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Auch in der Pandemie bleibt der Müll ein Thema

Die Garreler Bauhofmitarbeiter müssen täglich im Dorfpark die Hinterlassenschaften von Bürgern entfernen. Im Frühjahr will sich das Team wieder der Anlage von Blühwiesen widmen.

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Nur ein Bruchteil der Bauhofsflotte: Christian Kruthoff zeigt einige der Fahrzeuge, mit denen sein Team im Einsatz ist. Foto: Schrimper

Nur ein Bruchteil der Bauhofsflotte: Christian Kruthoff zeigt einige der Fahrzeuge, mit denen sein Team im Einsatz ist. Foto: Schrimper

So sehr Arbeitsabläufe in Zeiten von Corona einem Wandel unterliegen, so sehr bleibt manches doch beim Alten: Ein Beispiel dafür ist der Garreler Bauhof an der Hauptstraße. Homeoffice ist für das zwölfköpfige Team von Leiter Christian Kruthoff keine Option. Zwar müsse in den Kolonnenfahrzeugen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden und bei der morgendlichen Lagebesprechung Abstand gehalten werden, berichtet er. Ansonsten sei vieles wie vor der Pandemie. Schließlich sind die Arbeiten vor allem an der frischen Luft – und somit "coronakonform". Zumal lasse sich bei den 5 festen Kolonnen gut Abstand zum Kollegen halten. So sind die Mitarbeiter weiterhin dort im Einsatz, wo sie gebraucht werden - auf und an Straßen, auf Grünflächen und Spielplätzen.

Ein Thema, das den Bauhof auch in der Coronazeit weiter beschäftigt, ist die Müllproblematik im Dorfpark. "Das ist ein ganz heißes Thema", betont Kruthoff. Früher seien die Bauhofmitarbeiter einmal die Woche im Dorfpark gewesen, um die Hinterlassenschaften anderer zu entfernen. Das reiche aber nicht mehr aus. "Wir sind jeden Tag dort - und wir haben auch täglich Arbeit", betont Kruthoff.

Statt ursprünglich 6 Mülltonnen gebe es dort inzwischen 15 plus Hundetoiletten. Doch trotzdem müsse immer wieder Unrat entfernt werden. "Manchmal werden auch Mülleimer herausgerissen", sagt Kruthoff. Achtlos weggeworfener Müll sorge auch an anderen Stellen immer wieder für Ärger - und Arbeit. Autoreifen, Altöl, Teppiche, Bauschutt sind nur einige der Dinge, die die Bauhofmitarbeiter aus der Natur holen müssen. "Es gibt da nichts, was es nicht gibt", so der 38-Jährige.

Spielplätze werden regelmäßig kontrolliert

In den Wintermonaten kümmert sich das Team, zu dem ein Pflasterer, ein Maurer, ein Tischler, ein Landwirt, ein Schlosser, 2 Maschinenführer und 5 Gärtner gehören, vor allem um den Rückschnitt von Totholz und die Fällung von Problembäumen im Gemeindegebiet.

Die Pflege des sogenannten Straßenbegleitgrüns gehöre ebenso zum Aufgabenbereich des Bauhofs wie unter anderem Bodenarbeiten, die "Schlaglochambulanz", das Räumen der Hauptverbindungswege bei Schnee und Eis und die Pflege der Straßenseitenräume. Eine wiederkehrende Aufgabe ist auch die regelmäßige Kontrolle der Spielplätze. "Das muss stimmen", sagt Kruthoff.

Im Frühjahr und Sommer richte man den Fokus dann wieder auf die Beetpflege und den Heckenschnitt. Diesbezüglich sei der Anspruch der Bürger größer geworden: Es müsse "schön" aussehen. Unter anderem kümmere man sich um aufwändige Staudenbeete in Nikolausdorf. Apropos schön: Die vom Bauhof angelegte Blühfläche bei der Grundschule in Tweel sei richtig gut angekommen, freut sich Kruthoff. "Auch die Fläche an der Teichstraße war sehr gelungen." An anderen Stellen seien die Projekte weniger erfolgreich gewesen. Hintergrund: Man habe verschiedene Saatmischungen und Ausbringungsmethoden probiert. "Wir versuchen daraus zu lernen und es in diesem Jahr noch schöner zu machen", kündigt Kruthoff an.

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