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Bahnübergänge und Bordsteine in Barßel sind nun für jeden nutzbar

Die Arbeiten am Fußgänger- und Fahrradweg auf der Deichkrone an der Soeste sind abgeschlossen – ein Maulwurf hatte ihn absacken lassen. In dem Zuge wurden die Wege auch behindertengerecht gemacht.

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Endlich breit genug: Die Absperrungen beim Bahnübergang bei der ehemaligen Eisenbahnbrücke in Barßel wurden großzügiger gestaltet – so, dass sie nun auch für Dreiräder und Rollstuhlfahrer passierbar sind. Foto: C. Passmann

Endlich breit genug: Die Absperrungen beim Bahnübergang bei der ehemaligen Eisenbahnbrücke in Barßel wurden großzügiger gestaltet – so, dass sie nun auch für Dreiräder und Rollstuhlfahrer passierbar sind. Foto: C. Passmann

Der Fußgänger- und Fahrradweg auf der Deichkrone an der Soeste in Barßel – von der Mühlenbrücke bis zum Netto-Markt – ist erneuert und die Arbeiten abgeschlossen worden. Dieser Abschnitt war aufgrund der Bauarbeiten bisher gesperrt. Nun können Radfahrer und Fußgänger wieder ungehindert den Weg nutzen. Grund für die Erneuerung des Deichwanderweges sind die durch einen Maulwurf verursachten Absackungen. So sind Schäden auf dem Weg erkennbar, die eine entsprechende Gefährdung darstellen.

Heinz-Georg Coners ist bei der Gemeindeverwaltung für die Baumaßnahme zuständig und erklärt: "Besonders stark beschädigt waren die beidseitigen Randbereiche. Da es sich um Verbundsteinpflaster handelt, war daher eine ganzflächige Aufnahme und Neupflasterung unter Wiederverwendung der vorhandenen Betonsteine erforderlich." Damit eine Beschädigung durch den Maulwurf nicht noch einmal passiert, wurde eine sogenannte Maulwurfsperre eingebaut.

Jetzt kommen alle ohne Probleme über die Straße: Wie hier im Bereich der Kirchen wurden die Bordsteinkanten behindertengerecht abgesenkt. Foto: C. PassmannJetzt kommen alle ohne Probleme über die Straße: Wie hier im Bereich der Kirchen wurden die Bordsteinkanten behindertengerecht abgesenkt. Foto: C. Passmann

Dabei handelt es sich um Gewebevlies, das seitlich, senkrecht an beiden Seiten des Weges bis zu einer Tiefe von 60 Zentimeter eingezogen wird. "Der Maulwurf kommt durch das dichte Vlies nicht mehr hindurch und kann somit keine Tunnel mehr unterhalb der Pflasterung graben. Die Maßnahme ist völlig ungefährlich für die Tiere.", so Coners.

Insgesamt wurde eine Weglänge von 1,1 Kilometern erneuert. Die Gesamtkosten betragen rund 100.000 Euro. Im Zuge dieser Sanierungsmaßnahmen wurde auch die Absperrung zum Bahnübergang bei der ehemaligen Eisenbahnbrücke behindertengerecht durch die Emsländische Eisenbahn (EEB) gestaltet. Bisher war es für Rollstuhlfahrer oder Radfahrer mit Dreirädern nicht möglich, durch die Absperrung zu kommen. Die Abstände waren zu gering.

Die Gemeinde zeigte Vertretern der Emsländischen Eisenbahn vor Ort das Problem

"Wir haben uns deshalb mit der Emsländischen Eisenbahn in Kontakt gesetzt und bei einem Ortstermin mit Vertretern der Bahn auf die Problematik anschaulich hingewiesen", sagt Coners. Dann lief alles problemlos und die Absperrung wurde beiderseits erweitert. Die sind nun durch die EEB, die dort das Schienennetz betreibt, großzügiger gestaltet worden. Der Fußgänger- und Fahrradweg auf dem Deich, wird durch die Gleisanlagen unterbrochen. Die Absperrungen sollen dazu beitragen, dass die Radfahrer und Fußgänger vorsichtig und nicht ungehindert die Schienen überqueren, denn auf dem Gleis herrscht noch Zugverkehr.

Aber auch im Ortskern von Barßel hat die Gemeinde dafür gesorgt, dass bei den Geh- und Radwegen die Bordseiten behindertengerecht abgesenkt wurden. "Im Zuge der ersten Teilsanierung der Landesstraße 829 haben wir die Bordsteinkanten tiefer setzen lassen. Nun können die Übergänge bequem und gefahrlos  von Radfahrern, Fußgängern, Rollstuhlfahrern oder mit Rollatoren genutzt werden", sagt Heinz-Georg Coners. Im Verlauf der weiteren Sanierung der Landesstraße, werden im Ortskern dann weitere Bordabsenkungen erfolgen.

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