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Bakumer Kinder unternehmen musikalische Zeitreise

"Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer" hieß es in der Bakumer Katharinenschule. Das Ensemble La Ninfea brachte den Jungen und Mädchen die Musik von Michael Praetorius näher.

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Voller Einsatz: In Ermangelung einer geeigneten Tanzpartnerin wirbelte Christian Heim seine Viola da Gamba herum. Das Ensemble La Ninfea brachte den Schülerinnen und Schülern der Katharinenschule Bakum "Alte Musik" näher.   Foto: C. Meyer

Voller Einsatz: In Ermangelung einer geeigneten Tanzpartnerin wirbelte Christian Heim seine Viola da Gamba herum. Das Ensemble La Ninfea brachte den Schülerinnen und Schülern der Katharinenschule Bakum "Alte Musik" näher.   Foto: C. Meyer

Menschen haben schon immer gerne Musik gehört und gemacht. Die Vorlieben haben sich mit den Jahrhunderten und Jahrzehnten stetig geändert. Die Kinder von heute beispielsweise empfinden die Lieblingsmusik ihrer Eltern oft als alt. Doch was ist eigentlich, wenn diese Kinder mal richtig alte Musik kennenlernen? Das war jetzt in der Katharinenschule Bakum möglich. Die Mädchen und Jungen des Jahrgangs 3 haben Besuch vom Ensemle La Ninfea bekommen. Die Musikerinnen und Musiker brachten den Kindern im Rahmen des Programms „Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer“ die Musik des deutschen Komponisten Michael Praetorius (1571 bis 1621) näher.

Das Musikland Niedersachsen bietet seit mehreren Jahren das Programm „Zu Gast im Klassenzimmer“ an, gefördert unter anderem von der Dr.-Hildegard-Schnetkamp-Stiftung. Niedersächsische Schulen können sich darauf bewerben. In diesem Jahr gab es 120 Bewerbungen, 40 Besuche an Schulen können lediglich realisiert werden – unter anderem in Bakum. Darüber ist Musiklehrerin Sabine Anter-Vogelsang sehr froh. Sie bemühe sich jährlich um die Bewerbung, erzählt sie. Einmal zuvor habe es schon geklappt, als es hieß „Orgel zu Gast im Klassenzimmer“.

Foto: C. Meyer
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Anlässlich des 450. Geburtstages und des 400. Todestages von Michael Praetorius in diesem Jahr wurde das Motto dementsprechend ausgewählt. Damit war der Komponist in den musikalischen Epochen der späten Renaissance und des frühen Barocks aktiv. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts werden die verschiedenen Epochen unter "Alter Musik" zusammengefasst – deshalb „Alte Musik zu Gast im Klassenzimmer“.

Musik kam während Corona zu kurz

Die Grundschülerinnen und -schüler der Klassen 3a und 3b wurden für Workshops in sogenannte „Expertengruppen“ aufgeteilt, wie Barbara Heindlmeier vom Ensemble La Ninfea erklärt. Die drei Musikerinnen und Musiker des Ensembles haben den Kindern in diesen Gruppen ihre Instrumente demonstriert, die Musik von Praetorius vorgestellt und mit den Mädchen und Jungen gemeinsam Lieder und Choreografien einstudiert – alles kindgerecht aufbereitet. „Das Interesse und die Fragen waren sehr berührend“, schildert Heindlmeier ihre Eindrücke. Generell finde sie derartige Schulprojekte „sehr beglückend“. Gemeinsames Musizieren mache einfach Spaß.

Während der Corona-Pandemie habe Musik im Schulalltag gefehlt, sagt Musiklehrerin Sabine Anter-Vogelsang. Besonders das gemeinsame Singen sei zu kurz gekommen. Das habe die Mädchen und Jungen durchaus vorsichtiger gemacht, habe sie während des Workshops beobachtet. Aber die Schülerinnen und Schüler seien „unfassbar interessiert“ gewesen. Es sei spannend gewesen, Musik live entstehen zu sehen.

Diese Begeisterung ließ sich beim anschließenden gemeinsamen Konzert in der Aula beobachten. Die drei Musikerinnen und Musiker Barbara Heindlmeier (Zink und Blockflöte), Susanne Peuker (Laute) und Christian Heim (Viola da Gamba und Blockflöte) hatten ein Programm zusammengestellt, das die Erfahrungen aus den Workshops einbindet. So konnten die Kinder einige zeitgenössische Tänze mittanzen und auch ein Lied mitsingen. Die historische Aufführungspraxis des Ensembles versetzte die kleinen Zuschauerinnen und Zuschauer in eine andere Zeit und bewies, dass "Alte Musik" nicht langweilig sein muss. Unter Applaus verlangten die Kinder eine Zugabe. 

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