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Bau der Goldenstedter Friedhofskapelle schreitet voran

Die neue Trauerstätte an der Vechtaer Straße soll im Frühjahr 2023 fertiggestellt werden. Auf 60 Quadratmetern sollen dann bis zu 40 Personen Platz nehmen können.

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Der Rohbau aus der Perspektive der Vechtaer Straße: Im Giebeldreieck der neuen Friedhofskapelle soll ein buntes Kreuz aus Glas installiert werden. Foto: Thomes

Der Rohbau aus der Perspektive der Vechtaer Straße: Im Giebeldreieck der neuen Friedhofskapelle soll ein buntes Kreuz aus Glas installiert werden. Foto: Thomes

Nach rund 3 Monaten fortgeschrittener Bauzeit ist bereits zu erahnen, dass das neue Gebäude an der Vechtaer Straße in Goldenstedt kaum mit der alten, mittlerweile abgerissenen Friedhofskapelle zu vergleichen sein wird. Nur das spitz zulaufende Satteldach und der rote Klinkerstein erinnern an die vorherige Installation. Für die Gemeinde erfüllt sich damit nun der Wunsch, im Trauerfall einen würdevollen Abschied zu ermöglichen.

"Nachdem die Verblenderarbeiten bald abgeschlossen sind, planen wir, in etwa 2 Wochen das Dach zu richten", erklärt Linus Bocklage vom zuständigen Architekturbüro Bocklage-Buddelmeyer aus Vechta zum aktuellen Baustand. Sobald das Dach von den Zimmerern geschlossen sei, solle im Sommer der Innenausbau mit Putz und Estrich folgen. Zudem werde mit Beginn des Innenausbaus eine 2 Meter hohe Mauer zum Schutz des Innenhofs errichtet, damit die Trauernden vom angrenzenden Parkplatz an der Vechtaer Straße geschützt seien, führt Bocklage fort.

Fertigstellung im Frühjahr 2023 geplant

Der Zugang zu der Kapelle soll dann über einen kurzen, neu errichteten Weg am Friedhof erfolgen. Dafür müsse dann ebenfalls die alte Mauer am Rande der Ruhestätte abgerissen und erneuert werden. Diese soll der Schutzmauer des Innenhofs entsprechen. Grundsätzlich sei es trotz der aktuell schwierigen Situation auf dem Rohstoff- wie Baustoffmarkt zu keinen Komplikationen gekommen, betont Bocklage. Aufgrund der Lieferengpässe von Baumaterialien habe man lediglich von Einzel-Dachpfannen auf Doppel-Dachpfannen umsteigen müssen. Dies werde jedoch keine Auswirkungen auf die fertiggestellte Friedhofskapelle haben.

Auch die Friedhofsruhe soll während der gesamten Bauphase gewahrt werden können, da keine Gräber verlegt oder weichen müssten. "Bisher läuft der Bau völlig reibungslos ab, das Ziel, im Frühjahr nächsten Jahres fertigzustellen, sollte voraussichtlich erreicht werden", betont Bocklage zufrieden. Angesichts der unvorhersehbaren Situation auf dem Baustoffmarkt und der weiter steigenden Gaspreise könne darauf aktuell jedoch keine Garantie gegeben werden.

Kirchengemeinde ist auf Spenden angewiesen

Die Kosten für das neue Gebäude an der Vechtaer Straße trägt mit 450.000 Euro zu 85 Prozent die Gemeinde Goldenstedt. Die übrigen 15 Prozent (80.000 Euro) werden durch die evangelische Kirchengemeinde finanziert. Pfarrerin Elke Koopmann betont deshalb die Abhängigkeit von der Spendenbereitschaft innerhalb der Bevölkerung, ohne die eine Umsetzung des Projekts nicht möglich sei.

Die neue Friedhofskapelle in der Seitenansicht: Hier sollen in Zukunft würdevolle Trauerfeiern stattfinden können. Foto: ThomesDie neue Friedhofskapelle in der Seitenansicht: Hier sollen in Zukunft würdevolle Trauerfeiern stattfinden können. Foto: Thomes

Die neue Kapelle soll für bis zu 40 Personen einen Sitzplatz bieten und von der Vechtaer Straße aus auf der linken Seite einen Abschiedsraum sowie einen Bestattungsraum beherbergen. Auf der gegenüberliegenden Seite werde vom Friedhof aus eine barrierefreie Toilette eingerichtet, dahinter die Sakristei. Die Toilette sei so auch für Kirchenbesucher schnell zugänglich, ohne dass sie die Trauerfeier innerhalb der Kapelle stören würden. Durch diese Raumanordnung werde sichergestellt, dass auch die gleichzeitige und mehrfache Nutzung der Kapelle möglich sei.

Pfarrerin Koopmann begrüßt die bisher unproblematische Bauentwicklung: "Hier entsteht etwas sehr Schönes. Die Gemeinde freut sich über den Fortschritt." Dies liege auch daran, dass die neue Kapelle einen hohen Sensibilitätsfaktor mit sich bringe. Beispielsweise habe der neue Bestattungsraum extra keine durchsichtigen Außenfenster, sondern eine Dachluke. Dies sorge für die nötige Privatsphäre und Ruhe bei den Bestattern und Trauernden, wie Bocklage erläutert. Ein solcher Bestattungsraum sei im Nordkreis Vechta einmalig. "Mit der neuen Friedhofskapelle gewinnt die Abschiednahme", fügt Pfarrerin Koopmann abschließend hinzu.

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