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Bakum rüstet bei Bushaltestellen nach

Die Mitglieder des Schulausschusses sprechen sich dafür aus, dass die Haltestelle "Schledehausen Kreuz" komplett neu gemacht wird. Einem Kommunalpolitiker geht es an der Stelle nicht schnell genug.

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Ungeschützt: An der Bushaltestelle "Schledehausen Kreuz" scheint nicht immer die Sonne. Bei Regen können die Schulkinder sich bislang nicht unterstellen. Das wird sich bald ändern. Foto: C. Meyer

Ungeschützt: An der Bushaltestelle "Schledehausen Kreuz" scheint nicht immer die Sonne. Bei Regen können die Schulkinder sich bislang nicht unterstellen. Das wird sich bald ändern. Foto: C. Meyer

Die Bushaltestelle „Schledehausen Kreuz“ in der Bakumer Bauerschaft Schledehausen soll neu gemacht werden. Dafür haben sich die Mitglieder des Bakumer Schulausschusses in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig ausgesprochen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 44.000 Euro übernimmt die Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG) 75 Prozent – also 33.000 Euro. Der Landkreis Vechta als Träger der Schülerbeförderung bewilligt einen Zuschuss in Höhe von 12,5 Prozent. Der Eigenanteil der Gemeinde Bakum liegt bei 5.500 Euro.

Wie der Ausschussvorsitzende Jens Müller (CDU) ausführte, beantragte der Bezirksvorsteher der Bauerschaft im Frühjahr 2019 die Errichtung eines Buswartehäuschens. Die Verwaltung habe nach den entsprechenden Beschlüssen die Planungen aufgenommen und Förderanträge gestellt. Bislang habe es an der Haltestelle in Schledehausen keine Unterstellmöglichkeit gegeben, sagte Bürgermeister Tobias Averbeck. Die Verwaltung habe sich angesichts der Kosten jetzt aber entschieden, die komplette Haltestelle neu zu errichten, anstatt lediglich ein Wartehäuschen aufzustellen. Mit den Förderbescheiden sei dies insgesamt für die Gemeinde günstiger als im Alleingang ein Wartehäuschen zu bauen, erklärte Averbeck. So werde jetzt die Haltestelle komplett nach den aktuellen Standards und barrierefrei neu gebaut.

Fristen müssen eingehalten werden

Helmut Quatmann (CDU) hat das alles viel zu lang gedauert, wie er die Anwesenden wissen ließ. „Die Schulkinder stehen seit Jahren im Regen.“ Der Antrag sei vor 2 Jahren gestellt worden. Er wundere sich, dass „wir auf diesem Wege noch nicht weiter sind“. Es seien Förderanträge gestellt und bewilligt worden – trotzdem sei noch nichts passiert.

Averbeck zeigte sich irritiert: „Da hast du was falsch.“ Die Maßnahme werde kurzfristig ausgeschrieben und noch in diesem Jahr ausgeführt, sagte der Verwaltungschef. Es gebe allerdings Antragsfristen und Entscheidungswege, die beachtet werden müssten. „Das Land gibt die 75 Prozent nicht, wenn wir vorher anfangen“, machte Averbeck deutlich. Zwischendurch habe es außerdem Gespräche mit dem örtlichen Grundstückseigentümer gegeben.

Quatmann überzeugte das vorerst nicht: „In der Zeit haben wir mehrere Schulen gebaut.“ Außerdem sei die Haltestelle am Kirchesch auch schon fertig. Dort sei der erste Antrag aber auch 2016 gestellt worden, sagte Averbeck. Schneller als in Schledehausen „haben wir noch keine Haltestelle errichten können“. Die Geschwindigkeit hänge schließlich von der Förderstruktur ab. Averbeck stellte auf Nachfrage in Aussicht, dass die Haltestelle in Schledehausen bis zum „Ende der Sommerpause“ fertiggestellt sein könnte.

Verbesserungswürdig: In Sachen Barrierefreiheit hakt es bei der Haltestelle am Schulzentrum. Foto: C.MeyerVerbesserungswürdig: In Sachen Barrierefreiheit hakt es bei der Haltestelle am Schulzentrum. Foto: C.Meyer

Neben der Haltestelle „Schledehausen Kreuz“ befassten die Mitglieder des Schulausschusses sich zusätzlich mit der Haltestelle „Schulzentrum“ in Bakum. Die ist nach Auffassung des Landkreises Vechta nicht barrierefrei. Die Gemeinde möchte dies ändern. Die Planunterlagen und Kosten sind bereits ermittelt. Die barrierefreie Gestaltung der Haltestelle soll demzufolge 98.300 Euro kosten.

Die Verwaltung schlägt auch in diesem Fall vor, Förderanträge bei der LNVG (75 Prozent) und beim Kreis (12,5 Prozent) zu stellen. Die Baumaßnahme soll spätestens 2022 umgesetzt werden. Die Ausschussmitglieder sprachen sich einstimmig dafür aus, dass die Verwaltung die Förderanträge stellt, um die barrierefreie Gestaltung der Haltestelle umzusetzen.

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