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Arbeitskollegen bestohlen: 52-Jähriger bekommt Haft auf Bewährung

Der Berufskraftfahrer aus Oldenburg war bereits mehrfach vorbestraft. Er hatte Handys, Laptops sowie Navigationsgeräte gestohlen, um den Lebensstil seiner Partnerin zu finanzieren.

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Symbolfoto: T. Vorwerk

Symbolfoto: T. Vorwerk

Weil er in Cappeln Berufskollegen bestohlen hat, hat das Cloppenburger Amtsgericht am Dienstag einen 52-jährigen Berufskraftfahrer aus Oldenburg zu 22 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Außerdem muss der Angeklagte den angerichteten Schaden in Höhe von 6100 Euro an den Staat zur Weiterleitung an die Geschädigten zurückzahlen und 1200 Euro an die Cloppenburger Tafel überweisen.

Der Mann ist mehrfach vorbestraft. Weil die früheren Taten aber schon lange zurückliegen, kam der 52-Jährige jetzt noch einmal in den Genuss einer Bewährungsstrafe. Zugute kam ihm auch, dass er ein Geständnis abgelegt hatte. So bleibt ihm das Gefängnis erspart. Zu den aktuellen Taten war es gekommen, als der Berufskraftfahrer in seiner Funktion Waren einer Oldenburger Firma an Unternehmen in Cappeln auslieferte.

52-Jähriger verkauft Handys, Laptops und Navis der Kollegen

Sah er auf dem Firmengeländen der Cappelner Unternehmen die Lkw seiner Berufskollegen, durchstöberte er die Fahrerkabinen. Ihm fielen dann Handys, Laptops und Navigationsgeräte in die Hände. Die verkaufte er größtenteils. Seine Lebensgefährtin lebe auf großem Fuß, erklärte der Oldenburger die dreisten Diebstähle. Der Angeklagte hatte einen entscheidenden Fehler gemacht: Um als guter Vater dazustehen, hatte er eines der gestohlenen Handys seiner Tochter geschenkt.

Nach diesem Handy wurde bereits gefahndet. Und als die Tochter des 52-Jährigen das gestohlene Handy in Betrieb nahm, gab es eine Meldung bei der Polizei. Standortdaten wurden ausgewertet, die Anschrift der Tochter ermittelt. Von dort aus war es dann nicht mehr weit bis zum Oldenburger. Die Tochter wusste nicht, dass das Handy, das ihr der Vater geschenkt hatte, gestohlen war. Der Angeklagte war überführt. An den Tatorten konnte auch eine DNA-Spur sichergestellt werden, die zu dem 52-Jährigen passte. Heute ist er kein Berufskraftfahrer mehr.

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