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Ausbau der L871: Bald stehen Anliegergespräche an

Sobald klar ist, wie die Landesstraße zwischen Garrel und Großenkneten verbreitert werden soll, soll mit den Anliegern verhandelt werden. Bürgermeister Thomas Höffmann spricht von einem "Großprojekt".

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Hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Landesstraße 871 – hier in Beverbruch – befindet sich in keinem guten Zustand. Archivfoto: Schrimper

Hat schon bessere Zeiten gesehen: Die Landesstraße 871 – hier in Beverbruch – befindet sich in keinem guten Zustand. Archivfoto: Schrimper

Bis der Verkehr auf der Landesstraße 871 zwischen Garrel und Großenkneten über eine glatte Asphaltdecke fließen kann, werden wohl noch einige Jahre ins Land gehen. Doch das Vorhaben – der Ausbau der Straße – ist bereits im vollen Gange, zumindest planerisch.

Wie Garrels Bürgermeister Thomas Höffmann auf Nachfrage berichtete, beabsichtigt er, im 3. und 4. Quartal die ersten Gespräche mit den Anliegern der Straße zu führen. Deren Unterstützung sei wesentlich für die Realisierung dieses „Großprojekts“, denn sie müssten für die Verbreiterung der Straße Flächen an das Land verkaufen. „Wir brauchen die Unterschriften.“ Sollten sich einzelne Anlieger weigern, werde es „problematisch“, so Höffmann. Wie es in einem solchen Fall weitergehe, sei Gegenstand weiterer Überlegungen. Generell werde es etwa 4 bis 5 Jahre dauern, bis der Ausbau realisiert ist.

Höffmann zufolge steht noch nicht fest, zu welcher Seite hin die Straße verbreitert werden soll. Demnach ist auch noch unklar, auf welcher Straßenseite er die Anliegergespräche führen wird. Das hänge etwa vom technischen Aufwand und dem naturschutzrechtlichen Eingriff für die Maßnahme ab. „Das ist der große Knackpunkt“, so Höffmann. Denn so oder so müssten für den Ausbau der Straße Bäume entlang der L871 gefällt werden.

Kommunen tragen Planungskosten

Gewissermaßen ist der Ausbau ein Gemeinschaftsprojekt von Land und Kommune. Das Land ist bereit, als Bauträger den etwa 8 Millionen Euro teuren Ausbau zu finanzieren. Die komplette Planung des Vorhabens liegt jedoch zum Großteil bei der Gemeinde Garrel sowie bei der Gemeinde Großenkneten. Im vergangenen Jahr waren die Kosten auf 400.000 bis 420.000 Euro beziffert worden. Die Gemeinde Großenkneten ist bereit, sich daran mit 100.000 Euro zu beteiligen.

Aktuell warte die Verwaltung auf den Planungsentwurf für den Ausbau, so Höffmann. Dafür zeichnet das Garreler Planungsbüro Wessels und Grünefeld verantwortlich. Anschließend müssten die Pläne mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr sowie mit dem Umweltamt des Landkreises Cloppenburg besprochen werden. Erst dann könne mit den Anliegern verhandelt werden. Jenseits der Gemeindegrenze, das heißt, auf Großenknetener Gebiet, werde er von der dortigen Gemeindeverwaltung unterstützt werden, so der Bürgermeister. „Ich werde nicht allein auftreten.“

Im vergangenen Jahr hatte es in der Garreler Politik kontroverse Debatten um den Ausbau gegeben. Dieser war zunächst angesichts der hohen Planungskosten abgelehnt worden. Seinerzeit war etwa von „Erpressung“ durch das Land und einem „Giftgeschenk“ die Rede. Darum war zunächst die für die Gemeinde kostenneutrale Sanierung der Straße – ohne Verbreiterung – favorisiert worden. Nachdem bekannt geworden war, dass die Sanierung der L871 ohnehin dieses Jahr nicht erfolgt wäre und die Gemeinde Großenkneten ihre finanzielle Unterstützung für die Planung des Ausbaus zugesagt hatte, wurde der Ausbau erneut ins Auge gefasst. Die L871 weist zahlreiche Unebenheiten und Spurrinnen auf. Dem Begegnungsverkehr soll durch eine Verbreiterung mehr Platz gewährt werden.

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