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Autodieb wäre auf der Flucht beinahe im Halener Badesee ertrunken

Einsatz am Halener Badesee: Ein 22-Jähriger, der mit einem gestohlenen Auto geflüchtet ist, wollte wohl schwimmend durch den See entkommen. Das hätte er fast mit dem Leben bezahlt.

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Einsatz am Halener Badesee. Foto: Joanna Abou Boutros

Einsatz am Halener Badesee. Foto: Joanna Abou Boutros

Ein mutmaßlicher Autodieb hätte seine Flucht fast mit dem Leben bezahlt – mit einem aufsehenerregenden Einsatz von Polizei und Rettungskräften ist der Mann am Samstagabend aus dem Halener Badesee geholt worden. Seine vorherige Flucht führte durch mehrere Landkreise. Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen 22-Jährigen aus Cloppenburg.

Der Cloppenburger soll gegen 16.45 Uhr in Bad Zwischenahn ein Auto gestohlen haben. Wie die Polizei im Ammerland am Sonntagvormittag erklärte, hielt eine 68-Jährige ihren Wagen in der Tannenkampstraße an. Sie hatte während der Fahrt bemerkt, dass eine der Türen nicht richtig geschlossen war. Als die 68-Jährige ausgestiegen war, um die Tür richtig zu schließen, stand plötzlich ein maskierter Mann vor ihr. Dieser stieß die Frau zur Seite, setzte sich ans Lenkrad und raste davon.

Motorradfahrer verfolgen den Autodieb

Der Vorfall blieb allerdings nicht unbeobachtet. Zwei Motorradfahrer, die zufällig vorbeifuhren, hatten die Szene gesehen. Sie informierten nicht nur die Polizei – sie nahmen auch die Verfolgung des Autodiebes auf.

Die Fahrt endete dann am Halener Badesee in der Gemeinde Emstek: Der 22-Jährige sprang aus dem Wagen und watete in den See – "aus nicht nachzuvollziehenden Gründen", wie ein Sprecher der Polizeiinspektion Oldenburg-Stadt/Ammerland am Sonntag erklärt.  

22-Jähriger wurde wegen Unterkühlung ins Krankenhaus gebracht

Zu diesem Zeitpunkt hielten sich zwei Angler an dem See auf. Die beiden Männer und ein zwischenzeitlich eingetroffener Polizist sahen, dass der 22-Jährige offensichtlich in Not geraten war und zu ertrinken drohte. Die drei Männer schwammen zu ihm und zogen ihn aus dem Wasser. Der Cloppenburger war bereits derart unterkühlt, dass er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

Dort haben sich laut Polizeiangaben erste Anhaltspunkte ergeben, dass der 22-Jährige unter Drogeneinfluss gestanden haben könnte. Deshalb wurde eine Blutprobe entnommen. Nach der Behandlung im Krankenhaus wurde der Cloppenburger in eine psychiatrische Klinik eingewiesen.

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