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Bauarbeiten am Haus St. Benedikt kommen gut voran

Das Alten- und Pflegeheim in Visbek wird erweitert. Der Rohbau ist soweit fertig. Kommende Woche müssen einige Bewohnerinnen und Bewohner zum Essen neue Wege gehen.

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Besichtigung im Rohbau: Pflegedienstleiterin Elisabeth Willenborg zeigt Cornelia Ostendorf, Geschäftsführerin der St.-Hedwig-Stiftung, welches der neu geschaffenen Zimmer sich Hildegard Hellmann schon ausgesucht hat.   Foto: C. Meyer

Besichtigung im Rohbau: Pflegedienstleiterin Elisabeth Willenborg zeigt Cornelia Ostendorf, Geschäftsführerin der St.-Hedwig-Stiftung, welches der neu geschaffenen Zimmer sich Hildegard Hellmann schon ausgesucht hat.   Foto: C. Meyer

Hildegard Hellmann möchte das neu gebaute Zimmer im vorderen Bereich haben. Das, das zum Parkplatz hinausgeht. „Das habe ich sofort gesagt“, sagt die 87-jährige aus Telbrake, die seit etwa 2 Jahren im Haus St. Benedikt in Visbek lebt. Pflegedienstleiterin Elisabeth Willenborg lacht und gibt zu, dass sie Hellmann das quasi schon zugesagt habe. Ein bisschen muss die Seniorin sich aber noch gedulden. Die Arbeiten an dem Alten- und Pflegeheim werden noch etwa bis zum März 2022 dauern, schätzt die Geschäftsführerin der zuständigen Vechtaer St.-Hedwig-Stiftung, Cornelia Ostendorf.

Seit dem Frühjahr laufen die Baumaßnahmen an dem Haus. Die Mauerarbeiten seien so gut wie abgeschlossen, sagt Ostendorf. Die Einrichtung wird um 10 Pflegeplätze erweitert. 4 davon entstehen gerade an den Ecken des Hauses – und eines davon im vorderen Bereich hat sich Hildegard Hellmann schon ausgeguckt. 4 weitere Räume werden im Innenhof geschaffen. Durch diesen neuen Trakt wird der Garten zweigeteilt.

Die Gärten werden noch ansprechend hergerichtet

Um dem Hausgemeinschaftskonzept Rechnung zu tragen, ist der Garten künftig nur noch vom Haus aus zu erreichen. Deshalb wurden 2 weitere Räume im hinteren Bereich geschaffen, die den Rundlauf komplettieren. Durch diese bauliche Anpassung würden insbesondere die Demenz-Erkrankten besser geschützt, erklärt Cornelia Ostendorf. Die Bewohnerinnen und Bewohner können sich jederzeit im Garten und im Haus frei bewegen. Die Mitarbeitenden haben durch die vielen großen Fenster alles gut im Blick.

Wird noch aufgehübscht: Der Gartenbereich ist wegen der Bauarbeiten derzeit wenig einladend. Das soll sich ändern. Foto: C. MeyerWird noch aufgehübscht: Der Gartenbereich ist wegen der Bauarbeiten derzeit wenig einladend. Das soll sich ändern. Foto: C. Meyer

Der Garten beschäftigt auch Hildegard Hellmann. Aufgrund der Bauarbeiten ist der ziemlich in Mitleidenschaft gezogen worden. Ihr fehlen die schönen Blumen, man könne aktuell nicht mit dem Rollator um das Haus und sie befürchtet, dass die beiden neuen Gärten jeweils sehr klein ausfallen werden. Cornelia Ostendorf kann Hellmann da beruhigen. Sicherlich werde es durch die Zweiteilung kleiner. Allerdings sei man mit einem Gärtner im Gespräch, um eine ansprechende Struktur zu schaffen und auch mit der Gestaltung alle Sinne anzusprechen. Es werde darauf geachtet, dass der Außenbereich selbstverständlich barrierefrei ist.

Der Baulärm betreffe die Bewohnerinnen und Bewohner unterschiedlich, berichtet Hildegard Hellmann. „Manchmal ist es ganz schlimm“, sagt sie, manchmal höre sie kaum etwas. Bislang fanden die Arbeiten ausschließlich außerhalb der bewohnten Räumlichkeiten statt. Kommende Woche wird das anders aussehen. Dann sollen die Wohn-Ess-Bereiche in Angriff genommen werden, sagt Cornelia Ostendorf. Die beiden, bislang sehr großen, Speisesäle werden jeweils zweigeteilt. Dadurch entstehen 4 kleinere Wohnküchen. Hellmann freut sich bereits darauf, dass es dadurch gemütlicher wird. Aktuell – natürlich auch wegen der Corona-Maßnahmen – sitzen die Bewohnerinnen und Bewohner beim Essen recht weit auseinander. Man könne sich kaum unterhalten, moniert die 87-Jährige.

Essen für mehrere Wochen im Eingangsbereich

Auch Pflegedienstleiterin Elisabeth Willenborg freut sich auf die künftige Küchensituation. „Das Spülen ist sehr laut“, sagt sie. Deshalb werden die Spülräume nun außerhalb des Wohnbereichs untergebracht, erklärt Cornelia Ostendorf. Während der 6-wöchigen Baumaßnahme findet das gemeinsame Essen im Eingangsbereich statt. Das ist auch die einzige Umstellung für die Bewohnerinnen und Bewohner. Sie können auch in ihren Zimmern bleiben, sagt Willenborg. Ein Besprechungszimmer werde vorübergehend in eine Behelfsküche umgewandelt, erläutert Ostendorf.

Diese Zeit werde schon für eine gewisse Unruhe sorgen, gibt Willenborg zu. Gerade mit demenziell Erkrankten sei das nicht so einfach. Der Umbau der Speisesäle findet in 2 Schritten statt. Zuerst kommt der Bereich im linken Gebäudeteil dran, danach folgt der Wohn-Ess-Bereich im rechten Gebäudeteil.

Rückzugsort: Künftig gibt es für die Seniorinnen und Senioren einen zusätzlichen Aufenthaltsraum. Foto: C. MeyerRückzugsort: Künftig gibt es für die Seniorinnen und Senioren einen zusätzlichen Aufenthaltsraum. Foto: C. Meyer

Sind die Arbeiten an den Wohnküchen abgeschlossen, soll die Aufwertung des Eingangsbereichs folgen. Dieser müsse auch mal verbessert werden, findet Hildegard Hellmann. Bislang findet sie das dort schon ungemütlich. Da pflichtet ihr Cornelia Ostendorf bei. Noch müsse einiges abgestimmt werden, aber sobald die Pläne stehen, sollen diese ausgehängt werden, damit die Bewohnerinnen und Bewohner sich ein Bild von dem künftig neu gestalteten Eingangsbereich machen können.

Für mehr Ruhe und Behaglichkeit sollen auch Akustikdecken sorgen. Bislang halle es an vielen Stellen, sagt Cornelia Ostendorf. Außerdem fehle es bislang an einem weiteren Aufenthaltsraum, sagt Hildegard Hellmann. Sie findet es schön, dass dieser jetzt im hinteren Bereich neben den 2 zusätzlichen Zimmern geschaffen wird. Mit dieser ergänzenden Ausweichmöglichkeit soll es für die Bewohnerinnen und Bewohner möglich sein, auch außerhalb der Wohn-Ess-Bereiche, Besuch, wie zum Beispiel zu Geburtstagen, zu empfangen.

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