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Auf dem „Holzweg“ geht’s schnell zum Ziel

Der Franziskus-Kindergarten in Emstek bekommt einen neuen Mensa-Anbau. Die Bauzeit liegt bei gerade einmal zwei Monaten

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Begeistert vom schnellen Baufortschritt: Bürgermeister Michael Fischer (von links), Kindergartenleiterin Monika Heitgerken-Wilke, Erster Gemeinderat Reiner kleine Holthaus und Bauamtsleiter Franz-Josef Rump. Foto: Schrimper

Begeistert vom schnellen Baufortschritt: Bürgermeister Michael Fischer (von links), Kindergartenleiterin Monika Heitgerken-Wilke, Erster Gemeinderat Reiner kleine Holthaus und Bauamtsleiter Franz-Josef Rump. Foto: Schrimper

Das ging fix: Innerhalb weniger Wochen wurden hinter dem Franziskus-Kindergarten in Emstek Tatsachen geschaffen.   Der kurzfristig im Februar beschlossene Mensa-Anbau ist schon so weit fortgeschritten, dass dort wohl schon in etwa drei bis vier Wochen zu Mittag gegessen werden kann, wie Bürgermeister Michael Fischer bei einem Pressegespräch berichtete. Nach einer Bauzeit von etwa zwei Monaten wird die 85 Quadratmeter große Erweiterung dann fertig sein.

Das Geheimnis hinter der schnellen Realisierung dieses Bauprojekts liegt in dessen Konstruktion, der sogenannten Holzrahmenbauweise. Er sei ein „absoluter Fan“ davon, schwärmte Bauamtsleiter Franz-Josef Rump, der die kurze Bauzeit und die energetischen Vorteile des Baustoffes Holz pries. „Das Richten hat nur einen Tag gedauert – dann stand das Ding.“ Allerdings habe im Vorfeld viel Zeichenarbeit am Schreibtisch geleistet werden müssen. Es musste vorher klar sein, wo Fenster, Steckdosen und anderes eingesetzt werden sollen. Dann seien vier komplette Wandelemente angeliefert worden, die passgenau zusammengesetzt werden mussten – übrigens sehr zur Begeisterung der Kindergartenkinder, die das Spektakel aus nächster Nähe verfolgt hätten.

Außen wurde sibirische Lärche verbaut

Als Vorteile gegenüber einer Massivbauweise nannte Rump außer der kurzen Zeit, dass man auf einen nachwachsenden Rohstoff setze, der für eine hervorragende Dämmwirkung sorge. Das Holz sorge für ein Raumklima, in dem man sich wohlfühlen könne.

Von außen ist der Anbau bereits mit sibirischer Lärche verschalt worden – ein bewusster Stilbruch zum weißen Klinker des Bestandsgebäudes. Innen ist bereits der Trockenestrich verlegt worden in diesem Anbau, der generell eher trocken daherkommt. Wenn es hoch komme, so Rump, seien zwei Zehn-Liter-Eimer Wasser beim Bau zum Einsatz gekommen. „Das Nasseste wird wohl das Tapezieren“, sagte er schmunzelnd.

Mensa bekommt ein Gründach

Das Flachdach der Erweiterung soll noch begrünt werden, damit die Kinder von oben nicht auf eine graue Fläche schauen müssen. Das zieht zwar Arbeitseinsätze des Bauhofs nach sich, dessen Mitarbeiter die Fläche mähen müssen. Aber auch das Gründach werde zur Dämmung des Raumes beitragen, ist Rump überzeugt.

Kindergartenleiterin Monika Heitgerken-Wilke bezeichnete den Bau der Mensa als „große Herzensangelegenheit“. Künftig können in der neuen Küche bis zu 60 Mahlzeiten zubereitet werden. 45 Kindergartenkinder können im Anbau Platz nehmen, die übrigen Krippenkinder essen in ihren Gruppen.

Die Gemeinde Emstek investiert in den Anbau 180 000 Euro. Wie Franz-Josef Rump sagte, habe sich die Kommune mit diesem Projekt um den Holzbaupreis Niedersachsen beworben, der mit 12 000 Euro dotiert ist.

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