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Anke Magerfleisch tritt Dienst in der Geschwister-Scholl-Oberschule an

Die neue Rektorin wird in Vechta freundlich empfangen. Sie ist eine Verfechterin des Oberschulsystems. Der Fokus soll auf den Stärken der Schüler liegen.

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Eine Schultüte zur offiziellen Begrüßung: Anke Magerfleisch freute sich am Mittwochmorgen über den freundlichen Empfang an ihrer neuen Wirkungsstätte. Schüler und Lehrer säumten den Weg zur Eingangstür. Foto: Speckmann

Eine Schultüte zur offiziellen Begrüßung: Anke Magerfleisch freute sich am Mittwochmorgen über den freundlichen Empfang an ihrer neuen Wirkungsstätte. Schüler und Lehrer säumten den Weg zur Eingangstür. Foto: Speckmann

Schöner Empfang für die neue Leiterin der Geschwister-Scholl-Oberschule (GSO) in Vechta: Als Anke Magerfleisch am Mittwochmorgen an ihrer neuen Wirkungsstätte ankommt, stehen die Schüler und Lehrer bereits Spalier. Neben dem Applaus und freundlichen Worten wartet sogar eine Schultüte, gefüllt mit vielen kleinen Überraschungen, darunter eine Buchstabensuppe und ein roter Faden, falls der Rektorin einmal die Worte fehlen sollten.

"So eine Begrüßung habe ich noch nie bekommen", freute sich Magerfleisch, die in ihrer Laufbahn schon einige Bildungseinrichtungen kennengelernt hat und nun eine neue Herausforderung sucht. Dabei wird sich der Arbeitsweg erheblich verkürzen, denn die 52-jährige Pädagogin wohnt in Vechta und kann künftig mit dem Fahrrad zur Schule fahren.

Ihre letzte Station ist die Marienschule Goldenstedt, wo sie am Montag offiziell verabschiedet wurde. Tags darauf fiel bereits der Startschuss in Vechta. Die erste Amtshandlung bestand darin, Referendar Marco Benien bei seiner Lehramtsprüfung zu begleiten. "Das war ein feiner Tag", resümierte die Leiterin aufgrund des erfolgreichen Abschneidens des künftigen Kollegen und auch ihres ganz persönlichen Eindrucks.

Präsente zur Begrüßung: Bürgermeister Kristian Kater wünschte  Schulleiterin Anke Magerfleisch viel Erfolg für die neue Aufgabe. Foto: SpeckmannPräsente zur Begrüßung: Bürgermeister Kristian Kater wünschte  Schulleiterin Anke Magerfleisch viel Erfolg für die neue Aufgabe. Foto: Speckmann

"Wir freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit", erklärte Konrektor Matthias Grau. Er hatte nach dem Ausscheiden von Maria Eisleb im Juli 2020 die kommissarische Leitung übernommen, unterstützt von Ina Gärtner, Sebastian Tölle und Benjamin Rawe. Sie würden nun wieder ihre früheren Rollen einnehmen und die neue Leitung, die mit Führungserfahrung, Ideen und Elan an die Oberschule komme, nach Kräften unterstützen.

Der Personalrat um Kelly Heitmann schloss sich den wohlwollenden Worten an. Die Landesschulbehörde war bei dem Empfang nicht vertreten. Der schulfachliche Dezernent Frank von der Aa war schon vorab in Vechta gewesen, um die letzten Formalitäten mit der neuen Schulleiterin zu klären, die sich in dem Auswahlverfahren gegen einen weiteren Bewerber durchgesetzt hatte.

Bürgermeister begrüßt Rückkehr der Pädagogin

Bürgermeister Kristian Kater (SPD) begrüßte die Rückkehr Magerfleischs, die als Leiterin der Christophorusschule bereits 2 Jahre für die Bildung von Kindern in Vechta verantwortlich war, bevor sie in die Nachbargemeinde Goldenstedt wechselte. Nun gehe es darum, das Lehrkonzept der Oberschule weiterzuführen. Für die Hülle, damit vernünftiges Lernen möglich sei, habe die Stadt als Trägerin mit der umfangreichen Sanierung in den vergangenen Jahren gesorgt.

Im Gespräch mit den Verwaltungsvertretern, darunter die Erste Stadträtin und zuständige Fachbereichsleiterin Sandra Sollmann, konnte sich Magerfleisch noch gut an das düstere Erscheinungsbild des Gebäudes erinnern. Nun registrierte sie eine ganz andere Atmosphäre, und zwar nicht nur in der hellen Aula, wo zum lockeren Austausch mit den Gästen ein originelles Frühstück der Schülerfirma "Scholls Great Food" serviert wurde.

Lob für die Arbeit von Vorgängerin Maria Eisleb

Die Schule sei den richtigen Weg gegangen, stellte Magerfleisch anerkennend fest. Damit meinte sie neben den baulichen Veränderungen vor allem den inhaltlichen Wandel von der Haupt- und Realschule zur Oberschule. Hier werde richtig gute Arbeit geleistet. In diesem Zusammenhang lobte die Leiterin das Wirken ihrer Vorgängerin Maria Eisleb: "Sie hat mit Elan für einen Aufschwung gesorgt. Das ist beeindruckend."

Als Koordinatorin des Schulverbunds der Ober-, Haupt- und Realschulen im Landkreis Vechta hat die 52-Jährige in der Vergangenheit immer wieder über den Tellerrand geblickt und dabei die lebhafte Entwicklung der Bildungslandschaft in Vechta verfolgt. "Die GSO ist in Teilen noch ein Geheimtipp", sagt sie. Eine mit dem früheren Ruf verbundene Kritik kann sie nicht nachvollziehen. Sie habe sich ganz bewusst für den Standort entschieden.

"Die Schüler haben die Möglichkeit, mit ihren individuellen Stärken weiterzukommen."Schulleiterin Anke Magerfleisch

Die erfahrene Pädagogin ist eine Verfechterin der Oberschule. Die Vorteile der Schulform liegen für sie klar auf der Hand: "Die Schüler haben die Möglichkeit, mit ihren individuellen Stärken weiterzukommen." Im Vergleich zu Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien herrsche ein differenziertes System, wo unterschiedliche Anforderungen an die jungen Menschen gestellt würden. Um dies zu erkennen, genüge ein Blick auf die Stundenpläne, die trotz gemeinsamer Klassen oder Jahrgänge von Schüler zu Schüler unterschiedlich seien, abgestimmt auf die jeweiligen Profile.

Es sei nachweislich so, dass auch leistungsstarke Schüler profitierten. Sie würden nicht schlechter, sondern in sozialer Hinsicht sogar besser. Wichtig sei es, die Kompetenzen jedes Einzelnen zu erkennen und zu fördern. "Daran gilt es in den nächsten Jahr weiter hart zu arbeiten, um die Stärken-Orientierung in die Schulen zu bringen", betonte Magerfleisch.

Unterm Strich gehe es darum, die Kinder in den Grundschulen vernünftig abzuholen und dann gut vorbereitet an weiterführende Schulen oder in die Ausbildung zu übergeben. Die Voraussetzungen für den Bildungsauftrag sieht die neue Rektorin an der Geschwister-Scholl-Oberschule mit ihren etwa 700 Schülern und 65 Lehrkräften umfänglich gegeben: "Wir haben hier hervorragende Ausgangsmöglichkeiten."

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