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Barrierefreiheit geprüft: Industriemuseum, Infopunkt und Galerie erhalten Zertifikat

Die Auszeichnung erfolgt über das bundesweite System "Reisen für alle". Für Gäste und Besucher bringt es Transparenz, für die Einrichtungen ist es vor allem für das Marketing wichtig.

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Stolz auf das Zertifikat: Über die Auszeichnung "Barrierefreiheit geprüft" des bundesweit einheitlichen Kennzeichnungssystems "Reisen für alle" freuen sich (von links) Ulrike Hagemeier, Sandra Marischen, Mechthild Beckermann und Benno Dräger.   Foto: Timphaus

Stolz auf das Zertifikat: Über die Auszeichnung "Barrierefreiheit geprüft" des bundesweit einheitlichen Kennzeichnungssystems "Reisen für alle" freuen sich (von links) Ulrike Hagemeier, Sandra Marischen, Mechthild Beckermann und Benno Dräger.   Foto: Timphaus

Das Industriemuseum Lohne, der städtische Infopunkt und die Galerie Luzie Uptmoor sind eine Anlaufstelle für alle Menschen – und zwar nachweislich. Die 3 Einrichtungen unter einem gemeinsamen Dach wurden jetzt nach dem bundesweit einheitlichen Kennzeichnungssystem "Reisen für alle" zertifiziert, bei dem unabhängige Erheber die Barrierefreiheit überprüfen und diese anhand von Qualitätskriterien für den Gast sofort erkenn- und einschätzbar machen.

Die Vergabe erfolgt vom Tourismusmarketing Niedersachsen. Das Kennzeichnungssystem wurde in einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Kooperation des Deutschen Seminars für Tourismus (DSFT) in Berlin mit dem Verein Tourismus für Alle Deutschland (2019 aufgelöst) und in Abstimmung mit touristischen Akteuren sowie Behindertenverbänden entwickelt. Die Zertifizierung gilt für einen Zeitraum von 3 Jahren.

Für das Industriemuseum ist es das 2. Mal, dass es dieses Zertifikat erhält. Die hauptamtliche Museumsleiterin Ulrike Hagemeier erinnert sich zurück. "2018 haben wir das Siegel erstmals erhalten. Das war für uns zum damaligen Zeitpunkt sehr wichtig." Man habe vor 3 Jahren mit der Selbsthilfegruppe für Sehbehinderte und Blinde zusammengearbeitet, die sich regelmäßig im Museum trifft. Etage für Etage hätten die Teilnehmer damals während einer Führung die Baustellen aufgedeckt, sagt Hagemeier. "Wir haben viel gelernt."

Barrierefreiheit ist auch Familien wichtig

Anschließend hat sich einiges verändert, unter anderem bei den Führungen. Der ehrenamtliche Museumsleiter Benno Dräger sagt: "Wir wollen barrierefrei sein – genauso wie ein Museum zum Anfassen." 

Auch der Infopunkt wurde rezertifiziert. Sandra Marischen weist darauf hin, dass es in der touristischen Anlaufstelle unter anderem Hilfsmittel für ein unbeschwertes Freizeitprogramm gebe. Das Personal des Infopunktes wie auch des Museums seien überdies speziell geschult. "Barrierefreiheit betrifft nicht nur gehbehinderte Menschen oder Rollstuhlfahrer. Auch für Familien mit Kinderwagen ist die Kennzeichnung ein sinnvoller Hinweis."

Galerie Luzie Uptmoor profitiert vom Umzug

Durch den Umzug in den Erweiterungsbau des Museums darf sich nun auch die Galerie Luzie Uptmoor über die Auszeichnung "Barrierefreiheit geprüft" freuen. Mechthild Beckermann, Vorsitzende des Freundeskreises Luzie Uptmoor, sagt dazu: "Sofort bei der Vernissage hat sich ausgezahlt, dass die Galerie jetzt auch barrierefrei ist." Vor allem die sanitären Anlagen seien in der Vergangenheit ein Problem gewesen. Diese Situation habe sich nun deutlich verbessert.

Hagemeier verdeutlicht noch einmal den Wert der Auszeichnung. "Für uns bedeutet es vor allem, dass wir gute Arbeit leisten. Aber auch fürs Marketing ist die Zertifizierung relevant. Wir zeigen, dass wir eine verlässliche Größe sind."

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