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Bau der Kita Kunterbunt deutlich teurer: Garrel muss nachzahlen

Statt der zunächst geplanten 1,3 Millionen Euro kostete die Kita Kunterbunt in Hoheging am Ende knapp 1,8 Millionen Euro. Jetzt muss die Gemeinde Garrel nachzahlen.

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Spielen unter Bäumen: Die Kita Kunterbunt ist deutlich teurer geworden als zunächst angenommen. Foto: Thomas Vorwerk

Spielen unter Bäumen: Die Kita Kunterbunt ist deutlich teurer geworden als zunächst angenommen. Foto: Thomas Vorwerk

Der Neubau der Kita Kunterbunt in Hoheging ist deutlich teurer geworden als zuvor angenommen. Aus diesem Grund kommt auf die Gemeinde Garrel eine Nachzahlung in Höhe von maximal 122.000 Euro zu. Aber von vorne: Bereits Ende 2018 hatte der Rat einen Zuschuss nach der dort dargestellten Finanzierung bewilligt (Restkosten 50 Prozent geteilt durch drei Kommunen, 50 Prozent nach Einwohnerzahl aufgeteilt). Das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) war damals von Investitionskosten in Höhe von 1,1 Millionen Euro ausgegangen. Die erste Baukostenschätzung des Architekturbüros Drees belief sich im Januar 2019 auf 1,3 Millionen Euro. Nach einer überarbeiteten Kostenschätzung im September 2019 hatten sich die Kosten auf knapp 1,5 Millionen Euro erhöht.

Die Abrechnung der Baumaßnahme ist inzwischen weitgehend abgeschlossen, einige Schlussrechnungen stehen noch aus. Vom Träger wurde jetzt die vom beauftragten Architekturbüro Drees erstellte Kostenberechnung vorgelegt. Danach belaufen sich die zu erwartenden Gesamtkosten nun auf 1,8 Millionen Euro. Ein Plus von rund 354.000 Euro, also circa 24 Prozent.

Hauptgrund der Budgetüberschreitungen sind die Preissteigerungen der Baumaterialien

Begründet wird die Budgetüberschreitung durch den Ausbau von zusätzlichen drei Bodenräumen, dem Einbau einer zusätzlichen Küche/Krippe, unerwarteten Abbruch- und Entsorgungsarbeiten (Erdtanks, Gruben, Unrat im und um das Bestandsobjekt), Forstarbeiten an der angrenzenden Waldfläche, baulichen Vorbereitungen für den geplanten Erweiterungsbau sowie durch die Preissteigerungen der Baumaterialien. Nach Aussage des Architekten lag vom Bauherrn für jede Maßnahme eine Zustimmung vor.

Ende Februar dieses Jahres fand daraufhin ein gemeinsames Gespräch zwischen den drei beteiligten Kommunen (Emstek, Cloppenburg und Garrel), dem Rechnungsführer der Pfarrei St. Marien und dem Architekten Drees statt. Der Architekt machte bei diesem Treffen deutlich, dass der größte Betrag der Kostensteigerung auf den Preissteigerungen der Baumaterialien basiere, da die Kostenschätzung noch aus dem Jahr 2019 datiert gewesen sei. Bei der nun vorliegenden Kostenschätzung handele es sich außerdem um die Maximalsumme. Es sei davon auszugehen, dass sich diese Summe noch nach Prüfung reduziere, insbesondere bei den Maurerarbeiten.

Anteil der Gemeinde Garrel erhöht sich um 39 Prozent

Vereinbart wurde letztlich, dass der Architekt eine letzte Kostenschätzung vorlegt, aus der die eigentlich durch die Kirchengemeinde geplanten Eigenleistungen und die Kosten für den zweiten Bauabschnitt (Erweiterung) herausgerechnet werden. Nach der zwischen den beteiligten Kommunen vereinbarten Defizitfinanzierung würde sich im Falle der Maximalsumme der Anteil der Gemeinde Garrel von rund 313.300 Euro auf etwa 435.000 Euro erhöhen, also um rund 122.000 Euro beziehungsweise circa 39 Prozent. Der Rat stimmte einstimmig dafür, den Zuschuss entsprechend anzupassen. Noch nicht geklärt ist, welche konkreten Kosten für den geplanten Erweiterungsbau auf Garrel zukommen. Auch hier war man im vergangenen Jahr noch davon ausgegangen, eine Erweiterung für 860.000 Euro realisieren zu können. Die aktuellen Schätzungen des beauftragten Architekturbüros Drees belaufen sich aber auf mehr als 1 Million Euro. 

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