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Bahnübergang in Lutten erst ab Ende Juni wieder geöffnet

Ursprünglich sollte der Bahnübergang ab dem 1. Mai öffnen. Nun wird stattdessen an einer technischen Übergangslösung gearbeitet. Der endgültige Ausbau ist für 2023 vorgesehen.

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Gewohntes Bild in Lutten: Seit 2 Jahren ist der Bahnübergang an der Timpner Straße immer wieder gesperrt.   Foto: C. Meyer

Gewohntes Bild in Lutten: Seit 2 Jahren ist der Bahnübergang an der Timpner Straße immer wieder gesperrt.   Foto: C. Meyer

Eigentlich sollte der Bahnübergang an der Timpner Straße in Lutten doch ab dem 1. Mai öffnen. Ende vergangenen Jahres hieß es schließlich noch, dass der Bahnübergang halbjährlich – vom 1. Mai bis zum 31. Oktober – dauerhaft geöffnet sein soll. Doch wer seit Sonntag den Weg entlang der Timpner Straße sucht, steht weiterhin vor einem versperrten Bahnübergang. Was ist da los?

„Gemäß Anordnung der zuständigen Unteren Verkehrsbehörde des Landkreises Vechta wird der vorgenannte Bahnübergang weiterhin vom 01.05. bis zum 24.06.2022 gesperrt bleiben. Grund der verlängerten Sperrung: Vorübergehende Außerbetriebnahme des Bahnübergangs aufgrund eines Störfalls – Erneuerung der Sicherungsanlage im Zeitraum vom 09.05. bis zum 24.06.2022“, heißt es da knapp auf der Homepage der Gemeinde Goldenstedt. Anruf im Rathaus. Es werde an einer technischen Übergangslösung für die Öffnung nach dem 24. Juni gearbeitet, informiert Michael Wübbelmann, Bauamtsleiter der Gemeinde Goldenstedt und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters.

Öffnung bis zum endgültigen Ausbau

Das bestätigt eine Bahnsprecherin auf Nachfrage: „Die technische Sicherung des Bahnübergangs ,Timpner Straße‘ in Goldenstedt wird vom 9. Mai bis zum 23. Juni erneuert.“ Dies beinhalte unter anderem den Ersatz der Blinklichter durch Lichtzeichen, die Ergänzung von zusätzlichen Lichtzeichen, den Austausch des Schalthauses inklusive Sicherungstechnik sowie die Erneuerung der Verkabelung im Bereich des Bahnübergangs und an der Strecke.

Vonseiten der Goldenstedter Gemeindeverwaltung ist die Hoffnung zu vernehmen, dass danach zumindest bis zum endgültigen Ausbau des Bahnübergangs dieser geöffnet bleibt und nicht, wie ursprünglich vereinbart, ab dem 1. November wieder gesperrt wird. Und tatsächlich: „Nach Fertigstellung der Baumaßnahme wird es wieder eine funktionsfähige technische Sicherung geben, sodass der Bahnübergang dauerhaft bis zum endgültigen Ausbau für den Straßenverkehr freigegeben werden kann“, lässt die Bahnsprecherin wissen.

Damit dürfte die Öffnungslösung, wie sie zuletzt bis Weihnachten praktiziert wurde, erst einmal vom Tisch sein. Wir erinnern uns: Die Öffnung des Bahnübergangs geschah manuell. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bahn waren rund um die Uhr vor Ort und bedienten die Anlage. Zwar äußerte sich die Bahn dazu nie, aber das dürfte durchaus kostenintensiv gewesen sein.

2023 soll alles fertig sein

Ab Ende Juni greift aber wieder nur eine Übergangslösung. Wie sieht es denn nun mit dem endgültigen Ausbau des Bahnübergangs in Lutten aus? Der werde im Jahr 2023 umgesetzt, sagt die Bahnsprecherin. „Die konkreten Bautermine für 2023 werden derzeit noch abgestimmt.“ Michael Wübbelmann wird da zumindest etwas konkreter. Mitte des kommenden Jahres soll das Ganze vollzogen sein.

Der endgültige Ausbau des Bahnübergangs beinhaltet vor allem „umfangreiche Verbreiterungen und Ausbauten der Straße im Bahnübergangsbereich“, so die Bahnsprecherin. Hierbei werde auch die Feldzufahrt im südwestlichen Bereich sowie die Zufahrt zum Firmengelände im nordöstlichen Bereich des Bahnübergangs verbessert. Dieser Straßenausbau lasse sich nicht kurzfristig umsetzen, so Michael Wübbelmann. Überdies werden die Halbschranken nachgerüstet, ergänzt die Bahnsprecherin.

2 Jahre lang beschäftigt der Bahnübergang an der Timpner Straße in Lutten bereits Behörden, Bahn wie Bevölkerung. Zur Erinnerung: Nachdem die Lichtsignalanlage bei der Durchfahrt einer Nordwestbahn im Frühjahr 2020 nicht reagiert hatte, wurde der Bahnübergang im April 2020 außer Betrieb genommen. Oder wie eine Bahnsprecherin es ausdrückte: „Die Bahnübergangssicherungsanlage musste nach umfangreichen Untersuchungen an der Technik im April 2020 außer Betrieb genommen werden, da eine einwandfreie Funktionsfähigkeit nicht mehr im vollen Umfang gewährleistet werden konnte. Eine Instandsetzung musste leider aufgrund der Komplexität des Fehlerbildes ausgeschlossen werden."

Nun soll also im kommenden Jahr, nach 3 Jahren, der Fehler endgültig behoben werden.

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