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Auen-Holthaus gewinnt den Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft“

Nachdem sich Osterfeine (Kreis Vechta) sowie Auen-Holthaus, die Dorfgemeinschaft Lodbergen, Holthausen, Duderstadt sowie Falkenberg (Kreis Cloppenburg) vorstellen durften, steht der Sieger fest.

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Unterwegs in Auen-Holthaus: Ulla von Höfen verteilte am Mittwoch bei der Jury-Bereisung im Bus Neujahrskuchen an die Gruppe. Foto: S. Frerich

Unterwegs in Auen-Holthaus: Ulla von Höfen verteilte am Mittwoch bei der Jury-Bereisung im Bus Neujahrskuchen an die Gruppe. Foto: S. Frerich

Das Ergebnis steht fest: Die Landesbewertungskommission des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ hat Auen-Holthaus (Gemeinde Lindern) und Kirchboitzen (Landkreis Heidekreis) zu den Landessiegern erklärt. Beide Dörfer wurden für die Teilnahme am Bundeswettbewerb 2023 nominiert. Für die weiteren Bewerber aus dem Oldenburger Münsterland, Osterfeine (Kreis Vechta), Falkenberg sowie die Dorfgemeinschaft Lodbergen, Holthausen, Duderstadt hat es somit nicht gereicht.

Die Jury hat unter der Leitung des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (ML) in 6 Tagen 18 Dörfer in Niedersachsen bereist. Die Teilnehmer hatten sich zuvor über Wettbewerbe auf Ebene der Landkreise und der Region Hannover qualifiziert. Insgesamt nahmen 117 Dörfer in Niedersachsen teil.

"Die Zukunft in den Dörfern hängt ganz wesentlich von den Menschen ab, die sich dafür einsetzen, dass ihre Dörfer liebenswert und lebendig bleiben."Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinas

Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast gratulierte den beiden Siegerdörfern und wünscht ihnen viel Erfolg für den Bundeswettbewerb im Sommer 2023: „Es ist großartig, wie lebendig unsere Dörfer sind. Besonders freue ich mich darüber, dass sich so viele junge Menschen für ihre Heimat engagieren. Darin liegt eine große Chance für den ländlichen Raum. Die Zukunft in den Dörfern hängt ganz wesentlich von den Menschen ab, die sich dafür einsetzen, dass ihre Dörfer liebenswert und lebendig bleiben.“

In allen 18 Dörfern der Finalrunde war eine breite und generationsübergreifende Beteiligung festzustellen. Dazu gehörte auch das hohe Engagement der vielen Vereine und Verbände sowie der örtlichen Verantwortungsträger. Eine Abschlussfeier mit allen Teilnehmern und der Übergabe der Urkunden ist für den 13.Oktober geplant.

Ministerin Otte-Kinast abschließend: „Allen Dorfgemeinschaften, die sich im Wettbewerb auf den Weg gemacht haben, gilt mein Dank und meine Anerkennung. Darin schließe ich auch die Landkreise und die Region Hannover ein, die mit ihrem Engagement den Grundstein für diesen Wettbewerb gelegt habe, sowie den niedersächsischen Städte- und Gemeindebund und die Ämter für regionale Landesentwicklung für ihren Beitrag zum Landeswettbewerb. Dieser Wettbewerb hat erneut bewiesen: Niedersachsens Dörfer haben Zukunft!“

Als sie die Siegesnachricht erhielt, sei sie zunächst "voll geplättet" gewesen, gibt Maria Willen von der Dorfgemeinschaft Auen-Holthaus zu. "Ich hatte ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass wir uns gegen die größeren Dörfer durchsetzen können." Die Neuigkeit sprach sich in Windeseile im Ort herum. Noch am Freitagabend wollen die Bewohner ihren Erfolg mit einer spontanen Fete feiern. Maria Willen freut sich bereits auf die Teilnahme am Bundeswettbewerb im kommenden Jahr. Große Änderungen am Konzept hält sie nicht für nötig. "Wir können uns nicht neu erfinden." Und bisher habe es ja offenbar auch bestens geklappt.

"Wir verlassen die Bühne erhobenen Hauptes", sagte Thomas von Höfen, Vorsitzender des Bürgervereins Falkenberg. "Wir haben alles gegeben. Und der eigentliche Gewinn besteht ja nicht aus der Siegprämie, sondern der liegt in unserer Dorfgemeinschaft, die noch mal gestärkt aus diesem Wettbewerb hervorgeht." Sein besonderer Dank galt den Petersfeldern, die lange wortwörtlich im Regen stehen mussten, um mit ihrem Banner den Falkenbergern viel Glück wünschen und den Königskanonieren. Zudem gratulierte von Höfen beiden Gewinner-Dörfern. "Jetzt drücken wir natürlich Auen-Holthaus aus dem Landkreis Cloppenburg die Daumen." Der Falkenberger versprach: "Wir machen weiter."

Am Mittwoch hatte Tanja Schnetlage die Jury durch Lodbergen, Holthausen und Duderstadt geführt. Trotz des Ausscheidens ist sie zufrieden mit dem diesjährigen Ergebnis. "Wir sind alle superglücklich. Die Präsentation hat sehr gut geklappt. Uns war klar, dass am Ende nur ein Ort aus dem Landkreis weiterkommen würde." Ob sich die Dorfgemeinschaft demnächst neu für den Wettbewerb anmelden wird, ließ sie offen. "2023 wird ja eine Pause eingelegt. Danach müssen wir mal gucken." 

Marlies Enneking, die Kassenwartin der Dorfgemeinschaft Osterfeine, zeigte sich keineswegs enttäuscht. "Wir waren uns alle einig, dass es ein wunderschöner Tag war", sagte sie mit Blick auf den Besuch der Kommission am vergangenen Dienstag. Der Wettbewerb habe dazu beigetragen, nach der Corona-Pandemie und ihren Folgen neuen Schwung in das Dorfleben zu bringen. Und: "Wir hatten viel Spaß und eine tolle Unterstützung durch die Stadt."

Dass Osterfeine sich in 3 Jahren erneut an dem Wettbewerb beteiligen wird, schloss Marlies Enneking zumindest am Freitag aus. "Nun suchen wir uns neue Projekte."


Auen-Holthaus erhielt eine besondere Anerkennung für:

  • die Jugendinitiative „Bauen in Auen“
  • die Aktivitäten der Jugendlichen für das Gemeinwesen mit Veranstaltungen wie z.B. dem „Affentanz“
  • die von der Bürger- und Landwirtschaft getragenen Maßnahmen zum Wiesenvogelschutz
  • die standortgerechte Gestaltung der öffentlichen Bereiche
  • die Aktivitäten rund um das Osterglockencafé und die Osterglocken als verbindendes Element im Dorf
  • für die Brauchtumspflege

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