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Apfelweg in Langförden soll an Attraktivität gewinnen

Ein Arbeitskreis will der einst vom Heimatverein entwickelten Rad- und Wanderroute neues Leben einhauchen. In das Konzept könnten auch themenbezogene Angebote passen.

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Mit dem Rad durch die Natur: Der Arbeitskreis Dorferneuerung Spreda-Deindrup um seinem Vorsitzenden Hartmut Kurzbach hat den Apfelweg bereist und dabei eine neue Streckenführung entwickelt. Nun sollen die Pläne zu Papier gebracht werden. Foto: Arbeitskreis

Mit dem Rad durch die Natur: Der Arbeitskreis Dorferneuerung Spreda-Deindrup um seinem Vorsitzenden Hartmut Kurzbach hat den Apfelweg bereist und dabei eine neue Streckenführung entwickelt. Nun sollen die Pläne zu Papier gebracht werden. Foto: Arbeitskreis

Der Obstanbau hat einen besonderen Stellenwert im Raum Langförden. Was liegt da näher, als dieses Markenzeichen auch in touristischer Hinsicht zu nutzen?! Der einst vom Heimatverein aus der Taufe gehobene Apfelweg soll jetzt eine Renaissance erfahren. Ziel ist es, die naturnahe Route für Radfahrer und Fußgänger wieder attraktiv zu machen und damit das Interesse an der heimischen Region zu wecken.

Die Federführung liegt in Händen des Arbeitskreises Dorferneuerung Spreda-Deindrup um seinen Vorsitzenden Hartmut Kurzbach. Die Mitglieder haben bereits bei der Entwicklung des Dorferneuerungsplans im Jahr 2008 die Idee formuliert, dem Apfelweg neues Leben einzuhauchen. Das Projekt hat es damals jedoch nicht in das Förderprogramm geschafft. In Vergessenheit geraten ist es deswegen nicht.

„Wir sind mit der Stadt Vechta übereingekommen, diesen schönen Fuß- und Radfahrweg neu zu gestalten und wieder mehr in den Fokus der Öffentlichkeit zu bringen“, erklärt Kurzbach. Er hat sich kürzlich mit seinen Mitstreitern in Borgerdings Mühle getroffen, um die Planung für das Projekt aufzunehmen. Aber vor Ort lassen sich die Gegebenheiten natürlich besser beurteilen. Somit hat nun auch eine Bereisung stattgefunden.

Bei ihrer Radtour haben die Teilnehmer vor allem die Streckenführung des Apfelweges begutachtet, der früher in zwei verschiedenen Längen über 10 und 14 Kilometer ausgewiesen war. Die Routen verlaufen überwiegend auf landwirtschaftlichen Wegen und sind in Teilbereichen kaum noch befahrbar. Eine Sanierung ist für den Arbeitskreis aber allein schon aus finanziellen Gründen kein Thema.

Start und Ziel soll der Laurentiusplatz bleiben

„Wir haben uns dazu entschlossen, die Strecke leicht zu verändern und nur noch einen Weg auszuweisen“, berichtet der Vorsitzende. Die geplante Route umfasse etwa 15 Kilometer und orientiere sich größtenteils an dem vorhandenen Weg. Wesentliche Änderungen gebe es im Raum Deindrup. Zudem werde ein Abschnitt des Alten Bahndamms einbezogen. Start und Ziel solle weiter der Laurentiusplatz in Langförden bleiben.

Mit der veränderten Streckenführung geht eine komplett neue Kennzeichnung einher. Einige der alten Schilder sind ohnehin abgängig oder sogar verschwunden. Auch am Wegesrand soll sich etwas tun: Neben den bereits vorhandenen Obstbäumen beabsichtigt der Arbeitskreis weitere Anpflanzungen. Dabei müsse es sich nicht nur um Apfelbäume handeln, so der Vorsitzende. Auch andere Obstsorten kämen in Betracht.

Damit die Radfahrer und Fußgänger eine Pause einlegen können, sind Sitzgelegenheiten an mehreren Standorten vorgesehen. Als idealer Standort für eine Rast bietet sich die Schutzhütte am fast fertiggestellten Inklusionshaus in Deindrup an. Sie befindet sich auf halber Strecke des Apfelweges. Gut möglich, dass an diesem Ort auch Kaffee und Kuchen angeboten werden, wenn der Neubau der Dorfgemeinschaft erst mit Leben gefüllt ist.

Die Initiatoren können sich vorstellen, den Apfelweg mit themenbezogenen Angeboten zu verknüpfen. Denkbar wären etwa Obstbestimmungen, Brotzeiten oder Besichtigungen, zum Beispiel auf dem Hof von Landwirt Joost Böckmann, der auf seinen Flächen unter anderem Äpfel, Birnen und Nüsse anbaut. Der schon traditionelle Apfelpresstag auf dem Sonnenhof könnte ebenfalls in das Konzept passen.

"Wir wollen versuchen, die Strecke so günstig wie möglich aufzuhübschen. Dann haben wir eine weitere Bereicherung in Sachen Touristik und Naherholung.“Hartmut Kurzbach, Vorsitzender des Arbeitskreises Dorferneuerung Spreda-Deindrup

In Zusammenarbeit mit der Tourist-Information Vechta Nord und örtlichen Obstbauern ließe sich prüfen, ob weitere Ereignistage in das Programm eingebaut werden könnten. Das würde dem Nahtourismus zusätzlichen Auftrieb verleihen. Ebenso wie eine Aufnahme der Route in die Radwanderkarte der Tourist-Information Nordkreis Vechta und vergleichbare Tourismusführer. Aber solche Details sind zunächst noch Zukunftsmusik.

Der Arbeitskreis will sich zeitnah zu einer weiteren Gesprächsrunde treffen. In Abstimmung mit der Stadtverwaltung sollen die Streckenführung zu Papier gebracht und die Kosten für einzelne Maßnahmen ermittelt werden. „Wir wollen versuchen, die Strecke so günstig wie möglich aufzuhübschen. Dann haben wir eine weitere Bereicherung in Sachen Touristik und Naherholung“, sagt Vorsitzender Kurzbach.

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