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Annika Schulte setzt sich für Menschen ein

Sehr persönliche Ansichten: Zehn Fragen an Annika Schulte. Die 27-Jährige ist neue Leiterin des Sozialen Briefkastens in Friesoythe.

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Neue Leiterin: Annika Schulte ist zurzeit im Sozialen Briefkasten in Friesoythe tätig.   Foto: Vorwerk

Neue Leiterin: Annika Schulte ist zurzeit im Sozialen Briefkasten in Friesoythe tätig.   Foto: Vorwerk

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Privat hat es bei mir in den letzten Monaten viele Veränderungen gegeben. Ich habe mein Studentenleben abgeschlossen und meinen Master in Kriminologie und Präventive Soziale Arbeit erreicht. Eigentlich hatte ich bereits eine Reise nach Kolumbien geplant, um dort an einem „Women-Empowerment-Projekt“ zu arbeiten. Das wurde aufgrund der Pandemie leider abgesagt. Ende 2021 stand für mich ein Umzug in meine Heimat an und damit auch ein Jobwechsel. Seit Anfang des Jahres leite ich die Jugendwerkstatt Sozialer Briefkasten in Friesoythe. Mittlerweile habe ich mich hier gut eingelebt und bin glücklich über den Schritt. Wir beschäftigen uns in letzter Zeit viel mit den aktuell ankommenden Flüchtlingen aus der Ukraine und sorgen für eine gute erste Ausstattung mit Möbeln, Haushaltswaren und Kleidung. Außerdem haben wir gerade aktuell einen Imagefilm über unsere Jugendhilfeeinrichtung gedreht.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Bei der Frage muss ich direkt an eine wochenlange Interrail-Reise mit drei Freundinnen durch Europa denken. Nach dem Bachelorabschluss haben wir viele schöne Orte kennengelernt, tolle Erfahrungen gemacht und eine super Auszeit erlebt. Wir machen jetzt auch noch einmal im Jahr einen gemeinsamen Wochenendtrip, das ist immer wieder schön.

Wenn Sie Königin von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?
Ich denke, dass wir hier in Deutschland grundsätzlich ganz gut leben. Als Königin würde ich mich vermehrt für benachteiligte Menschen, besonders Kinder und Jugendliche, sowie für die Gleichstellung von Frauen und Männern einsetzen. In meinem Leben habe ich mich immer im kleinen Rahmen für Menschen eingesetzt, zum Beispiel in meiner Arbeit mit Straftätern und Straftäterinnen sowie Migranten und Migrantinnen und jetzt in der Jugendwerkstatt oder im Ehrenamt.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen (können)?
Ich bin gerade auf der Suche nach einem neuen Dressurpferd. In der Zeit meines Masterstudiums musste ich mein Hobby Reiten für einige Zeit hinten anstellen. Jetzt freue ich mich, das bald wieder richtig ausleben zu können. Ein Traum, den aktuell wahrscheinlich viele Menschen haben, den ich mir aber nicht selber erfüllen kann, ist dass wir wieder in Frieden zusammenleben können und die Menschen nicht mehr aus der Ukraine fliehen müssen.

Was tun Sie am liebsten?
Ich mag es zu Reisen und mich weiterzubilden. Außerdem verbringe ich gerne Zeit mit Freundinnen in der Natur und entdecke bei Wanderungen neue Orte. Da gibt es auch in Deutschland einige schöne Stellen. Und natürlich verbringe ich gerne Zeit mit meinen Pferden.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich bin zielstrebig und stelle mich gerne neuen Herausforderungen, wie zum Beispiel mit dem Antritt der Leitungsstelle im Sozialen Briefkasten. Dabei muss ich aber aufpassen, dass ich nicht zu ehrgeizig werde. Außerdem kann ich gut auf Menschen zugehen und einen Draht zu ihnen bekommen. Jeder Mensch hat seine Fähigkeiten und Stärken, manche müssen diese nur erstmal selber erkennen.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Aktuell verfolge ich täglich die Nachrichten. Der Krieg in der Ukraine und das Schicksal der Menschen gehen mir sehr nahe. Ansonsten gucke ich abends zur Entspannung auch gerne mal Trash-TV.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Michelle Obama und Emma Watson sind für mich starke Frauen und Vorbilder, die sich in einem guten Rahmen für Menschen einsetzen. Ich finde sie sehr inspirierend.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Gerne einmal wieder essen würde ich Erdbeeren oder Wassermelonen. Wenn ich daran denke, dann freue ich mich schon auf den Sommer. Hier im Sozialen Briefkasten backen die Jugendlichen auch immer mal wieder eine Torte für uns, die sind sehr lecker. Die Torten können übrigens auch von jedermann bei uns bestellt werden.

Welches Thema bei OM-Medien hat Sie am meisten beschäftigt?
Aktuell ist der Krieg in der Ukraine das Hauptthema, was mich beschäftigt. Ansonsten lese ich gerne Artikel, die zum Thema Jugendhilfe verfasst wurden und interessant für meine Arbeit im Briefkasten sind.


Zur Person:

  • Annika Schulte wurde am 13. Dezember 1994 in Sögel geboren. Sie wohnt aktuell wieder in ihrem Heimatdorf Renkenberge.
  • Dort ist sie Mitglied im Reitverein und Dressurreiterin.
  • Seit Januar 2022 leitet Schulte den Sozialen Briefkasten in Friesoythe, zudem ist sie ehrenamtlich aktiv in einem Jugendtreff.

OM-hilft -  Helfen Sie mit! Das Oldenburger Münsterland hilft den Geflüchteten aus der Ukraine. Hilfsinitiativen, Wohlfahrtsorganisationen und viele mittelständische Unternehmen sind bereits dabei, die Hilfe vor Ort zu koordinieren. Und auch Sie können sich beteiligen. Wie und Wo? Das sagt Ihnen  die Webseite om- hilft.org

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