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Andreas Theilen bittet zum Tanz auf dem Handwerkerball

Die Organisatoren hoffen, dass wieder so viele Gäste kommen wie 2019.

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Andreas Theilen bittet zum Tanz auf dem Handwerkerball. Foto: Heinzel

Andreas Theilen bittet zum Tanz auf dem Handwerkerball. Foto: Heinzel

Andreas Theilen freut sich, endlich wieder den „Handwerkerball“ feiern zu können. Er wird am dritten Wochenende im Januar ausgerichtet. 2020 und 2021 pausierte das Event aufgrund der Coronapandemie. Nicht gerade der beste Zeitpunkt, hatten doch 2019 rund 130 Menschen das Tanzbein geschwungen. 

Der Tischlermeister hofft, an die Besucherzahl von vor 3 Jahren anknüpfen zu können. „Wir müssen den Handwerkerball wieder in Erinnerung bringen“, meint er und hofft auf bis zu 150 Teilnehmer. Für Musik wird DJ Daniel Wolff sorgen. „Er greift auch Musikwünsche der Gäste auf“, wirbt Andreas Theilen.

Der offizielle Part werde keine Viertelstunde dauern und bestehe aus einer kurzen Rede und dem Ehrentanz von Ulrike Bröring und Bettina Prues-Münchow, den Vorsitzenden der Kolpinggemeinschaften St. Gertrud und St. Josef, welche den Ball jährlich wechselnd organisieren, berichtet Andreas Theilen und fährt fort: „Da tanzen sofort alle, die warten nur auf die Eröffnung.“

„Jeder, der Spaß am Feiern und Tanzen hat, ist herzlich eingeladen mitzufeiern.“Andreas Theilen

„Bei uns wird viel getanzt“, erzählt Andreas Theilen. „Jeder, der Spaß am Feiern und Tanzen hat, ist herzlich eingeladen mitzufeiern.“ Die Kleidung sollte festlich sein, meint der Handwerksmeister. Er selbst kann sich noch gut an seinen ersten Handwerkerball erinnern. „Der war super“, sagt er rückblickend. Das war 1979. Damals war Theilen 16 Jahre alt und seine Messdienergemeinschaft geschlossen in die Kolpingsfamilie eingetreten. In den Jahrzehnten danach ließ er nur einen Ball aus. Für Andreas Theilen zählt der Ball zu den Höhepunkten eines Jahres.

Bis 1960 fand der Ball im Kolpinghaus an der Lindenstraße, welches der Katholische Gesellenverein 1936 erwarb, statt. Damals noch mitten in der Woche. Über verschiedene Stationen wanderte die Traditionsveranstaltung zu seinem heutigen Ausrichtungsort, dem Gasthaus Hoyer auf dem Rießel. Dort wird nun bereits seit 2012 gefeiert.

Der Name "Handwerkerball" erinnert an die Ursprünge der Veranstaltung, die in Lohne bis zurück in das Jahr 1933 belegbar ist, so Andreas Theilen. Die Kolpinghäuser seien früher Unterkünfte für Wandergesellen gewesen. Der stellvertretende Vorsitzende der Kolpingsfamilie St. Gertrud erinnert an diese Vergangenheit. Im frühen 19. Jahrhundert war es üblich, dass Handwerksgesellen nach ihrer Lehre auf Wanderschaft, die so genannte Walz, gingen, um Erfahrung zu sammeln und die Voraussetzung für die Meisterprüfung zu schaffen. Damals reisten die Wandergesellen sozusagen der Arbeit hinterher, berichtet Andreas Theilen. Um ihnen zu helfen, wurden Gesellenvereine gegründet.

1865 gab es bereits 418 Gesellenvereine mit 24.000 Mitgliedern. 1893 genehmigte der Bischof von Münster einen Gesellenverein in Lohne. Nach einer Probephase wurde der Verein dann 1896 gegründet. Dieser kaufte 1926 das Kolpinghaus an der Lindenstraße. Dort wurden dann regelmäßig Tanzveranstaltungen organisiert.  „Der jährliche Lohner Handwerkerball ist ein Erbe dieser frühen Tanzveranstaltungen im Kolpinghaus“, so Andreas Theilen. Das Haus wurde allerdings 1972 verkauft, nachdem Gesellen nicht mehr auf Wanderschaft gehen mussten. Der Handwerkerball besteht bis heute fort.


Weitere Informationen:

  • Datum: 21. Januar 2023
  • Beginn: 19 Uhr
  • Ort: Gasthaus Hoyer auf dem Rießel
  • Eintritt: 7 Euro
  • Plätze und Tische können direkt beim Gasthaus Hoyer gebucht werden

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