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Arbeit geht im Neuenkirchener Gemeindearchiv niemals aus

Große Freude bei den Archivaren: Die Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden übergab ihnen jetzt die Sammlung Hellmuth Knollenberg. Insgesamt waren es 11 Körbe voller Dokumente.

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Neue Quellen: Dorith Kronlage (von links), Christa Gers-Grapperhaus und Richard Schlarmann freuen sich über den "Schatz", welchen Marianne Rehling in den Kellerräumen des Neuenkirchener Rathauses überreichte. Foto: Oevermann

Neue Quellen: Dorith Kronlage (von links), Christa Gers-Grapperhaus und Richard Schlarmann freuen sich über den "Schatz", welchen Marianne Rehling in den Kellerräumen des Neuenkirchener Rathauses überreichte. Foto: Oevermann

An Arbeit mangelt es Christa Gers-Grapperhaus, Dorith Kronlage und Richard Schlarmann in den Kellerräumen des Neuenkirchener Rathauses nie. Und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Im Gegenteil. Die 3 ehrenamtlichen Heimatforscher des Gemeindearchivs bekamen nun den Nachlass Hellmuth Knollenbergs von der Bürgerstiftung Neuenkirchen-Vörden überreicht.

"Wir haben ein gutes Gefühl, dass wir euch das Archiv Hellmuth Knollenbergs überlassen."Marianne Rehling, Bürgerstiftung

"Wir haben ein gutes Gefühl, dass wir euch das Archiv Hellmuth Knollenbergs überlassen", sagte Marianne Rehling von der Bürgerstiftung. 11 ganze Körbe voll umfasste die Privat-Sammlung des verstorbenen Knollenbergs, die nach seinem Tod 2012 in den Besitz der Bürgerstiftung überging.  Nun sollen die "Profis" aus dem Gemeindearchiv Neuenkirchen-Vördens in den Genuss der Sammlung des Mannes kommen, der auch viele Jahre als freier Mitarbeiter der OV im Einsatz war und sich zudem in der Neuenkirchener Feuerwehr engagierte. Zwischen 1973 und 1990 war er Gemeindebrandmeister.

"Das ist eine echte Bereicherung für unser Archiv."Christa Gers-Grapperhaus, Archivarin

"Das ist eine echte Bereicherung für unser Archiv. Hellmuth Knollenberg hat Ortsgeschichte geschrieben", sagte Christa Gers-Grapperhaus. "Ein echter Schatz", ergänzte Richard Schlarmann. Zusammen mit Dorith Kronlage sind die beiden als 3er-Team im Gemeindearchiv zuständig. Jeden 1. und 3. Dienstag von jeweils 14 bis 16 Uhr ist das Archiv in den Kellerräumen des Neuenkirchener Rathauses geöffnet. Besetzt ist das Archiv, das seit 2018 einen weiteren Archivraum zur Verfügung gestellt bekommen hat und sich bereits seit der Jahrtausendwende im Rathaus befindet, aber auch an allen anderen Dienstagen.

Vom Obergeschoss wechselte das Archiv in den Keller

Anfangs noch im Obergeschoss vorzufinden, ist der Keller seit geraumer Zeit das Zuhause zahlreicher historischer Dokumente. Neben zahlreichen Privatsammlungen und vielen historischen Gemeindeunterlagen sind im Archiv auch die im Laufe der Jahre gesammelten Schätze des Heimat- und Verschönerungsverein Neuenkirchen untergebracht.

Christa Gers-Grapperhaus, Richard Schlarmann und Dorith Kronlage kümmern sich seit mehr als 12 Jahren ehrenamtlich um das umfassende Gemeindearchiv. Christa Gers-Grapperhaus war bereits zuvor von 2000 bis 2003 als Gemeindearchivarin von der Gemeinde eingestellt.  Immer wieder beantworten die 3 leidenschaftlichen Hobby-Archivare auch historische Fragen aus der Bevölkerung. Vor allem das Interesse für Familienforschung sei spürbar gestiegen, sagte Richard Schlarmann.

Die meisten Unterlagen stammen aus Neuenkirchen

Während im alltäglichen Leben von einer Trennung der beiden Ortsteile Vörden und Neuenkirchen in der Gemeinde gegenwärtig immer weniger etwas zu spüren ist, verhält es sich im Gemeindearchiv etwas anders. Schließlich waren Neuenkirchen und Vörden nach dem Wiener Kongress 1815 nicht nur durch Gemeindegrenzen oder Kreisgrenzen getrennt, sondern auch durch eine Landesgrenze. Neuenkirchen gehörte zum Großherzogtum Oldenburg, Vörden zum Königreich Hannover.  Dies macht sich auch in den Kellerräumen im Neuenkirchener Rathaus bemerkbar, in denen überwiegend Dokumente des südoldenburgischen Neuenkirchens vorzufinden sind.

Dass sich die Vördener aber ganz bestimmt keine Sorgen um eine angemessene historische Archivierung ihrer Akten machen müssen, bewiesen die Feierlichkeiten und die umfassende Chronik zur "675-Jahr-Feier" des Fleckens Vörden im Sommer 2016. Die Chronik steht selbstverständlich auch im Neuenkirchener Keller. Und auch sonst funktioniere die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein Vörden gut, betonte Christa Gers-Grapperhaus.

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