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Arbeit über den 30. Juni hinaus: Ukrainer müssen zur Behörde

Geflüchtete aus der Ukraine dürfen im Kreis Vechta bis zum 30. Juni mit der "fiktiven Arbeitserlaubnis" arbeiten. Wer einen längerfristigen Job annimmt, sollte sich zügig bei der Behörde melden.

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Symbolfoto: dpa

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Geflüchtete Ukrainer dürfen seit Samstag (2. April) im Landkreis Vechta arbeiten. Möglich macht das eine Allgemeinverfügung des Kreises. Wer volljährig ist und sich seit dem 24. Februar mit einem Hauptwohnsitz in einer kreisangehörigen Gemeinde oder Stadt angemeldet hat, bekommt eine „fiktive Arbeitserlaubnis“ vor Erteilung der Aufenthaltserlaubnis. Diese Erlaubnis gilt allerdings nur bis zum 30. Juni.

Am Mittwoch teilt der Landkreis nun in einer Pressemitteilung mit, dass für eine Arbeitsaufnahme über den 30. Juni hinaus die Erteilung eines Aufenthaltstitels zwingend erforderlich sei. Dieser Aufenthaltstitel, mit dem der Status als Flüchtling festgestellt werde, müsse bei der Ausländerbehörde des Landkreises Vechta beantragt werden, heißt es.

Biometrischer ukrainischer Ausweis von Vorteil 

Dauer und Umfang des Antragsverfahrens seien dabei davon abhängig, ob ein biometrischer ukrainischer Ausweis vorgelegt werden könne oder nicht. Sei ein solcher Ausweis vorhanden, werde der Aufenthaltstitel in diesem Pass vermerkt. Sei der Ausweis nicht vorhanden, müsse ein separater elektronischer Aufenthaltstitel beantragt werden, heißt es aus dem Kreishaus. Inhalt der Aufenthaltserlaubnis sei die Arbeitserlaubnis sowie eine Auflage zur Wohnsitznahme im Bereich des Landkreises Vechta.

Ukrainer, die einen längerfristigen Aufenthalt in Deutschland beabsichtigen, sollten daher bereits jetzt einen Aufenthaltstitel bei der zuständigen Ausländerbehörde beantragen. Eine Terminanfrage ist per Mail an abh@landkreis-vechta.de möglich.

  • Info: Wer Flüchtlinge unterstützen möchte oder weitere Infos sucht, kann sich unter www.landkreis-vechta.de informieren.

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