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Auf den Vechtaer Campus kehrt das Leben zurück

Die Vorlesungen der Universität Vechta sollen wieder in Präsenz stattfinden. Die meisten Kontaktbeschränkungen sind für das Sommersemester aufgehoben.

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Öffnet die Türen für Präsenzveranstaltungen in Vechta: Universitätspräsidentin Professorin Dr. Verena Pietzner freut sich auf das kommende Sommersemester. Foto: Thomes

Öffnet die Türen für Präsenzveranstaltungen in Vechta: Universitätspräsidentin Professorin Dr. Verena Pietzner freut sich auf das kommende Sommersemester. Foto: Thomes

2 Jahre ist es mittlerweile her, dass die Uni Vechta Lehrveranstaltungen in den eigenen vier Wänden stattfinden lassen konnte. Dann kam Corona. Die Folge? Mit Ausnahme von einigen Wochen im vergangenen Wintersemester haben die Studierenden – teilweise sogar seit Beginn ihres Studiums – die Uni selbst noch nicht von innen gesehen. Das soll sich nun unbedingt ändern, verspricht Universitätspräsidentin Professorin Dr. Verena Pietzner. Ab dem 4. April soll wieder viel los sein auf ihrem Campus. 

Präsenzveranstaltungen mit FFP2-Maske

Geplant sei, dass im Sommersemester alle Veranstaltungen mit maximal 200 Teilnehmenden in Präsenz stattfinden sollen, sagt Pietzner. Also Einführungsvorlesungen in den großen Sälen sollen ebenso stattfinden können wie Seminare mit Kleingruppen. Ausnahmen solle es nur im Einzelfall geben. Die Stühle in den einzelnen Räumen werden auch nicht mehr im "Schachbrettmuster" angeordnet sein, kündigt Pietzner an. Stattdessen werden die Teilnehmenden – wie auch vor den Kontaktbeschränkungen – ohne Abstand nebeneinander sitzen.

Zur Sicherung des Infektionsschutzes müssen die Studierenden in sämtlichen Gebäuden sowie auch am Platz eine FFP2-Maske tragen. Auch auf Empfehlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) solle, nachdem die Maske für 90 Minuten getragen wurde, eine 30-minütige Pause eingelegt werden. Deshalb werden die Veranstaltungen 10 Minuten kürzer, erklärt Pietzner. Die Dozenten und Dozentinnen unterliegen übrigens dem Arbeitsschutzgesetz, weshalb sie nur zu dem Tragen einer herkömmlichen OP-Maske verpflichtet seien, erläutert Pietzner. 

In der Mensa kann gegessen werden 

Insgesamt folge die Uni den Empfehlungen der Landeshochschulkonferenz, so die Präsidentin weiter. Die 3G-Regel werde nicht mehr kontrolliert werden müssen. Eine interne Untersuchung habe jedoch ergeben, dass fast alle Studierenden geimpft oder sogar geboostert seien. Zudem trage die Verkürzung der Veranstaltungen dazu bei, dass zwischen unterschiedlichen Lehrgruppen Abstand gewahrt werden könne. 

Auch das Studentenwerk werde den regulären Mensabetrieb wieder anlaufen lassen.  Durch die Pandemie hatte sich die Mensa in eine "Mensa-2-Go" verwandelt. Sprich: Das Essen musste abgeholt werden. Ab dem neuen Semester sollen die Gäste wieder in der Kantine sitzen dürfen, weiß die Leiterin des Teams Marketing und Kommunikation der Universität, Katharina Genn-Blümlein.

Keine Gewissheit für das Wintersemester

Die Planung des Wintersemesters 2022/2023 sei ebenfalls angelaufen. Präsenz werde bevorzugt, aber Garantien gebe es nicht. "Wir müssen die Situation jetzt aber auch erst einmal beobachten und dann entscheiden, wie es nach diesem Semester weitergeht", sagt die Präsidentin. Daran seien stets auch die Studierenden mit ihren Dozenten und Dozentinnen beteiligt.

Im Falle erneuter Kontaktbeschränkungen sei die Infrastruktur für die digitale Lehre wieder direkt abrufbar, ergänzt Genn-Blümlein. Zudem arbeite ein Krisenstab an der Universität daran, die bisherigen Maßnahmen zu überprüfen und gegebenenfalls zu verbessern. 

Auch Studierende beteiligten sich am neuen Konzept

Aber warum gibt es nicht längst wieder Präsenzveranstaltungen in Vechta wie an anderen Unis auch?  Die 7-Tage-Inzidenz vor Ort sei stets sehr hoch gewesen, sagt Pietzner. Demnach habe der Landkreis Vechta einen der höchsten Werte in Niedersachsen gehabt. Auch besuchten viele Pendlerinnen und Pendler die Vechtaer Uni. Sie nutzten zudem öffentliche Verkehrsmitteln. Das alles lasse die Infektionsgefahr weiter steigen. 

Eng sei dabei stets der Kontakt zum allgemeinen Studierendenausschuss (Asta).  "Es war eine vertrauensvolle Arbeit, bei der alle Beteiligten auf Augenhöhe verhandelten", bestätigt Asta-Sprecher Marvin Koch. Auch aus Sicht der studentischen Selbstverwaltung und der Hochschulpolitik sei es überlebenswichtig, dass die Studierenden wieder einander begegnen. 

"Back-to-campus-week" startet am 4. April 

In der ersten Semesterwoche dürfen sich die Studierenden nun auf eine "Back-to-Campus-Week" mit vielen Events freuen. "Die Vorfreude auf das Semester ist riesig", sagt Präsidentin Pietzner.

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