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Auszeichnung: Ludger Mayhaus wird in Garrel zum Ehrenbürgermeister ernannt

Seit 1958 war Ludger Mayhaus für die Gemeinde Garrel tätig, zuletzt als erster hauptamtlicher Bürgermeister. In einer Feierstunde wurde sein Wirken gewürdigt.

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Feierstunde im kleinen Kreis: Thomas Höffmann (Dritter von rechts) überreichte Ludger Mayhaus, hier mit seiner Frau Helga, die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürgermeister. Zu den Gratulanten gehörten Hubert Looschen (von rechts), der den Antrag auf Ernennung gestellt hatte, und Pfarrer Paul Horst sowie (links) der Erste Gemeinderat Karl-Heinz Focken. Foto: Schrimper

Feierstunde im kleinen Kreis: Thomas Höffmann (Dritter von rechts) überreichte Ludger Mayhaus, hier mit seiner Frau Helga, die Ernennungsurkunde zum Ehrenbürgermeister. Zu den Gratulanten gehörten Hubert Looschen (von rechts), der den Antrag auf Ernennung gestellt hatte, und Pfarrer Paul Horst sowie (links) der Erste Gemeinderat Karl-Heinz Focken. Foto: Schrimper

Dass die Gemeinde Garrel sein Leben war und ist, kann man mit Fug und Recht behaupten. Als langjähriger Gemeindedirektor und erster hauptamtlicher Bürgermeister der Kommune (2001-2006) hat Ludger Mayhaus viele wichtige Entwicklungen begleitet und auf den Weg gebracht. Am Montag ist dem 80-Jährigen eine große Ehre zuteilgeworden: In einer kleinen Feierstunde im Rathaus wurde Mayhaus offiziell zum Ehrenbürgermeister Garrels ernannt. Dieser Titel wurde bislang nur dreimal verliehen – und zwar an die ehrenamtlichen Bürgermeister Georg Lanfermann (Amtszeit 1950-1976), Willi Voßmann (1976-1991) und Rudi Bley (1991-2001).

Zusammen mit dem Rat habe er „die Entwicklung unserer Gemeinde entschieden geprägt und vorangebracht“, betonte Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann in seiner Laudatio auf Mayhaus‘ Lebensleistung. Dabei habe er stets eine Politik der kurzen Wege praktiziert. Durch die Bereitstellung günstiger Gewerbeflächen sowie einen günstigen Gewerbesteuerhebesatz sei es gelungen, „den Sprung von einer bäuerlichen Kommune zu einer industriell geprägten Gemeinde“ zu schaffen.

Darüber hinaus sei es Mayhaus ein Anliegen gewesen, „in allen Ortsteilen Baugrundstücke anbieten zu können“. Nur so könne die Eigenentwicklung unserer Dörfer gewährleistet werden, so Höffmann. Bis zum Ende seiner Amtszeit habe die Gemeinde mit 66 rechtskräftigen Bebauungsplänen in allen Ortsteilen eine positive Wohnbauentwicklung verzeichnen können. Durch seine „tiefe Verbundenheit mit der Gemeinde“ habe Mayhaus schnell das Vertrauen von Landeigentümern gewinnen und diese von einem Verkauf oder Tausch überzeugen können.

Bescheiden, ruhig und fleißig

Sein Privatleben habe der Ehrenbürgermeister immer zugunsten der Gemeinde zurückgestellt, hob Höffmann hervor. „Für dich endete die Dienstzeit nicht um 17 Uhr oder am Freitagmittag.“ Große Unterstützung habe Ludger Mayhaus von seiner Frau Helga bekommen. Selbst im Hintergrund bleibend, habe er stattdessen lieber die Verdienste von Ehrenamtlichen gewürdigt. Diese Anerkennung solle künftig wieder ins Leben gerufen werden, kündigte der Verwaltungschef an.

Auch heute noch setzt sich Mayhaus für seine Mitmenschen ein – etwa in der Kalkhoff-Stiftung oder in der Schuldnerberatung der katholischen Kirchengemeinde. Beratend, offen und ehrlich, bescheiden und ruhig, fleißig, sympathisch – mit diesen Worten charakterisierte Höffmann den neuen Ehrenbürgermeister.

Erfolg, Spaß und "ein bisschen Getöse"

„Politik haben wir in ruhigen Gewässern gemacht, gerade in dieser Hinsicht war Garrel ein großes Vorbild auch für viele andere Kommunen“, sagte ein sichtlich bewegter Ludger Mayhaus. Er sei froh, dass nach den „für Garrel ungewöhnlichen und unschönen Ereignissen einiger Jahre“ wieder Ruhe eingekehrt sei. Sein Wirken für die Gemeinde sei mit viel Arbeit und vielen interessanten Erfahrungen verbunden gewesen, blickte der 80-Jährige zurück. „Es gab viel Spaß, viel Erfolg und – wen wundert es – zuweilen auch ein bisschen Getöse."

Seit 1958 war Mayhaus für die Gemeinde Garrel tätig. 1987 wurde er einstimmig zum Gemeindedirektor gewählt und 2001 mit fast 90 Prozent Ja-Stimmen zum ersten hauptamtlichen Bürgermeister. Gemeinsam mit dem Rat, den Mitbürgerinnen und Mitbürgern sowie dem Rathaus-Personal habe man viel erreicht. So blicke er noch oft und gern mit schönen Erinnerungen zurück.

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