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Auszeichnung: Molberger Kindergarten bleibt "Haus der kleinen Forscher"

In der Kita St.-Johannes-Baptist Molbergen ist es erklärtes Ziel, Kinder frühzeitig für das Abenteuer Forschung zu begeistern und ihre Begabung in Naturwissenschaft, Mathematik und Technik zu fördern.

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Stella (5, links) und Alena (4) können es gar nicht glauben: Die Zahnspange von Julia Hofmann bleibt an den Magneten "kleben".   Foto: Hoff

Stella (5, links) und Alena (4) können es gar nicht glauben: Die Zahnspange von Julia Hofmann bleibt an den Magneten "kleben".   Foto: Hoff

"Die Magnete halten sogar an Julias Zahnspange", ruft die 5-jährige Stella aus der Sonnenschein-Gruppe erstaunt. Hochkonzentriert und schlichtweg Feuer und Flamme – wenn die Jungen und Mädchen der St.-Johannes-Baptist-Kita Molbergen sich als Forscher versuchen, gibt es für sie kein Halten mehr.

Beim Thema Magnetismus gibt es Unterstützung von Heilerziehungspflegerin Julia Hofmann. Die Kinder staunen: Immer wenn sie mit ihrer Zahnspange in die Nähe eines Geo-Smart-Magnets kommt, macht es plötzlich "klick" und beide Elemente verbinden sich. Experimente, die dank des Projekts „Haus der kleinen Forscher“ fest im Alltag der Kindergartenkinder verankert sind.

Dass das auch in Zukunft so sein wird, verkündete Ursula Meyer-Burke von der Volkshochschule Cloppenburg nun ganz offiziell. In ihrer Funktion als Netzwerkkoordinatorin dieses Bundesprojekts für den Kreis Cloppenburg, überreichte sie Kita-Leiterin Elsbeth Koopmann und Erzieherin Silvia Deeken die neueste Auflage der Plakette „Haus der kleinen Forscher“.

Denn: Bereits zum 6. Mal wurde die Kita nun schon für ihr Engagement im Bereich Naturwissenschaften, Mathematik und Technik ausgezeichnet, nachdem sie sich zum wiederholten Mal dem Bewerbungsverfahren der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Stiftung gestellt hatte.

Stolz: Ursula Meyer-Burke (Mitte) Überreichte Elsbeth Koopmann (rechts) und Silvia Deeken (links) die Re-Zertifizierung Haus der kleinen Forscher.   Foto: HoffStolz: Ursula Meyer-Burke (Mitte) Überreichte Elsbeth Koopmann (rechts) und Silvia Deeken (links) die Re-Zertifizierung "Haus der kleinen Forscher".   Foto: Hoff

Hinter der Re-Zertifizierung stecke viel Arbeit. "Regelmäßige Fortbildungsmaßnahmen und die Durchführung verschiedener Projekte, die dokumentiert werden müssen, sind die Voraussetzungen“, erklärt Meyer-Burke. So müssten die Erzieher an Workshops rund um die Themen Naturwissenschaften, Mathematik, Technik – und neu dabei: Nachhaltigkeit – teilnehmen.

"Jedes Kind versucht von seiner ersten Lebensminute an, die Welt wahrzunehmen und zu verstehen", sagt Kita-Leiterin Elsbeth Koopmann und ergänzt: "Diesen Entdeckungs- und Forscherdrang wollen wir bestmöglich in unserer Einrichtung unterstützen. Wir nutzen die Neugier der Kinder und schaffen eine Umgebung, in der sie probieren, experimentieren und entdecken dürfen. Wir geben die Antworten nicht vor, sondern begleiten die Jungen und Mädchen beim Finden ebendieser." Sie sei stolz darauf, dass sich ihre Einrichtung bereits seit 2009 "Haus der kleinen Forscher" nennen dürfe.

Müll wurde für Bastelarbeiten genutzt

"Die kindliche Neugier ist ein großer Schatz. Indem wir den Kindern in unserem pädagogischen Alltag durch gemeinsames Entdecken und Forschen wertvolle Lernerfahrungen schenken, stärken wir auch das Selbstwertgefühl der Jungen und Mädchen", betont Silvia Deeken. Die Erzieherin ist die Hauptansprechpartnerin des Projekts in der Kita St. Johannes Baptist. Zuletzt hatte sie mit den Kindern ein mehrwöchiges Projekt rund um das Thema "Nachhaltigkeit" umgesetzt. "Wir haben uns Gedanken gemacht, wie wir Müll reduzieren können. Waren die Abfallberge anfangs noch riesig, wurden sie von Woche zu Woche kleiner. Damit haben wir auch die Eltern noch einmal für das Thema sensibilisiert." Zudem hätten sie den Müll genutzt und für Bastelarbeiten wiederverwertet. "So sind tolle Traumfänger entstanden oder auch eine Biene für unseren Pastor Uwe Börner", berichtet Deeken.

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