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Anerkennung für 50 Jahre Arbeit in Calhorn

Die Mitglieder des Essener Gemeinderats haben das Haus Don Bosco in Calhorn besucht. Dabei ging es um die Umstände der Schließung dieser Einrichtung.

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Gemeinsamer Rundgang: Der Essener Gemeinderat informierte sich bei einer Vor-Ort-Besichtigung beim Haus Don Bosco. Foto: Sperveslage

Gemeinsamer Rundgang: Der Essener Gemeinderat informierte sich bei einer Vor-Ort-Besichtigung beim Haus Don Bosco. Foto: Sperveslage

„Wir möchten uns vor Ort ein Bild über Außenanlagen und Gebäude des Hauses Don Bosco für die weiteren Beratungen machen“, begründete der CDU-Fraktionsvorsitzende Gregor Middendorf den Besuch des Essener Gemeinderates in Calhorn. Er dankte der dortigen Dorfgemeinschaft für ihr unermüdliches Engagement, das Haus zu erhalten. Ein Arbeitskreis hatte dem Gemeinderat die Wünsche und Ideen der Anwohner vorgestellt.

Schließung des Hauses kam auch für Pater Koch überraschend

Begrüßt wurden die Gäste von Pater Elmar Koch, der bereitwillig zu allen Fragen Stellung nahm und diese aus seinem Kenntnisstand heraus beantwortete. Auf die Frage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Detlef Kolde nach dem Verlauf der Schließung des Hauses, machte Pater Koch deutlich, dass die Entscheidung da­rüber auch für ihn überraschend gekommen sei, zumal es Pläne für einen Umbau und Modernisierungsmaßnahmen gegeben habe.

Auch sein Vorgänger Pater Otto Nosbisch habe nichts unversucht gelassen, das Haus wirtschaftlich auf eine gute Basis zu stellen. „Die neue Provinzialleitung hat sich dennoch zur Schließung der Niederlassung entschieden, da das offensichtlich nicht gereicht hat. Zudem sieht die neue Provinzialleitung einige Dinge wohl aus einem anderen Blickwinkel.“

Der stellvertretende Bürgermeister Dirk Gehrmann machte deutlich, dass die Ordensleitung bedauerlicherweise die Chance vertan habe, frühzeitig den Schulterschluss mit der Kommune zu suchen und im gemeinsamen Dialog zukunftsfähige Lösungen für die über das Oldenburger Land hinaus bekannte Jugendeinrichtung zu entwickeln.

Gemeinderat will sich in nächster Sitzung mit dem Thema befassen

Das wurde von allen Ratsmitgliedern wie auch von Pater Elmar Koch so gesehen. Es folgte ein Durchgang durch die Gebäude, auch des Hauses Rinaldi, und der Besichtigung des rund
2,5 Hektar großen Geländes.

Abschließend bedankte sich Ratsmitglied Jürgen Meyer bei Pater Koch, der sich viel Zeit für die Gäste genommen habe. Alle Ratsmitglieder drückten den in Calhorn tätigen Patres und Mitbrüdern ihre Anerkennung für deren „segensreiches Wirken über 50 Jahre, insbesondere für die Jugend“ aus. Der Rat der Gemeinde Essen wolle sich in seiner nächsten nichtöffentlichen Sitzung erneut mit dem Thema befassen.

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