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Bau der beiden neuen Kitas in Visbek beginnt

Zum Herbst 2023 sollen die beiden Einrichtungen fertig sein. Die Kosten belaufen sich auf fast 8 Millionen Euro. Ärgerlich: Der Wegfall der geplanten KfW-Förderung.

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Setzen zum symbolischen Spatenstich an: Gaby Tönnies (Visbeker Bauamt, von links), Norbert Holtvogt, Marina Rahl (beide Bauunternehmen Rahl), Pfarrer Karsten Hilgen (evangelische Kirchengemeinde), Michaela Schwerter, Ludger Bramlage (beide Bramlage Schwerter Architekten), Pfarrer Hermann-Josef Lücker (katholische Kirchengemeinde), Cord Wiebke (Bauunternehmen Evers) sowie Bürgermeister Gerd Meyer. Foto: Thomes

Setzen zum symbolischen Spatenstich an: Gaby Tönnies (Visbeker Bauamt, von links), Norbert Holtvogt, Marina Rahl (beide Bauunternehmen Rahl), Pfarrer Karsten Hilgen (evangelische Kirchengemeinde), Michaela Schwerter, Ludger Bramlage (beide Bramlage Schwerter Architekten), Pfarrer Hermann-Josef Lücker (katholische Kirchengemeinde), Cord Wiebke (Bauunternehmen Evers) sowie Bürgermeister Gerd Meyer. Foto: Thomes

Im Herbst 2023 sollen sie fertig sein, die beiden neuen Kindertagesstätten in Visbek. Dafür trafen die Verantwortlichen sich nun zum symbolischen Spatenstich auf dem Poggenkamp. Dort entsteht in den kommenden Monaten die Einrichtung in katholischer Trägerschaft. Parallel laufen die Arbeiten an der Goldenstedter Straße, an der die Kita in Trägerschaft der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gebaut wird. Mit der Fertigstellung wird im Herbst 2023 gerechnet.

Diese beiden Projekte sind in diesem Jahr die größten – auch finanziell – für die Gemeinde Visbek. Aktuell wird mit Kosten in Höhe von circa 7,56 Millionen Euro geplant, wovon 3,9 Millionen Euro auf das Objekt am Poggenkamp entfallen. Die katholische Kirche stellt hier den Grund zur Verfügung und beteiligt sich mit 10 Prozent an den Baukosten. „Wir freuen uns, dass es jetzt losgeht“, wird Pfarrer Hermann Josef Lücker. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen sei da. Der Poggenkamp sei ein „Traumstandort“ durch seine unmittelbare Nähe zu den Neubaugebieten.

So soll später die Kita am Poggenkamp aussehen. Visualisierung: Bramlage Schwerter ArchitektenSo soll später die Kita am Poggenkamp aussehen. Visualisierung: Bramlage Schwerter Architekten

3,66 Millionen Euro soll der Neubau an der Goldenstedter Straße kosten. Entstehen wird dort die erste Kita in Visbek in Trägerschaft der evangelischen Kirchengemeinde, sagt Pfarrer Karsten Hilgen. Er freue sich darüber sehr. Angesichts von circa 13 Prozent evangelischen Gläubigen in der Visbeker Bevölkerung – katholisch: 66 Prozent – sei die Trägervielfalt wichtig.

Weniger froh ist die politische Gemeinde über die Entwicklung der Kosten: Die Verwaltung hat ursprünglich mit einer KfW-Förderung in Höhe von rund 400.000 Euro pro Einrichtung kalkuliert. Der Stopp der Förderung sorgte für Unmut in der örtlichen Politik. Schließlich einigten die Ratsmitglieder sich im März darauf, trotzdem zu bauen. Schließlich gebe es einen dringenden Bedarf, wie Bürgermeister Gerd Meyer mehrfach in den Sitzungen betonte.

Auch die Zeit-Kalkulation war ursprünglich eine andere. Im Mai 2021 hatte es geheißen, die beiden Kitas zum August 2022 fertigstellen zu wollen. Doch bereits einige Monate später war klar, dass dieser Plan nicht mehr realistisch ist. Im September rechnete die Gemeindeverwaltung dann mit einem Baubeginn im Winter.

Den Bedarf für Betreuungsplätze in Visbek kann die Gemeinde derzeit über zusätzliche Außenstellen sicherstellen. Diese sollen künftig von den beiden neuen Kitas ersetzt werden.

Einrichtungen können bei Bedarf erweitert werden

Architektin Michaela Schwerter vom Planungsbüro Bramlage Schwerter Architekten aus Vechta erläuterte die Eckdaten der Neubauten. Beide werden in ähnlicher Bauweise errichtet, allerdings unterscheiden sie sich beim Verblender. Auf dem Poggenkamp entstehen zunächst Räume für drei Regelgruppen und eine Krippengruppe, während an der Goldenstedter Straße jeweils zwei Regel- und Krippengruppen untergebracht werden. Beide Einrichtungen können bei Bedarf erweitert werden.

So soll später die Kita an der Goldenstedter Straße aussehen. Visualisierung: Bramlage Schwerter ArchitektenSo soll später die Kita an der Goldenstedter Straße aussehen. Visualisierung: Bramlage Schwerter Architekten

Trotz des Wegfalls der KfW-Förderung werde weiterhin auf erneuerbare Energien gesetzt. Beide Einrichtungen erhalten eine Fotovoltaikanlage und eine Luft-Wärme-Pumpe, ließ Gaby Tönnies, im Visbeker Bauamt für die Kita-Neubauten zuständig, wissen. Die Rohbaugewerke seien bereits alle vergeben, für den Innenausbau und die technischen Gewerke laufen die Vorbereitungen für die Ausschreibungen. Um eine fristgerechte Fertigstellung zu gewährleisten, haben die Bauunternehmen die benötigte Ware bereits bestellt und zum Teil eingelagert, ergänzte Michaela Schwerter.

Während der Spatenstich noch in kleiner Runde stattfand, versprach Bürgermeister Gerd Meyer: Für beide Einrichtungen soll es ganz traditionell ein Richtfest geben, zu dem Handwerker, Nachbarn, Politiker und mehr eingeladen werden – „hoffentlich ohne Corona-Beschränkungen“.

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