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Autohausinhaber darf E-Ladesäulen aufstellen

In Garrel hat die Politik nun einer privaten Initiative ihre Zustimmung erteilt. Für die Kommune ist diese Lösung kostenneutral.

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Im Kommen: Der Anteil von E-Fahrzeugen nimmt zu. Dafür werden Ladestationen gebraucht. Symbolfoto: dpa/Stratenschulte

Im Kommen: Der Anteil von E-Fahrzeugen nimmt zu. Dafür werden Ladestationen gebraucht. Symbolfoto: dpa/Stratenschulte

In Garrel sollen nun die Voraussetzungen für E-Mobilität verbessert werden: Der Planungs-, Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltausschuss der Gemeinde hat sich kürzlich in seiner Sitzung einstimmig dafür ausgesprochen, einer privaten Initiative grünes Licht zu erteilen.

Darum geht es: Autohausinhaber Frank Janssen möchte an öffentlichen Punkten 3 E-Ladesäulen errichten. Je eine Ladesäule mit 2 Ladepunkten (wahrscheinlich mit 22 kW Leistung) soll auf den Parkplätzen bei der Oberschule beziehungsweise beim Vereinsheim des BV Garrel, bei der Grundschule/Schwimmhalle sowie auf der Fläche des neuen Dorfplatzes aufgestellt werden. Das Thema war in der Politik schon einmal beraten, jedoch vertagt worden. Nun scheinen alle Detailfragen geklärt zu sein.

Voraussetzung für die Realisierung ist eine Vereinbarung zwischen der Gemeinde Garrel und Frank Janssen, in der die Abwicklung der Ersterstellung, der Betrieb der Parkplatznutzung und die Regelung nach Ablauf der Vertragslaufzeit vereinbart wird. Zunächst ist das Projekt auf 6 Jahre angelegt. Die benötigten Flächen sollen ihm kostenlos zur Verfügung gestellt werden. 

Kommune entstehen keine Kosten

Der Kommune würden durch die E-Ladesäulen keine weiteren Kosten entstehen. Das Autohaus würde sich um den Aufbau und auch den späteren Service der öffentlich zugänglichen Ladesäulen mit einem ortsansässigen Elektrofachbetrieb als Partner kümmern. Die Abrechnung der geladenen Strommenge soll über eine Backend-Anbindung mit den Endkunden geschehen, die ihr E-Fahrzeug an den Säulen aufladen können.

Würde eine Kommune selbst E-Ladesäulen aufstellen wollen, könnte sie laut Verwaltung auf Förderprograme zurückgreifen, die eine anteilige Förderung gewähren würden. Die noch verbleibenden Herstellungskosten sowie jährliche Kosten für Wartung und Abrechnung würden bei der Kommune verleiben. So ist es der Fall bei der E-Ladesäule vorm Rathaus, die vom Energieversorger EWE errichtet und je zur Hälfte von Landkreis und der Gemeinde finanziert wurde. Die von Frank Janssen beantragte Variante wäre kostenneutral für die Kommune.

Wie berichtet, hatte sich die Verwaltung, um rechtlich auf Nummer sicher zu gehen, mit dem Rechnungsprüfungsamt des Landkreises Cloppenburg zu dem Antrag des Autohauses ausgetauscht. Zudem hatte eine „Markterkundung“ ergeben, dass keine weiteren potenziell geeigneten Betriebe Interesse an einem ähnlichen Projekt haben.

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