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Ausstellung im Alten Stadttor beschäftigt sich mit dem Klimawandel

Die Wanderausstellung wurde um eine regionale Komponente ergänzt. Das Projekt Terrifica präsentiert hier Ergebnisse und praktische Tipps für die Klimaanpassung wie wasserdurchlässige Gartenwege.

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2 in 1 – eine kombinierte Ausstellung: (von links) Dr. Christina Neumann, Ina-Maria Meckies, Katrin Hedemann und Bernd Tabeling. Foto: Heinzel

2 in 1 – eine kombinierte Ausstellung: (von links) Dr. Christina Neumann, Ina-Maria Meckies, Katrin Hedemann und Bernd Tabeling. Foto: Heinzel

Es geht um den „KlimaEinFluss“ auf die Binnengewässer Niedersachsens. Durch den Klimawandel käme es häufiger zu Extremwetterereignissen wie Starkniederschlägen oder Hitzeperioden. „Diese Extreme sind das Problem“, sagt Ina-Maria Meckies. Sie ist Fachbereichsleiterin Kultur bei der Volkshochschule (VHS) in Cloppenburg. Dort wird die Wanderausstellung „KlimaEinFluss“ noch bis zum 14. Oktober täglich zwischen 9 und 18 Uhr zu sehen sein. Der Clou des Ganzen ist, dass die Schau um die konkreten Folgen des Klimawandels im Oldenburger Münsterland erweitert wurde.

„KlimaEinFluss“präsentiert Ergebnisse des 2008 gestarteten Projekts KliBiW. Dabei geht es um die Abschätzung der Klimafolgen für die Wasserwirtschaft im niedersächsischen Binnenland. Die elf Rollbanner des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) thematisieren die Ursprünge der Klimaänderungen, den Treibhauseffekt, die Klimafolgenmodellierung und die Auswirkungen auf Niedersachsen. Es geht auch um die Klimaanpassung, mit der rechtzeitig auf die nicht mehr vermeidbaren Folgen des Klimawandels reagiert werden soll. Dabei werden konkrete Handlungsfelder und -optionen angesprochen.

„Wir sehen schon jetzt, welche Probleme Klimaextreme verursachen“, sagt Katrin Hedemann vom EU-Projekt Terrifica, das beim "Science Shop" der Universität Vechta angedockt ist. Acht Klimatouren hätten sie im Projektzeitraum unternommen. Dabei ist das Oldenburger Münsterland (OM) eine von sechs Pilotregionen, in denen der Klimawandel und seine Folgen untersucht wurden. Die erstellte Klimakarte enthält Beobachtungen aus Cloppenburg, Vechta, Lohne, Lindern, Goldenstedt und Holdorf. Über das Projekt und seine Ergebnisse können sich nun Besucher im Alten Stadttor bei der VHS informieren.

Informieren und Ideen sammeln

Wichtig sei es aufzuklären. Darin sind sich alle einig. Die Klimatouren seien dazu ein gutes Instrument. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es eine gute Veranstaltungsform ist, um zu informieren, um sich zu informieren und Ideen aus der Bevölkerung zu erfahren und aufzunehmen“, sagt Katrin Hedemann. „Wir haben in den Kommunen etwas bewegt“, meint Bernd Tabeling, Fischwirtschaftsmeister und Teilnehmer der Klimatouren. Man sei ins Gespräch gekommen – das wolle er fortführen. Zum einen bietet er im Heimathaus des Cloppenburger Heimatvereins jeden Freitag eine Klimasprechstunde an, zum anderen möchte er die Klimatouren beibehalten und fortführen, denn das Projekt Terrifica läuft zum Jahresende aus.

Dr. Christina Neumann, die Leiterin der VHS, hofft auf viele interessierte Besucher. Das Thema Klimawandel sei aktuell und allgegenwärtig. Die Ausstellung kombiniere die Information über mögliche Folgen auf Landesebene mit konkreten regionalen Beispielen und Handlungstipps wie wasserdurchlässigen Gartenwege, Regentonnen, Rasengittersteinen oder Bewässerungshilfen. Bereits durch einfache Verhaltensänderungen könne einiges erreicht werden, berichtet Katrin Hedemann. Sie nennt als Beispiel, den eigenen Garten zum richtigen Zeitpunkt gezielt zu wässern – also früh morgens oder abends.

Neben der Ausstellung gibt es einen Stand des „Science Shops“ auf dem Cityfest in Cloppenburg, eine "KlimaInfoTour" in Lohne am 6. Oktober sowie einen Vortrag in der VHS Cloppenburg am 12. Oktober mit dem Titel "Die Grundwasserneubildung in Zeiten des Klimawandels".

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