Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Barßeler Fahrlehrer Hubert Niemeyer organisiert Hilfstransport

Hubert Niemeyer und seine Mitstreiter transportieren 8 Tonnen Hilfsgüter nach Sivet in Rumänien. Die Männer bringen auch geflüchtete Ukrainer nach Deutschland.

Artikel teilen:
Mit dem Reisebus von Dieter Quentin (2.v.re.) brachten der Barßeler<br>Fahrschullehrer Michael Niemeyer (links) und sein Kollege Sascha Höpfner Hilfsgüter nach Polen für Menschen die unter den Krieg in der Ukraine leiden. Foto: Niemeyer

Mit dem Reisebus von Dieter Quentin (2.v.re.) brachten der Barßeler
Fahrschullehrer Michael Niemeyer (links) und sein Kollege Sascha Höpfner Hilfsgüter nach Polen für Menschen die unter den Krieg in der Ukraine leiden. Foto: Niemeyer

8 Tonnen Hilfsmittel haben Fahrschullehrer Michael Niemeyer aus Barßel sowie der Niedersächsische Vorsitzende des Fahrschullehrerverbandes Dieter Quentin aus Göttingen und zwei weitere Fahrlehrer in den vergangenen Tagen mit einem Reisebus in den polnischen Ort Sivet, nahe der Ukrainischen Grenze gebracht. Wie das so schnellmöglich war? "Durch die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure", sagt Niemeyer. Der Vorsitzende des Fahrlehrerverbandes hatte einen Aufruf gestartet, wer von den Fahrlehrern bereit war, einen Bus nach Polen zu begleiten. 

"Da ich den Führerschein für alle Klassen besitze, habe ich sofort zugesagt, um die Menschen im Kriegsgebiet zu unterstützen", so Niemeyer. Mit dem Auto sei er nach Göttingen gefahren und dort neben Quentin auf weitere zwei Fahrlehrer gestoßen und hätten sich dann auf den rund 2500 Kilometer langen Weg gemacht. An Bord jede Menge Hilfsgüter, angefangen von Klamotten über Lebensmittel, die zuvor von der Initiative „Bollert“ ("Wir sind der Osten") eingesammelt und im Bus verstaut worden waren. Die Fahrt führte quer durch Deutschland über Tschechien, die Slowakei und Ungarn nach Polen. "Nach gut 20 Stunden hatten wir unser Ziel erreicht“, sagt der Barßeler Fahrlehrer. Immer wieder habe man sich beim Fahren abgewechselt. Es sei schon eine beeindruckende Fahrt gewesen. „Wer über den
Zustand der Straßen in Deutschland meckert, der sollte einmal die Straßen in Rumänien befahren. Eine wahre Katastrophe“, sagt Niemeyer.

In Sivet warteten die Menschen schon auf Hilfstransporte

In Sivet warteten die Menschen schon auf den Bus aus Deutschland. Das Ausladen wäre dann relativ schnell gegangen. "Mich hat gewundert, dass die dortigen Menschen und die Flüchtlinge aus der Ukraine sehr gelassen, ruhig und entspannt waren. Es war schon viel los – auch viel Polizeiaufgebot. Kriegsereignisse habe ich nicht wahrgenommen “, so Niemeyer.

Die Rückfahrt nach Deutschland erfolgte nicht leer. „Wir haben 45 Flüchtlinge, insbesondere Frauen und Kinder im Alter zwischen 7 und 15 Jahren im Reisebus mitgenommen und nach Leipzig gefahren", berichtet Niemeyer. Unterwegs seien zwei Flüchtlinge mit ihren Hunden in Prag ausgestiegen. Dort warteten die Verwandten, erklärt Niemeyer. Während der Rückfahrt sei es schon sehr bedrückend gewesen, wenn man in die Gesichter der Flüchtlinge schaute. „Wir müssen den Menschen in den Kriegsgebieten helfen. Sie leiden sehr“, meint Niemeyer. Auf jeden Fall würde er auch eine zweite Bustour begleiten.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Barßeler Fahrlehrer Hubert Niemeyer organisiert Hilfstransport - OM online