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Barßeler Krippe steht in den Startlöchern

Mit 30 Kindern ist die Krippe bis auf den letzten Platz belegt. Die Baukosten liegen bei 1,3 Millionen Euro.

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Bald geht es los: Zum 1. April startet in der neu errichteten Kinderkrippe die Eingewöhnungsphase für die Kleinen. Johannes Geesen (von links), Laura Schlangen und Architekt Gerd Oltmanns fiebern der Eröffnung entgegen. Foto: Passmann

Bald geht es los: Zum 1. April startet in der neu errichteten Kinderkrippe die Eingewöhnungsphase für die Kleinen. Johannes Geesen (von links), Laura Schlangen und Architekt Gerd Oltmanns fiebern der Eröffnung entgegen. Foto: Passmann

Mit Hochdruck wird derzeit sowohl im Innen- als auch Außenbereich der neuen Kinderkrippe am Kindergarten „Heilige Familie“ in Barßel gearbeitet. Die Zeit drängt auch ein wenig, denn bereits am 1. April werden die ersten Kinder zur sogenannten Eingewöhnungsphase erwartet.

„Wir stehen in den Startlöchern. Es kann losgehen“, sagt die Leiterin der Kinderkrippe, Laura Schlangen. Die 25-jährige Erzieherin aus dem Saterland ist schon seit Wochen mit den Vorbereitungen beschäftigt. Es mussten Konzepte geschrieben sowie die Möbel ausgesucht und bestellt werden. Die Küche sei schon eingerichtet und einige Möbelstücke vorhanden. „Die restlichen Einrichtungsgegenstände werden jeden Tag erwartet. Ganz wichtig waren natürlich die Einstellungsgespräche mit den zukünftigen Erzieherinnen und Mitarbeitern“, sagt Schlangen. Insgesamt werden sich acht Erzieherinnen um die Mädchen und Jungen kümmern. Hinzu zum pädagogischen Personal komme noch eine Hauswirtschafterin.

„Die Krippe ist mit 30 Kindern bis auf den letzten Platz besetzt und es gibt immer noch Anmeldungen. Es wird eine Vormittagsgruppe und eine Ganztagsgruppe geben. Besucht wird die Krippe von Kindern im Alter zwischen 12 Monaten und 3 Jahren“, so Schlangen, die zuvor in der Kita an der Burgwiese in Friesoythe tätig war.

In 2 Wochen soll der Betrieb anlaufen

„Wir sind froh, dass doch noch alles geklappt hat und es mit der Kinderkrippe in knapp 2 Wochen losgehen kann“, sagt der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenausschusses, Johannes Geesen. Nachdem sich der Neubau zunächst im Frühjahr 2021 durch die Erstellung eines Gutachtens wegen Kampfmittelfreiheit und der Zusage von Fördermitteln verzögerte, geht es jetzt dem Ende entgegen. Aufgrund der Geburtenzahlen sah sich die Kirchengemeinde St. Barßel als Träger der Einrichtung dazu veranlasst, den Kindergarten um eine Kinderkrippe zu erweitern.

Doch wegen der Corona-Pandemie und der derzeitigen wirtschaftlichen Lage verteuert sich der Bau der neuen Kinderkrippe. Hatte die Kirchengemeinde mit Baukosten von rund 800.000 Euro kalkuliert, so geht es nun mittlerweile um eine Summe von rund 1,3 Millionen Euro. „Allein die Kosten für das Holzmaterial sind um ein Vielfaches gestiegen“, erklärt Geesen. „Wir haben dann nachjustiert und die Gemeinde Barßel hat auf Antrag den Zuschuss um rund 225.000 Euro erhöht. Der belief sich auf vorher 324.000 Euro.“

Finanziert wird das Projekt durch Zuschüsse des Landes Niedersachsen mit 360.000 Euro, des Landkreises Cloppenburg mit rund 251.000 Euro und des Bischöflich Münsterschen Offizialats Vechta mit rund 89.000 Euro. „Wir sind froh, dass der Bau jetzt trotz Verteuerung mit Volldampf voranschreitet“, so Geesen. Derzeit wird in den Innenräumen noch kräftig gewerkelt. Die neue Kinderkrippe beinhaltet zwei Gruppen-, Schlafräume, Mitarbeiterzimmer und sanitäre Anlagen.

Standort hat viele Vorteile

Der Standort habe auch verkehrlich große Vorteile, betont Geesen. So gibt es eine gesonderte Zuwegung über die Hafenstraße und in unmittelbarer Nähe umfangreiche Parkmöglichkeiten. Gerade im Hinblick auf den Pkw-Verkehr im Zuge des Bringens und Abholens der Kleinkinder sei dies von Vorteil.

Die Kinderkrippe soll als eigene Einrichtung unter dem Namen „Krippenhaus St. Ansgar“ laufen. Die Planungen für den Bau begannen schon im Jahr 2018. Doch der Start wurde immer wieder aus verschiedenen Gründen verschoben. Zunächst war ein Anbau am Kindergarten geplant. Dann wurden ein Neubau ins Spiel gebracht und die Planungen überdacht – neue Kostenkalkulationen und Genehmigungen mussten her. Es bot sich eine Fläche von rund 2000 Quadratmetern neben dem Gebäude des jetzigen Kindergartens an. Doch da stand noch das Schwesternwohnheim. Das Gebäude, die frühere Vikarie der Kirchengemeinde St. Cosmas und Damian, wurde schließlich abgerissen. „Wegen der Nähe zum Fluss Soeste und des Untergrundes war allerdings noch eine Pfahlgründung nötig. Rund 9 Meter musste man in die Tiefe gehen“, so Geesen.

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