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Barßeler bringen Skatepark auf den Weg

Das Projekt soll im Jahr 2023 in der Gemeinde umgesetzt werden. Der Initiator Michael Bohnen will Jugendliche für die Idee begeistern.

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Vor Ort verschafften sich die Mitglieder des  Ausschusses für Kultur,
Sport und Tourismus  einen Überblick, wo später einmal der Skatepark
entstehen soll.   Foto: C. Passmann

Vor Ort verschafften sich die Mitglieder des Ausschusses für Kultur, Sport und Tourismus einen Überblick, wo später einmal der Skatepark entstehen soll.   Foto: C. Passmann

Auf dem Gelände des Schulzentrums in Barßel direkt neben dem Sportpark soll er nun entstehen – der erste Skatepark in der Gemeinde. Darauf haben sich die Mitglieder des Ausschusses für Kultur-, Sport- und Tourismus am Montagabend in der Mensa der Integrierten Gesamtschule (IGS) Barßel verständigt.

Erste vorbereitende Maßnahmen dazu sind schon mit einer Gehölzentfernung getroffen. Allerdings bereitet die Finanzierung des Projekts der Gemeinde noch einiges Kopfzerbrechen. Das ergab eine Machbarkeitsstudie der Firma „endloss GmbH“ aus Hannover im Auftrag der Gemeinde Barßel. Das Büro kam zu dem Ergebnis, dass für eine Skateranlage in Barßel durchaus der Bedarf da sei und auch umgesetzt werden könne. „Danach gibt es drei Varianten, die sich je nach Ausstattung im Preis niederschlagen“, erklärte Bürgermeister Nils Anhuth (parteilos). Für welche Option sich die Gemeinde entscheiden soll, sorgte für Diskussion.

Die günstigste Variante auf einer Fläche von rund 550 Quadratmetern würde mit rund 600.000 Euro zu Buche schlagen. Dem Planungsbüro zufolge sei das allerdings die minimalste Ausführung. Es handele sich hier um eine „Kleinstanlage“. Derweil kostet die 2. Variante auf rund 700 Quadratmetern etwa 891.000 Euro. Die üppigste Maßnahme, wofür 3000 Quadratmeter erforderlich sind, liegt bei rund 1,6 Millionen Euro.

Skatepark könnte 2023 umgesetzt werden

Realistisch umgesetzt werden könne der Skatepark im Jahr 2023. „Wir sollten die Planungen weiter verfolgen. Allerdings, um das Projekt zu finanzieren, müssten Fördergelder eingeworben werden“, meinte Barßels Bürgermeister. Aus dem Projekt Leader gebe es dafür 20 Prozent bei einer Höchstsumme von 200.000 Euro, so Anhuth. Bis 90 Prozent an Zuschüssen würden Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Investitionspakt Sportstätten“ bringen. Allerdings müsste die Maßnahme in einem Stadtumbaugebiet liegen. „Das ist hier bei uns nicht der Fall. Das Projekt grenzt zwar an den Ortskern, wofür ein Sanierungsgebiet festgelegt ist. Aber das Gelände liegt dennoch außerhalb. Vielleicht ist hier aber eine Ausnahme möglich, um in das Programm zu rutschen, weil es fast unmittelbar am Sanierungsgebiet liegt. Das werden wir prüfen“, so Anhuth.

Das Projekt sei schon ein teurer Spaß, meinte Maik Kamphaus (SPD). Für ihn käme daher höchstens die 2. Variante in Frage. „Egal, für welche Variante wir uns aussprechen, es sollte noch einmal eine genaue Kostenrechnung und ein Leistungsverzeichnis vorliegen. Ich denke, dass es dann günstiger wird“, meinte Hartmut Schoone (CDU). Für Hubert Niemeyer (Bürgerfraktion) sei das Projekt eine gute Sache und die Gemeinde sollte den Skatepark auf den Weg bringen – vielleicht auch im Rahmen einer Parkanlage. „Letztlich ist alles eine Frage der Finanzierung“, meinte Barßels ehemaliger Bürgermeister Johannes Budde. Da das gesamte Areal neu geplant werde, sollten auch Überlegungen für einen weiteren Wohnmobilstellplatz angestellt werden.

Werbung mit Skatecontest

Vor gut 1,5 Jahren hatte sich Ratsherr Michael Bohnen (CDU) das Projekt „Skatepark“ auf die Fahne geschrieben und seitdem dafür Werbung betrieben. Unter anderem mit einem Skatecontest am Hafen in Barßel und nicht zuletzt durch eine Fahrradtour einmal quer durch Deutschland. Außerdem schaute er sich zusammen mit der Gemeinde Skateranlagen in verschiedenen Gemeinden und Städten an. Er warb noch einmal für die Umsetzung des Skateparks im Schulzentrum. „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Anlage sehr gut angenommen wird. Es handelt sich ja nicht um eine reine Betonfläche, sondern um eine Sportanlage. Es werden Events stattfinden. Die Anlage wird mit Sicherheit mit viel Leben gefüllt“, so Bohnen.

Er sei fest davon überzeugt, dass Jugendliche, die bisher ihre kriminelle Energie auf dem Gelände des Sportparks ausleben oder dort Blödsinn machen, sich vermehrt einbringen würden. „Ich glaube, wir erreichen die Jugendlichen mit diesem Angebot“, betonte Bohnen. Einstimmig empfahl der Ausschuss, das Projekt weiter zu verfolgen und die entsprechenden Zuschussanträge auf den Weg zu bringen.

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