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Autorowdys auf dem Europaplatz

Der Parkplatz beim Friesoyther Edeka-Supermarkt wird abends und nachts als Rennstrecke und Autodisco zweckentfremdet. Die Anlieger sind von dem Lärm zunehmend genervt.

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Reifenspuren sind auch tagsüber ein sichtbares Zeichen für die Aktivitäten, die sich nachts auf dem Parkplatz am Europaplatz abspielen: Foto: Stix

Reifenspuren sind auch tagsüber ein sichtbares Zeichen für die Aktivitäten, die sich nachts auf dem Parkplatz am Europaplatz abspielen: Foto: Stix

Laut röhrende Motoren, quietschende Reifen, Hupkonzerte: Bei den Anliegern des Europaplatzes in Friesoythe und bei den Mitarbeitern des dortigen Edeka-Marktes mehren sich die Klagen über Auto-Rowdys, die den Parkplatz als Rennstrecke, Treffpunkt und Autodisco zweckentfremden. Bis zu 45 Autos sollen sich hier an manchen Abenden treffen, auch Böller und Schreckschusswaffen kommen, so heißt es, zum Einsatz.

„Der Parkplatz ist ein öffentlicher Verkehrsplatz und gehört, anders als der Aldi-Parkplatz oder die Fläche des Wochenmarktes, der Stadt“, erläutert Bürgermeister Sven Stratmann auf Anfrage. Die Stadt arbeite gerade an einem Gesamtkonzept für Regelungen auf den öffentlichen städtischen Plätzen, wollte aktuell aber wegen Corona nicht noch mehr Reglementierung aussprechen. „Wenn es nötig ist, werden wir das aber vorziehen“, versichert der Verwaltungschef.

Bei Ruhestörung und Sachbeschädigung ist die Polizei zuständig

Stratmann weist allerdings auch darauf hin, dass die Stadt hier, etwa durch Verbote, nur präventiv tätig werden könne. Deshalb arbeite man in solchen Fällen auch Hand in Hand mit der Polizei. „Wenn jemand oder eine Gruppe eine Ruhestörung oder eine Sachbeschädigung begeht, dann ist das Sache der Polizei“, betont er. Dafür sei ein Schild, dass das Befahren des Parkplatzes zu gewissen Uhrzeiten nicht erlaubt sei, nicht erforderlich.

Die Friesoyther Polizei ist mit dem Thema vertraut. Dort sei bekannt, sagt Polizeipressesprecherin Uta-Masami Bley, „dass es auf dem öffentlichen Parkplatz der Stadt Friesoythe, der keinen Beschränkungen unterliegt, wiederholt zu Ansammlungen in den Abendstunden kommt“. So sei es in der Vergangenheit auch zu Lärmbelästigungen gekommen, die durch Anwohner angezeigt wurden. Deswegen werde dieser Bereich regelmäßig durch die Polizei überwacht. Bei konkreten Feststellungen, so Bley, wurden schon bislang und werden auch in Zukunft Anzeigen geschrieben.

Sie weist darauf hin, dass die Polizei gerade in den Abendstunden hier auch auf die Mithilfe angewiesen ist. „Wir bitten daher“, sagt Bley, „die Bevölkerung oder auch die Angehörigen von anliegenden Firmen und Geschäften bei akuten Beschwerden beziehungsweise bei polizeilich relevanten Ereignissen unverzüglich Kontakt zum Polizeikommissariat Friesoythe aufzunehmen.“

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