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Barßeler Michael Kröger organisiert Hilfstransport in die Ukraine

Seit 7 Jahren lebt der gebürtige Barßeler mit seiner Lebensgefährtin in Kiew. Er sammelt Spenden in seiner Heimat und informiert über die sozialen Medien über die aktuelle Lage in der Ukraine.

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Setzen sich für die gute Sache ein: Der gebürtige Barßeler Michael Kröger (links) wird bei seiner Hilfsaktion für die Ukraine von (von rechts) Bürgermeister Nils Anhuth, Hennig Schünemann, Andreas Eilers und Benny Haxhijaj unterstützt. Foto: Passmann

Setzen sich für die gute Sache ein: Der gebürtige Barßeler Michael Kröger (links) wird bei seiner Hilfsaktion für die Ukraine von (von rechts) Bürgermeister Nils Anhuth, Hennig Schünemann, Andreas Eilers und Benny Haxhijaj unterstützt. Foto: Passmann

Der Liebe wegen ist Michael Kröger vor 7 Jahren von Barßel nach Kiew gezogen. Und dort ist er immer noch – mitten im Krieg. Zurzeit hält er sich aber mit seiner Lebensgefährtin in seinem Geburtsort auf und möchte von hier aus Hilfsaktionen starten, um den Menschen in den Kriegsgebieten weiter zu helfen.

Mehrere Hilfstransporte hat er schon vor Ort organisiert und in die Kriegsgebiete begleitet. „Ich will weiter helfen. Es herrscht unwahrscheinliches Leid unter den Menschen. Überall gibt es Tote, Verwundete und zerstörte Orte und Städte. Es wird weiterhin dringend Hilfe benötigt“, sagt der 49-jährige Kröger in einem Gespräch. Einer, der helfen will und schon geholfen hat, ist der Chef und Inhaber des Edeka-Einkaufsmarktes in Barßel, Andreas Eilers. Er und seine Mitarbeiter haben schon gespendet. „Ich werde nun in meinem Markt die von Michael entworfenen Hilfsplakate aufhängen. So kann man auch indirekt helfen“, so Eilers. Zudem stehe er in Kontakt mit der Edeka-Zentrale in Oldenburg über eine mögliche Lieferung von Suppentüten.

Ein Hilfsangebot macht auch Apotheker Henning Schünemann. Er wird bei den Corona-Tests einen Betrag von 50 Cent je Test für die Ukrainehilfe abzweigen. „Das eine oder andere Medikament wird sich sicherlich im Hilfspaket wiederfinden“, so der Barßels Apotheker. Seine Unterstützung hat auch Benny Haxhijaj weiterhin zugesagt. Bereits vor einigen Wochen hat er Hilfsgüter gesammelt und für einen vollbepackten Lkw gesorgt. „Für mich ist es wichtig, die Wahrheit zu erzählen.“ Er habe dabei auch die in der EU lebenden Russen im Blick. Diese seien durch die russischen Medien nicht richtig informiert.

Eindrücke auf Social Media geteilt

Kröger berichtet auf Facebook und bei Telegram über das, was er in der umkämpften Hauptstadt der Ukraine erlebt. Die Fotos und Videos zeigen das ganze Ausmaß der Zerstörung. Seine Aktion lautet „Michael hilft der Ukraine“. Gesammelt werde alles – von haltbaren Lebensmitteln bis hin zu Medikamenten und anderen medizinischen Artikeln sowie Diesel für Fahrzeuge, die die Hilfsgüter in den kriegsgeschüttelten Orten zu den Menschen bringen, sagt Kröger.

So hat er in Elisabethfehn bei Monika Wallschlag (ehemals Fahrrad Schulte) ein Lager eingerichtet, wo Spenden abgegeben werden können. „Man kann es sich kaum vorstellen, die Hilfsmittel sind schnell vergriffen. Die Menschen haben nichts mehr“, erzählt Kröger. Gern möchte er auch einen Lkw mit mindestens einem 12- oder 20-Tonner kaufen, mit denen er dann die Hilfsgüter in den verschiedenen Ortschaften verteilen kann, die arg unter den russischen Truppen gelitten haben und noch leiden.

Für den Kauf eines Lkws benötigt Kröger natürlich Geldspenden und hat hier ein Spendenkonto eingerichtet. Jeder Euro hilft. „Wenn jeder Barßeler 1 Euro spenden würde, dann käme schon etwas zusammen, meint er. Schon am Dienstag reist Michael Kröger wieder in die Ukraine und hofft auf einen vollbepackten Hilfstransport.

  • Info: Interessierte können Krögers Hilfsaktion mit einer Spende unterstützen (Konto Michael Kröger, IBAN BE39967250837619, BIC: TRWIIBEB1XXX, Paypal:kroeger_72@web.de).

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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