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Barßel wächst – und hat 2023 viel vor

Beim traditionellen Jahresauftaktgespräch skizziert Bürgermeister Nils Anhuth die Pläne für 2023. Rat- und Bürgerhaus sind dabei nur 2 Posten auf der langen Liste.

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Vor Zukunft und Vergangenheit: Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope (links) und Bürgermeister Nils Anhuth beim Pressegespräch zwischen dem entstehenden neuen und dem alten Rathaus. Foto: Stix

Vor Zukunft und Vergangenheit: Barßels Erster Gemeinderat Michael Sope (links) und Bürgermeister Nils Anhuth beim Pressegespräch zwischen dem entstehenden neuen und dem alten Rathaus. Foto: Stix

In das abgelaufene Jahr 2022 war Barßels Bürgermeister Nils Anhuth nach 2 Corona-Jahren "mit großen Hoffnungen" gestartet. "Und das hat sich zum Teil ja auch erfüllt", sagte er im traditionellen Pressegespräch zum Jahresauftakt. "Es war zum Beispiel schön, dass Feste und kulturelle Veranstaltungen wieder stattgefunden haben." Allerdings sei über all dem Positiven "der Schleier des Krieges und der Inflation" gelegen. Und genau das mache es auch schwer, das Jahr 2023 zu kalkulieren. "Es ist noch unklar, ob wir als kommunaler Endverbraucher unter die Deckelung der Energiepreise fallen", führt Anhuth als Beispiel an. "Wir hoffen, dass es so kommt." 

Denn die Gemeinde hat 2023 einige kostenintensive Maßnahmen vor. Die für Ende des Jahres angestrebte Fertigstellung des neuen Verwaltungsgebäudes und die Planung für das Bürgerhaus sind nur die ersten 2 Posten auf Anhuths Liste. "Wir werden uns auch den gesamten Komplex 'Schulzentrum' vornehmen", erzählt er. Neben der Neugestaltung des Außenbereiches soll an der IGS vor allem die Raumsituation untersucht werden. "Wir werden den Ist-Zustand und den Bedarf gegenüberstellen und erste Pläne erarbeiten, wie man die IGS für die Zukunft fit machen kann."

Bei der späteren Umsetzung hofft Anhuth darauf, "dass von irgendwoher Förderprogramme kommen." Das nämlich sei nicht nur bildungspolitisch, sondern auch wirtschafts- und arbeitsmarktpolitisch sinnvoll. "Wir merken ja, dass die Bautätigkeit im Wohnungsbaubereich zurückgeht", so sein Befund.

Bis zu 165 neue Bauplätze

Vorgesehen ist auch, die Attraktivität des Hafens weiter zu steigern. So sollen beispielsweise in Kürze die Bauarbeiten für die neue Seeterrasse beginnen. Außerdem will die Gemeinde künftig verstärkt selbst als Veranstalter beispielsweise von Konzerten, Lesungen oder Kabarett auftreten. "Mit Fertigstellung des neuen Bürgerhauses soll das dann verstetigt werden", so Anhuth.

Ein weiteres Projekt ist die Erschließung eines neuen Wohngebietes an der Hauptstraße. Hier sei die Bauleitplanung abgeschlossen, 50 bis 55 Bauplätze sollen dort entstehen. Zudem werden 80 bis 85 Bauplätze an der Westmarkstraße in Barßelermoor sowie 25 Bauplätze in Elisabethfehn in die Vermarktung gehen. "Dabei müssen wir auch nach neuen Lösungen für die Wärmeversorgung suchen, denn die EWE legt dort keine Gasanschlüsse mehr", sagt Anhuth. Denkbar seien individuelle Lösungen wie etwa Wärmepumpen oder alternative Gemeinschaftsprojekte.

Mit den neuen Wohngebieten stellt Barßel auch die Weichen für die Fortsetzung des Bevölkerungswachstums. Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Einwohner mit Hauptwohnsitz in Barßel von 13.441 (2021) auf 13.724 angewachsen. Auch die Zahl der Schülerinnen und Schüler ist im Vergleich zum Vorjahr um 28 auf nunmehr 953 gestiegen. "Nach 4 Jahren Rückgang hoffen wir nun, dass wir da die Talsohle durchschritten haben", so Anhuth. Positiv auch die Entwicklung bei den Geburten: Die Gemeinde konnte im vergangenen Jahr 144 neue Erdenbürger begrüßen.

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