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Bakums Schulen bekommen von der Politik gute Noten

Bakums drei Schulen bekamen jetzt Besuch von den Mitgliedern des Schulausschusses. Der Eindruck der Politikerinnen und Politiker: Alle Schulen sind fit für die Zukunft.

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Eine der drei Schulen in Bakum: Auch die Katharinenschule wurde digital ausgestattet, der Landkreis Vechta übernimmt Wartungs- und Installationsarbeiten. Foto: Kessen

Eine der drei Schulen in Bakum: Auch die Katharinenschule wurde digital ausgestattet, der Landkreis Vechta übernimmt Wartungs- und Installationsarbeiten. Foto: Kessen

Nach der konstituierenden Ratssitzung nehmen in Bakum nun auch die Fachausschüsse ihre Arbeit auf: Zuerst war der Schulausschuss unter dem neuen Vorsitzenden Hans-Rainer Hesler (CDU) an der Reihe. Punkt eins auf der Tagesordnung: Die Ausschussmitglieder sahen sich alle drei Schulen an. Dabei zeigten sie sich im Anschluss sehr angetan.

Ausschussmitglieder zufrieden mit Bakumer Schulen

"Alle Schulen sind tipptopp in Ordnung", lobte der SPD-Fraktionsvorsitzende Siegfried Böckmann. Man könne froh und stolz darüber sein, was mit der Gemeinde auf die Beine gestellt worden sei. "Es macht Spaß, sich das anzugucken, vor allem natürlich die Grundschule in Lüsche." Die Christophorusschule wurde zu diesem Schuljahr um ein Obergeschoss erweitert und durfte sich auch über eine neue Mensa freuen. Hans-Rainer Hesler stimmte Böckmanns Ausführungen zu und bedankte sich bei den Schulleiterinnen: "Ihr seid immer engagiert bei der Sache, vielen herzlichen Dank dafür."

Schulbudget wird insgesamt um 97.900 Euro erhöht

Inhaltlich empfahl der Ausschuss den Vorschlag der Verwaltung, das jährliche Schulbudget pro Schüler um 30 Euro zu erhöhen. Grund dafür seien laut Kämmerer Steffen Meyer die Kosten für die Digitalisierung. "Wie viele andere Kommunen haben wir 2019 eine Zweckvereinbarung mit dem Landkreis Vechta getroffen, der sich in diesem Rahmen um die IT an unseren Schulen kümmert", erläuterte Meyer. Dabei gehe es etwa um die Wartung und Installation von digitalen Tafeln oder von Software. "Bisher waren die Kosten aber noch nicht in das Schulbudget mit eingepreist." 

Bislang betrug das Schulbudget für die Katharinenschule Bakum  (Grundschule, 236 Schüler) und die St.-Johannes-Schule Bakum (Oberschule, 289 Schüler) jeweils 125 Euro pro Schüler. Die Christophorusschule (87 Schüler) dagegen hatte jährlich pro Schüler 160 Euro zur Verfügung.

Warum ist ein Lüscher Schüler "teurer"?

Christian Behnen, der als erster grüner Ratsherr in einem Bakumer Ausschuss eine Premiere feierte, machte das stutzig: "Ist ein Lüscher Schüler teurer als ein Bakumer Schüler?" Nein, erklärte Bürgermeister Tobias Averbeck: "Es ist ein gewisser Fixkostenanteil pro Schule da, der bei der Christophorusschule mangels Masse an Schülern aber mit dem geringeren Budget nicht getragen werden kann." Daher hätte man sich dazu entschlossen, das Budget der Lüscher Grundschule höher anzusetzen.

Nach Angaben der Verwaltung sind bei den Abschlägen für das Jahr 2021 pro Schüler 28,75 Euro jährlich angefallen. "Daher schlagen wir vor, das Schulbudget jährlich um 30 Euro pro Schüler zu erhöhen", sagte Meyer. Diesem Vorschlag folgte der Ausschuss einstimmig; damit entstehen für das Haushaltsjahr 2022 insgesamt 97.900 Euro an Mehrkosten.


Schledehausen soll neues Buswartehäuschen erhalten

Außerdem empfahl der Schulausschuss, die Planungen für ein neues Buswartehäuschen an der Bushaltestelle "Schledehausen Büssing" in Fahrtrichtung Vechta aufzunehmen. "Der Antrag dafür wurde von der Bauerschaft Schledehausen im Juli 2021 gestellt", berichtete Averbeck. Laut Nahverkehrsplan des Landkreises gebe es dort täglich mehr als zehn Ein- und Ausstiege, in dieser Größenordnung sei ein Buswartehäuschen vorgesehen. Das sieht auch die Verwaltung so: "Wir möchten die Bushaltestelle bestmöglich für die Kinder ausbauen", meinte Averbeck. Finanziell stünden 75 Prozent Förderung der Landesnahverkehrsgesellschaft in Aussicht.

Hier soll ein neues Buswartehäuschen entstehen: Die Schledehausener Straße in Richtung Vechta. Foto: KessenHier soll ein neues Buswartehäuschen entstehen: Die Schledehausener Straße in Richtung Vechta. Foto: Kessen

Ratsherr Helmut Quatmann (CDU), nach eigener Aussage selbst Anlieger an der betroffenen Schledehausener Straße, hält das neue Buswartehäuschen für "dringend erforderlich". Die Straße sei "wie eine Autobahn". Er habe, als in Daren die Kreuzung gesperrt war, 284 Autos, Lkw und Motorräder in 15 Minuten gezählt. "Das Buswartehäuschen wird seit Jahren von den Anliegern gefordert, es wurde aber aufgrund der Ablehnung des Grundstückeigentümers nie ein Antrag eingereicht", sagte Quatmann. Der örtliche Bezirksvorsteher habe nun aber wohl die Meinung des Eigentümers geändert.

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