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Ausbaubeginn ist noch offen: Finanzen entscheiden über Gemeindeweg in Bieste

Bürger in Bieste mahnen die Sanierung der Strecke zwischen der Bersenbrücker Straße und dem Hastruper Damm schon länger an. Die Gemeindeverwaltung möchte zunächst die Etat-Beratungen abwarten.

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Ziemlich marode: Josef Schönfeld setzt sich für eine schnelle Sanierung des Gemeindeweges 274 in Bieste ein. Foto: Lammert

Ziemlich marode: Josef Schönfeld setzt sich für eine schnelle Sanierung des Gemeindeweges 274 in Bieste ein. Foto: Lammert

Die Sanierung des Gemeindeweges 274 in Bieste zwischen der Bersenbrücker Straße und der Landesstraße 101 von Neuenkirchen nach Vörden treibt den stellvertretenden Bürgermeister und IGNV-Ratsherren Josef Schönfeld um. Er möchte, dass die Gemeinde die Sanierung in diesem Jahr in Angriff nimmt.

Die Straße ist zirka 1,3 Kilometer lang und in 3 Metern Breite ausgebaut. Sie soll, so sieht es ein Ratsbeschluss vor, einen halben Meter breiter werden. Zwar hat der Bauhof die Fahrbahndecke in den vergangenen Jahren regelmäßig mit Splitt überzogen, dennoch sei der Zustand der Decke schlecht, sagt Josef Schönfeld bei einem Ortstermin. Er verweist auf Löcher und Absackungen.

Schon beim Wegekonzept war der Weg 274 ein Thema

Der schlechte Zustand der Straße sei bereits bei der Diskussion über das Wirtschaftswegekonzept Neuenkirchen-Vördens ein Thema gewesen. Schon damals hätten die Anwohner auf den schlechten Zustand des als Durchgangsstraße eingestuften Gemeindeweges hingewiesen.

Nun stehen im Haushaltsplan für das laufende Jahr 175.000 Euro für die Wegesanierung. Davon sollen die Anlieger 52.500 Euro übernehmen, den Rest müsste die Gemeinde tragen.

Die Anwohner würden am Ende aber deutlich günstiger wegkommen, sagte der Ratsherr. Denn nach der neuen Straßenausbaubeitragssatzung der Gemeinde müssen Eigentümer von Eckgrundstücken nur den halben Anteil zahlen. Fast alle Flächen entlang des Gemeindeweges 274 seien als Eckgrundstücke zu bewerten, da sie an Wirtschaftswege angrenzen.

Rat will alle Investitionen noch einmal überprüfen

Bereits bei der jüngsten Ratssitzung hatte Josef Schönfeld das Thema angesprochen. Da nannte die Verwaltung kein konkretes Datum, wann die Sanierung beginnen soll. Stattdessen hieß es, der Rat müsse sich noch einmal mit den geplanten Investitionen befassen und eine Prioritätenliste aufstellen.

Nun befürchtet Josef Schönfeld, dass die Sanierung dieses Gemeindeweges weiter außen vor bleiben könnte. Das würde er aber nicht akzeptieren. Denn auch in den Außenbereichen und somit den Ortschaften müsse die Gemeinde investieren, nicht nur in den Ortskernen.

Dazu erklärte Bauamtsleiter Jürgen Rolfsen, der Haushalt sehe die Sanierung des Gemeindeweges vor. Mit der Bereitstellung der Mittel habe der Rat die Verwaltung beauftragt, die Maßnahme umzusetzen.

Anliegerversammlung ist wegen Corona nicht möglich gewesen

Aber: Wegen der Corona-Pandemie und ihren Folgen sei es bislang nicht möglich gewesen, eine Anliegerversammlung durchzuführen. Die sei aber notwendig, weil es auch um die Anliegeranteile an den Kosten geht.

Zudem sei aus dem Gemeinderat heraus die Bitte gekommen, die finanziellen Folgen der Corona-Pandemie für den Haushalt diesen Jahres zu analysieren. Das soll im Rahmen einer nicht-öffentlichen Sitzung des Gremiums im Laufe des Juni geschehen.

Dann wird die Verwaltung die Entwicklung der Gemeindefinanzen darlegen. Anschließend sollen die Politiker über die weiteren Investitionen in diesem Jahr beraten.

An einem aber ließ Jürgen Rolfsen trotzdem keinen Zweifel: Es sei klar, dass der Gemeindeweg 274 saniert wird. Offen sei derzeit nur, wann es soweit sein wird.

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