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Auf das Sommer- folgt das Winterdorf

Im Gewerbegebiet Hörster Heide soll es an den Adventswochenenden vorweihnachtsliches Flair geben. Oliver Kettler hofft, dass er trotz Corona starten kann.

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Er trotzt den Corona-Folgen: Oliver Kettler will am ersten Adventswochenende sein Winterdorf eröffnen.  Foto: Lammert

Er trotzt den Corona-Folgen: Oliver Kettler will am ersten Adventswochenende sein Winterdorf eröffnen.  Foto: Lammert

Die Corona-Pandemie hält vor allem die Gastronomie und die Eventbranche fest in ihren Klauen gefangen. Viel Kreativität war und ist bei den Gastronomen gefragt, um trotz aller Auflagen zumindest einiges an Umsätzen zu generieren.

Einer, der sich viele Gedanken gemacht hat und weiter macht, ist Oliver Kettler, Eventmanager und Zeltverleiher aus Neuenkirchen-Vördens Ortsteil Hörsten. Sein Unternehmen hat den Sitz im Gewerbegebiet Hörster Heide.

Dort eröffnete er im Juli, der Not gehorchend, weil der Zeltverleih brachlag, sein Sommerdorf "Untertage 3.0". Das baut er jetzt um, zum "Winterdorf". In der Hoffnung, dass das trotz aller aktuellen Corona-Probleme ebenso gut läuft wie das Sommerdorf.

Startschuss fällt am ersten Adventswochenende

Ab dem 27. November, der Freitag vor dem ersten Adventswochenende, sind Aktionen im Winterdorf geplant. Und zwar an allen 4 Adventswochenenden von freitags bis sonntags und jeweils ab 13 Uhr.

Oliver Kettler hat nicht nur viel Programm geplant. Er hat sich für einzelne Veranstaltungen auch Partner ins Boot geholt. So wird es an den 4 Adventssamstagen Live-Musik geben.

Mit Ausstellern, die weihnachtliche Artikel anbieten werden, ist er im Gespräch. Außerdem soll an den Sonntagen ein Kettensägenkünstler vor den Augen der Besucher arbeiten, aber auch bereits gefertigte Gegenstände zum Kauf anbieten.

Mit der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden hat der Event-Manager abgesprochen, dass die traditionsreiche Weihnachtssterne-Aktion im Rahmen des Winterdorfes stattfindet, da es keine Weihnachtsmärkte in der Gemeinde geben wird.

Kettler kooperiert mit der Bürgerstiftung

Bürger können die Sterne gegen eine Spende im Winterdorf bekommen. Den Erlös der Aktion verwendet die Bürgerstiftung wieder in den Kauf von Weihnachtsgeschenken für Kinder aus sozial schwachen Familien. Abgesprochen hat Oliver Kettler mit der Band "Quiet Storm" ein Benefizkonzert am 5. Dezember (Samstag). Natürlich hofft der Severinghauser, dass das Winterdorf ähnlich erfolgreich sein wird wie sein Sommerdorf. Die Bilanz könne sich sehen lassen, sagt er.

So seien seit dem 10. Juli, als der Startschuss für das "Untertage 3.0" fiel, gut 20 Livekünstler aufgetreten. Die gaben sogenannte Hutkonzerte. Das bedeutet: Sie traten ohne Gage auf, erhielten aber vom Publikum Spenden. Auch andere Angebote kamen gut an.

Zudem profitierten Caterer aus Neuenkirchen-Vörden und Umgebung, die Speisen zu den Veranstaltungen lieferten. Nicht zuletzt konnte der Event-Manager 12 seiner Kräfte über die Wochen immerhin auf 450-Euro-Basis anstellen, weil es Arbeit gab.

"Das war eine gute Verlustminimierung."Oliver Kettler, Event-Manager

Und so verwundert Oliver Kettlers Resumee nicht: "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so gut läuft." Mit einem Schmunzeln ergänzt er: "Das war eine gute Verlustminimierung."

So dürfte ihm die Entscheidung für das Winterdorf leicht gefallen sein. Einen guten Teil der Vorarbeiten für das Sommerdorf kann er sich schenken. Die 12 Pagoden bleiben einfach stehen. Er wird sie aber mit Seitenwänden voneinander abtrennen.

Gruppen können einzelne Pagoden für sich mieten

So kann er die Pagoden einzeln an Gruppen vermieten. Vollkommen klar sei, dass er und seine Mitarbeiter bei allen Veranstaltungen auch im Winterdorf auf die Einhaltung der Corona-Vorschriften achten werden. Das beziehe sich zum Beispiel auf die Mund-Nasen-Schutz-Pflicht genauso wie auf die Abstandsregeln.

Stellt sich noch eine Frage: Was macht Oliver Kettler, wenn sich im kommenden Jahr abzeichnet, dass wegen Corona wieder alle Schützenfeste ausfallen und der Zeltverleih eine ähnlich triste Zeit erlebt wie in diesem Jahr? Dann, antwortet der Event-Manager, bleiben die Pagoden stehen und ab April oder Mai eröffnet er das "Untertage 3.0" neu. Ansonsten baut er alles ab, um es auf Festplätzen neu errichten zu können.

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