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Andreas Mählmann liebt gute Krimis und möchte Angela Merkel treffen

Sehr persönliche Ansichten – immer dieselben 10 Fragen. Dieses Mal: Andreas Mählmann. Der Wirt betreibt das Dorfgemeinschaftshaus "Zum Schanko" in Handorf-Langenberg.

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Hinter der Theke fühlt er sich wohl: Andreas Mählmann, Gastwirt bei Schanko. Foto: Böckmann

Hinter der Theke fühlt er sich wohl: Andreas Mählmann, Gastwirt bei Schanko. Foto: Böckmann

Und? Wie ging es in letzter Zeit?
Wir versuchen, nach einem guten Jahr 2019 unser Schiff „Zum Schanko“ nach 2 Jahren, die von Corona geprägt waren, durch wohl jetzt sogar noch unsicheres Fahrwasser zu manövrieren. Wir wollen weiterhin einfach gute Arbeit machen, dann sollte das gehen.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Solange ich noch hin und wieder höre: „Wie Du arbeitest, möchte ich gerne Urlaub machen!“, gönne ich mir ja anscheinend dauernd etwas. Aber ernsthaft: in den vergangenen Jahren stand einem der Sinn eher nicht nach anspruchsvollen Urlauben oder Anschaffungen.

Wenn Sie König von Deutschland wären, was gehört als Erstes abgeschafft?
Da fällt mir einiges ein. Wir haben einen so großen Fachkräftemangel, und gleichzeitig hunderttausende arbeitswillige Migranten. Warum lässt man die nicht in Betrieben, die dazu bereit sind, arbeiten? Im Tagesgeschäft finden die Maurer, Maler oder Gastronomen schon schnell heraus, ob das die richtige Verbindung sein kann. Aber wir sind ja in Deutschland und stehen uns lieber selber immer wieder im Weg. Wir müssen auch die wirklich noch letzte Überlegung anstellen, warum etwas nicht geht.

Abgeschafft gehört auch die Bürokratie nach dem Gießkannenprinzip, zum Beispiel bei der Energiekostenpauschale. Fast jede/r, die/der dafür in Frage kommt, hat eine Steueridentifikationsnummer. Kann man nicht einfach hingehen und sagen: Diejenigen, die ein zu versteuerndes Einkommen von unter Betrag x haben, bekommen diese Hilfe, und eher mehr als jetzt? Wahrscheinlich erhalten aber die, die es eigentlich nicht nötig haben, auch hier mal wieder deutlich mehr. Denn ihre Abschlagszahlung wird wegen der sicherlich größeren Wohnung oder des größeren Eigenheims auch deutlich höher sein.

Welchen Traum werden Sie sich als nächsten erfüllen können?
Ob ich mir den Traum erfüllen kann, hängt nicht nur von mir ab. Gerne würde ich den Betrieb „Zum Schanko“ bis zum 28. April 2024, dem Ende unseres Pachtvertrages, auskömmlich weiterführen, um ihn dann an einen Nachfolger zu übergeben.

Was tun Sie am liebsten?
Zu Hause auf dem großzügigen Balkon direkt am Wald sitzen und einen guten Krimi lesen. Eine ganz besondere Freude erlebe ich dabei, definitiv zu selten, mit den Enkelkindern zusammen zu sein. „Opa Andreas, wollen wir …?“, ist immer wieder schön.

Welche Eigenschaften mögen Sie? Und welche nicht?
Es ist bewundernswert und leider immer seltener, wenn jemand in der Lage ist, zuhören zu können und erst die Kommentare und Bewertungen anderer abwartet. Anstatt immer, und zwar zu jedem Thema, einfach mal loszulegen. Ein No-Go ist Unpünktlichkeit. Pünktlichkeit ist der Respekt, den ich der Person entgegenbringe, mit der ich verabredet bin.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
"Heute" und "Heute Journal", um mich zu informieren. Alle möglichen Krimis im Ersten oder auch im ZDF, um abzuschalten. Ich mag auch Markus Lanz. Er hat einen teilweise nervenden Fragestil, aber sehr häufig interessante Gäste und immer auch die Sicht aus verschiedenen Blickwinkeln zu aktuellen Themen.

Mit wem würden Sie sich gerne einmal treffen?
Angela Merkel. Ich fand' es immer faszinierend, wie sie sich im politischen Leben in einer eher männlich geprägten Welt durchgesetzt hat. Auch um zu erfahren, wie sie heute mit Wladimir Putin umgehen würde, beziehungsweise zu welchem Umgang mit diesem Wahnsinnigen sie raten würde.

Mit Leib und Seele Wirt: Andreas Mählmann (links) betreibt das Dorfgemeinschaftshaus Zum Schanko, hier mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schröder. Foto: BöckmannMit Leib und Seele Wirt: Andreas Mählmann (links) betreibt das Dorfgemeinschaftshaus "Zum Schanko", hier mit dem stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Jürgen Schröder. Foto: Böckmann

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Zu den schönen Seiten meines Jobs gehört es, je nach Lust und Saison alles Mögliche essen zu können (wie man leider auch sieht). Jetzt freue ich mich auf den ersten Grünkohl, den meine Frau kocht.

Welches Thema in der OV oder bei OM-Online hat Sie am meisten beschäftigt?
Die Lokalnachrichten, teilweise die Kolumnen und den Sportteil lese ich jeden Tag. Internationale und nationale Themen lese ich eher weniger, da diese Nachrichten schon im TV liefen.


Zur Person:

  • Andreas Mählmann (65) aus Handorf-Langenberg betreibt mit seiner langjährigen Partnerin Gabriele von Husen seit 2019 den Dorfgasthof „Zum Schanko“

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