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Bakums Senioren bekommen ein Angebot

Bis Ende 2022 soll ein "Alters-Kompetenz-Zentrum" entstehen. Denn immer mehr Menschen werden immer älter und haben unterschiedliche Bedürfnisse.

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Symbolbild: dpa/Berg

Symbolbild: dpa/Berg

Der Bakumer Ausschuss für Jugend, Familie und Demografie hat sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Konzept einer offenen Altenpflege des Teams "SelbstgestALTER" der Sozialstation Nordkreis Vechta beschäftigt. Für die Sozialstation war eine der Verantwortlichen für das Projekt, Janine Devers, vor Ort.

"Wir wollen Menschen motivieren, ihre nachberufliche Phase zu gestalten", beschreibt Devers die Idee. Denn: "Laut einer Studie der Bertelsmann-Stiftung werden in Bakum 2030 knapp 70 Prozent mehr Menschen über 65 Jahren leben als noch 2012." Viele seien noch sehr fit, hätten aber alle unterschiedliche Bedürfnisse.

"Alters-Kompetenz-Zentrum" soll entstehen

Diese zu sehen, dafür werbe das Projekt der "SelbstgestALTER". "Bisher sind wir in Vechta und Visbek aktiv, jetzt möchten wir das Projekt zusammen auf Goldenstedt und Bakum ausweiten", erklärt Devers. Erreicht werden soll am Ende ein "Alters-Kompetenz-Zentrum" (kurz AKZ) für Goldenstedt und Bakum.

Die Gemeinde Bakum entstehen keine Kosten. Dafür gibt es Geld vom Land: Das Fördervolumen beträgt insgesamt 205.000 Euro, davon übernimmt die Sozialstation Nordkreis Vechta einen Eigenanteil von 105.000 Euro.

Vereinen soll nichts "weggenommen" werden

Eigentlich hätte das Projekt bereits gestartet werden sollen. Doch die Corona-Pandemie sprach dagegen. Entsprechend verschiebt sich auch der Endtermin Juni 2022. Das Ergebnis lasse sich nicht vorhersagen, sagt Devers. Zunächst einmal stünden nun schriftliche Befragungen und Telefonate mit den Bakumerinnen und Bakumer an. Wünsche und Ideen soll so herausgefunden werden. "Dann werden die Daten ausgewertet und geschaut, welche Ideen wir in die Praxis umsetzen können", blickt Devers in die Zukunft.

Dabei gehe es nicht darum, in das funktionierende Vereinssystem einzugreifen oder gar eine Konkurrenz zu schaffen. "Zum Beispiel haben wir in Visbek für die Senioren gezielt Aktionen in den Vereinen veranstaltet", erinnert sich Devers. Generell sollen die Menschen aber zusammenkommen, "unter anderem bei Workshops oder bei Aktionen in den Bauerschaften". Dadurch könnten sogenannte "Verantwortungsgemeinschaften" entstehen, sagt Devers.

Ausschuss nimmt das Projekt positiv auf

Der Bakumer Ausschuss nahm das Projekt durchweg positiv auf. So begrüßte auch Ausschussmitglied Hans-Rainer Hesler (CDU) das Projekt: "Ich finde das sehr gut, so etwas fehlt noch ein bisschen." Man habe zwar eine "super" Vereinskultur in der Gemeinde Bakum, aber es sei eben nicht jeder ein Vereinsmensch. "Mit solch einem Angebot erreichen wir dann auch diese Menschen", freut sich Hesler.

  • Info: Die Handynummer für das Angebot in Bakum lautet 0171 / 3510476. Wenn diese Nummer eingespeichert und eine kurze Nachricht über WhatsApp geschrieben wird, können im Status-Bereich regelmäßig neue Infos eingesehen werden.

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