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Anne Frank: Schüler wollen Wissen lebendig halten

Das Projekt beschäftigte sich auch mit dem aktuellen Alltagsrassismus. Vor diesem sei niemand gefeit, mahnte Löningens Bürgermeister Marcus Willen.

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Präsentation: An 7 Stationen erläuterten die Siebt- und Achtklässler die Ergebnisse. Foto: Siemer

Präsentation: An 7 Stationen erläuterten die Siebt- und Achtklässler die Ergebnisse. Foto: Siemer

Trotz Homeschooling zu Beginn ihres Projekts haben die Siebt- und Achtklässler des Wahlpflicht-Kurses "Unsere Welt" der  St.-Ludgeri-Realschule ihr Thema "Anne Frank" erfolgreich abgeschlossen. Während der Projekttage in der Schule präsentierten die Mädchen und Jungen die in 7 Gruppen erarbeiteten Ergebnisse. Lob gab es auch von Bürgermeister Marcus Willen, der dazu eingeladen worden war.

Lehrerin Katharina Jansen hatte das Projekt zusammen mit Sebastian Willen vorbereitet und begleitet. Bei der Suche nach Informationen gaben sie den Mädchen und Jungen gezielt Hinweise auf die dafür notwendigen Seiten im Internet oder auch auf TV-Sendungen zum Thema. Medienbildung habe dabei fast nebenbei eine wichtige Rolle gespielt, freute sich Rektorin Christiane Dehmel. Deutlich sei vor allem geworden, wie wichtig es sei, Informationen zu filtern und abzugleichen und dabei die inhaltlich richtigen von den Fake-News zu unterscheiden. Die Realschule ist Teil der Schulgemeinschaften "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage".

Schüler reflektieren eigenes Verhalten

Zentraler Bestandteil des Konzeptes sei die Aktualität des Themas gewesen, so Janssen. "Anne Franks Schicksal ist keine Geschichte aus ferner Zeit, sondern hoch aktuell, wie rassistische  Beschimpfungen  von Spielern während der EM zeigen. Nach dem eigenen Verhalten gefragt, gaben die Schüler differenzierte Antworten, die deutlich machten, dass sie sich der persönlichen Risiken bewusst sind, wenn es gilt, Hilfe zu leisten." 

Bekanntheit erlangte die in Frankfurt geborene und mit ihrer Familie vor dem Nazi-Terror nach Amsterdam geflohene Anne Frank durch ihr Tagebuch. Sie begann mit dem Schreiben, als die Familie sich in einem Hinterhaus vor der Deportation in die Vernichtungslager verbergen musste. Das Versteck flog durch Verrat auf, Anne Frank starb im März 1945 im KZ Bergen-Belsen. Nach dem Krieg veröffentlichte ihr Vater das Tagebuch.

Bürgermeister Willen zeigte sich beeindruckt von den Recherche-Ergebnissen der Schüler. Rassismus stecke in uns allen. Es sei daher eine Daueraufgabe, sich dessen bewusst zu sein und dagegen zu kämpfen. Ein zentraler Aspekt seien die Aufklärung und das Wissen um die Zusammenhänge, damit niemand auf falsche Parolen hereinfalle, so Willen. "Daher ist es so wichtig, das Wissen um das grausame Schicksal von Menschen wie Anne Frank lebendig zu halten." 

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