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Bauarbeiten an der St.-Johannes-Schule verzögern sich – und werden teurer

Für die Kernsanierung, den Umbau und die Erweiterung der Steinfelder Grundschule muss die Gemeinde nun 5,8 Millionen Euro investieren. Das Projekt soll jetzt Mitte Juli fertiggestellt werden.

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Bald auf dem Stand der Zeit: Die 1975 errichtete Bildungsstätte wandelt sich zu einer modernen Grundschule.   Foto: Timphaus

Bald auf dem Stand der Zeit: Die 1975 errichtete Bildungsstätte wandelt sich zu einer modernen Grundschule.   Foto: Timphaus

Der Abschluss der Arbeiten an der St.-Johannes-Schule in Steinfeld verzögert sich – und das kostspielige Bauvorhaben wird noch teurer. Wie der Erste Gemeinderat Oliver Netzband auf Anfrage mitteilt, ist laut dem aktuellen Bauzeitenplan mit einer Fertigstellung Mitte Juli zu rechnen. Der Umzug der Schule aus dem Provisorium in das Gebäude erfolgt voraussichtlich in den Sommerferien. Ursprünglich sollte das Projekt in diesem Monat enden.

Ein Rückblick: Im Sommer 2019 starteten der Umbau und die Erweiterung der Grundschule – unter anderem entsteht eine Mensa mit 110 Plätzen. Damals lag die Kalkulation der Planungsgemeinschaft Langfermann & Partner Architekten aus Lohne und Ingenieurbüro Rolfsen aus Steinfeld, die aus dem Jahr 2018 stammte, bei 2,15 Millionen Euro. Nach Schadstofffunden in mehreren Gebäudeteilen und der politischen Entscheidung, eine vollständige Sanierung der Grundschule durchzuführen, stieg die Schätzung im Juli 2020 dann auf 3,45 Millionen Euro an. Knapp ein Jahr später, im Juni 2021 bezifferte die Gemeinde die Kosten dann auf 4,936 Millionen Euro.

Investition in Höhe von 5,8 Millionen Euro

Diese Summe kann wiederum nicht gehalten werden. Jetzt spricht Netzband von einer Investition von circa 5,8 Millionen Euro. Der Verwaltungsausschuss hat die Kostensteigerung in der Vorwoche abgesegnet.

Die Fertigstellung verzögert sich bis Mitte Juli: Das Gebäude der St.-Johannes-Schule in Steinfeld ist weiterhin eingerüstet.  Foto: TimphausDie Fertigstellung verzögert sich bis Mitte Juli: Das Gebäude der St.-Johannes-Schule in Steinfeld ist weiterhin eingerüstet.  Foto: Timphaus

Netzband begründet den Anstieg damit, dass die Ergebnisse die Kostenschätzungen übersteigen, "vorrangig bei den Gewerken, bei deren Ausschreibungen keine Angebote eingegangen sind". Nicht selten müsse das Bauamt bis zu 20 Handwerker anrufen, um überhaupt ein Angebot zu erhalten. Weiter seien durch die Verzögerung die Mietkosten für die Container gestiegen. Und schließlich komme es beim Bauen im Bestand vor, dass ungeplante Arbeiten auflaufen, bei denen mehr Material zum Einsatz kommt.

Die Gemeinde hat aber auch Fördergelder akquiriert. Vom Land erhält sie für den Ausbau der Ganztagsbetreuung eine Zuwendung von 348.000 Euro. Der Bescheid liegt laut Netzband seit Ende Oktober vor. Aus der Klimaschutzinitiative hat die Gemeinde für die Sanierung der Innenbeleuchtung eine Förderung von 58.824 Euro bekommen. Des Weiteren gibt es Geld aus der Kreisschulbaukasse des Landkreises Vechta.

Containeranlage kostet 750.000 Euro

Die Verzögerung begründet sich nach Angaben der Gemeinde unter anderem mit der umfassenden Schadstoffsanierung. "Diese Entscheidung war dennoch richtig, sodass nun die komplette Schule frei von Schadstoffen ist", teilt Netzband mit. Weitere Verzögerungen seien in den rechtlich vorgegebenen Vergabeverfahren entstanden. "Für bestimmte Gewerke ist es sehr schwierig, überhaupt Angebote der Firmen zu bekommen, weil die Auftragslage vieler Betriebe sehr gut ist." Dies betreffe insbesondere die Gewerke Elektro, Trockenbau und Türen. Ferner gab und gibt es laut dem Ersten Gemeinderat immer wieder Lieferengpässe bei Materialien wie beispielsweise Holz oder Dämmstoffe.

Aktuell ist die Schulgemeinschaft in Modulbauten auf dem Parkplatz untergebracht. Die Kosten für die Miete der Containeranlage belaufen sich nach Angaben der Gemeinde bis Juli auf circa 750.000 Euro. Diese Summe ist in den veranschlagten Gesamtkosten enthalten. Darüber hinaus prüft die Gemeinde aktuell, welches Mobiliar für den Betrieb der Schule ergänzt beziehungsweise erneuert werden muss. "Hierfür sind bisher 25.000 Euro vorgesehen", sagt Netzband.

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