheiten werden zwischen 60 und 85 Quadratmeter groß", sagt Averbeck. Für die Wohnungen sollen auch 6 Stellplätze auf dem Gelände entstehen, erklärt er weiter. Die weiteren Parkplätze seien als sogenannte "abgelöste Stellplätze" im öffentlichen Raum geplant. 

Entscheidung über Pächter sei noch nicht gefallen

Der Gastro- und Gewerbebereich soll 165 Quadratmeter groß werden und Richtung Kriegerdenkmal ausgerichtet sein, erläutert Averbeck. Die Gemeinde sei Eigentümer dieses Areals. "Wir haben das Haus Beckmann an die Gesellschafter veräußert und dann die Gastroeinheit wieder zurückgekauft und verpachten das nun", erklärt der Bürgermeister. Die Gesellschafter Jürgen Nieske, Siegfried Büssing und Stokeley Osei Jofi wollten sich auf Nachfrage zu dem Baustart nicht äußern. Für die vorgesehene Gastro- und Gewerbeeinheit habe die Gemeinde schon einige Anfragen, sagte Averbeck. Die Entscheidung sei aber noch nicht gefallen, da die Politik diese zu treffen habe. "Wir möchten das bestmöglich vergeben – aber an die Bewerber mit dem besten Konzept und nicht mit dem besten Preis", so der Bürgermeister. 

"Wir wollen mehr Leben in den Ort bekommen und mehr Angebote für die Bevölkerung schaffen, die sich in ihrer Freizeit ja auch verwöhnen lassen wollen", erläutert Averbeck das Ziel des Neubaus. In der neuen Gastronomie sollen Nachbarn und Vereine zusammenkommen können.

"Städtebaulich entsteht hier jetzt auch ein neuer Akzent."Tobias Averbeck, Bürgermeister

Die abgerissenen Häuser Beckmann und Geising hatten eine lange Tradition und gehörten lange fest zum Bakumer Ortsbild. "Aber vor allem das Haus Beckmann war baulich in einem so schlechten Zustand, dass es nicht mehr sanierungsfähig war", erzählte der Bürgermeister. Und er ergänzt mit Blick in die Zukunft: "Städtebaulich entsteht hier jetzt auch ein neuer Akzent."

Aktuell werden Erdarbeiten auf dem Gelände vorgenommen, weiß Averbeck, die Gemeinde ist fast ein direkter Nachbar. Viele der Bauunternehmen kämen aus der Region. "Als nächstes kommen Sand und Schotterarbeiten, dann die Sohlplatte und danach beginnen die Rohbauarbeiten", führt der Bürgermeister aus.

Detaillierte Antragsstellung sei Grund der Verzögerungen

Die langen Verzögerungen seien vor allem mit der detaillierten Antragstellung zu begründen, erzählt Averbeck. Auch der beengte Bereich des Geländes und die Logistik mit der Hauptstraße hätten die Planungen erschwert. Zudem mussten vor Baubeginn viele Abstimmungsprozesse durchlaufen werden, führt der Bürgermeister weiter aus. So seien zum Beispiel Einigungen mit den Nachbarn, wie der Kirchengemeinde St. Johannes Baptist, im Vorfeld nötig gewesen. Jetzt stehe dem Bau aber nichts mehr im Weg. "Die Genehmigung liegt vor und alle Gewerke sind vergeben", so Averbeck. Er hofft, dass  im November nächsten Jahres die ersten Veranstaltungen in dem Neubau stattfinden können. 

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