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Bärchen aus Bühren sollen Mut machen

Die Grundschule beteiligt sich an einem Caritas-Projekt, bei dem die Produkte an soziale Einrichtungen verteilt werden. Die reichen vom herzförmigen Kissen über Leseknochen bis hin zu Kuscheltieren.

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Mit ein wenig Stoff, ein bisschen Kissenfüllung und viel Fingerspitzengefühl haben in dieser Woche Viertklässler der Grundschule Bühren Kuscheltiere und Kissen  produziert, die im Rahmen eines Caritas-Projektes an unterschiedliche Einrichtungen verschenkt werden. Fotos: Vorwerk

Mit ein wenig Stoff, ein bisschen Kissenfüllung und viel Fingerspitzengefühl haben in dieser Woche Viertklässler der Grundschule Bühren Kuscheltiere und Kissen  produziert, die im Rahmen eines Caritas-Projektes an unterschiedliche Einrichtungen verschenkt werden. Fotos: Vorwerk

„Nähen schenkt Nähe“ hat die Caritas ein Projekt überschrieben, das in dieser Woche erstmals an einer Schule im Landkreis Cloppenburg gestartet wurde. Die Mädchen und Jungen der 4. Klasse in der Grundschule Bühren haben sich an die Nähmaschinen gesetzt und Herzen, Mut-Bärchen und Leseknochen geschneidert. „4 Kinder haben noch nie an einer Nähmaschine gesessen und machen das ganz wunderbar“, schwärmt Sigrid Nietfeld. Die pädagogische Mitarbeiterin gibt unumwunden zu, dass sie zunächst leichte Bedenken hatte, ob das klappt. Am Abend des ersten Tages konnte sie kaum die Fortsetzung erwarten. Genauso begeistert ist auch ihre Kollegin Lydia Macke.

Bührener Nähartikel gehen an die Kinderklinik Vechta

Wie am Fließband entstehen die kleinen Kunstwerke, die den kleinen Patienten in der Kinderklinik Vechta Trost spenden sollen. Das haben sich die Schüler selber so gewünscht, aber auch jede andere Einrichtung, die an den Produkten Interesse hat, kann sich melden. „Das Projekt ist im Frühjahr gestartet und läuft zunächst für 1 Jahr. Vielleicht wird es auch noch verlängert“, hofft Susanne Marquering von der Caritas. Jeder, der unterstützen möchte, kann sich beim Landes-Caritasverband für Oldenburg melden. „Wir stellen Vorlagen, Anleitungen und notwendige Materialien für die Näh-Projekte zur Verfügung.“ Dank finanzieller Förderung durch den Coronahilfsfonds des Offizialats, Zuwendungen einer Rundfunkanstalt und Stoffspenden eines Modeunternehmens können noch viele Taschen und Figuren geschneidert werden, die auch das Caritas-Label eingenäht bekommen.

Gustav schreckt auch vor schwierigen Aufgaben nicht zurück

Anna hat sogar ihre eigene Nähmaschine mitgebracht. Nachdem sich die Mutter ein neues Modell zulegte, durfte die Zehnjährige das ausgemusterte Exemplar übernehmen. Schürzen, Kissen und Kuscheltiere hat sie damit schon gezaubert. Der Leseknochen sei am schwierigsten, meint Gustav. Er hat in dieser Woche das erste Mal an der Maschine gesessen. Herangetraut hat er sich an die Stütze zum Schmökern aber dennoch und mit Erfolg.

Hochkonzentriert: Theo gelingt der Umgang mit der Nähmaschine routiniert.Hochkonzentriert: Theo gelingt der Umgang mit der Nähmaschine routiniert.

Zu Beginn der Coronakrise hat die Caritas das Projekt „Näh zu Haus“ gestartet. Masken waren es zunächst, die dann sozialen Einrichtungen und Bedürftigen in Beratungsstellen angeboten wurden. Die Einsamkeit, unter der viele Patienten in den Krankenhäusern litten und leiden, aber auch in anderen Einrichtungen mit Kontaktbeschränkungen, soll ein wenig gemildert werden. „Unser Ziel ist es, diesen Kindern, Erkrankten oder Pflegebedürftigen einen Moment der Nähe, Freude und des Trostes zu schenken und ihnen in dieser isolierten Situation ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern. Wir wollen ihre Welt ein wenig bunter gestalten“, so Marquering.

Näher können sich per E-Mail melden

Wer für das Projekt nähen möchte, kann sich per E-Mail an Anne Burhorst (burhorst@lcv-oldenburg.de) oder Sigrid Möller (moeller@lcv-oldenburg.de) wenden. Für Einrichtungen, die einen Bedarf an den Geschenken anmelden wollen, sind die beiden ebenfalls Ansprechpartner.

Das handwerkliche Projekt ersetzt für die Abschlussklasse auch ein wenig die üblichen Veranstaltungen zum Schulwechsel. Klassenfahrten sind coronabedingt nicht möglich gewesen, aber etwas Besonderes sollte dennoch auf die Beine gestellt werden. Und auch etwas Bleibendes. Wer sich nämlich nicht an die Nähmaschine setzen wollte, der hat sich an ein Kunstprojekt gemacht. Holzklötze wurden geschliffen und bemalt und sollen am Ende zu einer Stele zusammengefügt werden, die den Eingangsbereich ziert und an die Abschlussklasse 2021 erinnern wird.

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