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An Kitas im Landkreis Cloppenburg gelten ab dem 22. Februar neue Corona-Regeln

Die Cloppenburger Kreisverwaltung weist auf eine Neuregelung hin, die ab Dienstag gilt. Sie betrifft den Umgang mit Quarantäne und die Teststrategie an den Kindertagesstätten.

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Symbolfoto: dpa

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Im Landkreis Cloppenburg werden ab dem 22. Februar neue Corona-Reglungen für über Dreijährige, die in Kindertageseinrichtungen betreut werden, umgesetzt. Die entsprechenden Regelungen sind vom Land Niedersachsen geschaffen worden. Neu ist: Bei den über Dreijährigen wird nun – wie bereits an den Schulen – das "Anlassbezogene intensivierte Testen" (kurz: ABIT) umgesetzt. Die bereits abgestimmten Quarantänenb sollen aber bestehen bleiben.

"Der durch Quarantäne bedingte Betreuungsausfall in der Kindertagesbetreuung möglichst gering gehalten werden", erklärt Kreissprecher Frank Beumker am Montagnachmittag. Kinder, die Kontakt zu einer infizierten Personen hatten, sollen stattdessen stringent getestet werden.

"Diese Regelung greift, wenn in Kindertageseinrichtungen Kinder oder Erzieherinnen und Erzieher positiv auf das Corona-Virus getestet wurden", berichtet Beumker.  Kinder, die in diesem Zusammenhang als Kontaktpersonen ermittelt werden, unterliegen keiner Verpflichtung zur Quarantäne. Ersatzweise wird das ABIT vorgenommen.

Die Teststrategie: Für 5 Betreuungstage wird jedes innerhalb der betroffenen Gruppe betreute Kind getestet – unabhängig vom Impfschutz oder von einer Genesung. An betreuungsfreien Tagen (zum Beispiel Wochenenden) muss nicht getestet werden. Die Testungen werden vor Besuch der Kindertageseinrichtung Zuhause vorgenommen. Dabei handelt es sich um Selbsttests. Das ABIT ist nur für Kinder – nicht für Erzieherinnen und Erzieher – vorgesehen. Und: "Die Regelung findet auf Krippenkinder und von Tagesmüttern oder -vätern betreute Kinder keine Anwendung", erklärt der Kreissprecher.

Die häufigsten Fragen und Antworten im Überblick:

  • Mein Kind wurde positiv auf das Corona-Virus getestet. Welche Quarantäneregelungen gelten?
    Wenn ein positives Ergebnis eines Selbsttests, eines Antigen-Schnelltests oder eines PCR-Tests vorliegt, sind von Kindern und Erwachsenen dieselben Reglungen einzuhalten. Positiv Getestete müssen sich 10 Tage lang isolieren. Für die Berechnung der Absonderungsdauer zählt der Folgetag der Abstrichentnahme als erster Tag der Absonderung. Wurde vor einem positiven PCR-Test bereits ein positiver Antigen-Schnelltest durchgeführt, kann als Tag der Abstrichentnahme bereits der Tag der Vornahme des Antigen-Schnelltests berücksichtigt werden. Eine Freitestung ist grundsätzlich 7 Tage nach dem Tag des positiven Abstrichs möglich. Das jeweilige Kind muss zuvor 48 Stunden symptomfrei sein. Dabei können sowohl Antigen-Schnellteste, die durch Testzentren nach der Coronavirus-Testverordnung, Ärzte, Apotheken etc. vorgenommen werden, als auch die Ergebnisse von labortechnischen Untersuchungen im PCR-Verfahren berücksichtigt werden. Selbstteste sind nicht ausreichend.
  • Mein Kind ist Kontaktperson und lebt mit der positiven Person in einem Haushalt. Welche Quarantänereglungen sind einzuhalten?
    Kontaktpersonen - auch Kinder -  müssen sich 10 Tage lang isolieren. Für die Berechnung der Absonderungsdauer zählt der Folgetag des letzten Kontakttags als erster Tag der Absonderung. Eine Freitestung für Kinder ist grundsätzlich 5 Tage nach dem Tag des letzten Kontakts möglich. Dabei können sowohl Antigen-Schnellteste, die durch Testzentren nach der Coronavirus-Testverordnung, Ärzte, Apotheken etc. vorgenommen werden, als auch die Ergebnisse von labortechnischen Untersuchungen im PCR-Verfahren berücksichtigt werden. Selbstteste sind nicht ausreichend.
  • Mein Kind ist Kontaktperson und kann sich von einem oder mehreren positiven Personen im Haushalt nicht isolieren. Welche Folgen hat das für die Quarantäne?
    Wenn sich das Kind nicht von der positiven Person isolieren kann, verlängert sich die Dauer der Quarantäne. Der letzte Tag des Kontaktes ist dann der letzte Quarantänetag der positiven Person. Dabei wird allerdings lediglich der erste positive Fall im Haushalt berücksichtigt. Diese Reglung gilt nicht für Erwachsene.

    Hier ein Beispiel:
    Vater A wurde mit Abstrich vom 14.02.2022 positiv auf das Coronavirus getestet. Ein Antigen-Schnelltest am 21.02.2022 ist negativ. Bedeutet: Die Quarantäne des Vaters A dauerte also vom 14.02.2022 bis zum 21.02.2022.

    Vater A hatte durchgehend Kontakt zu Kind B, da er sich von diesem nicht isolieren konnte. Tag des letzten Kontakts von Kind B zu Vater A ist deshalb der 21.02.2022. Kind B wird am 26.02.2022 mit Antigen-Schnelltest negativ in Bezug auf das Corona-Virus getestet. Bedeutet: Die Quarantäne des Kindes dauert deshalb vom 14.02.2022 bis zum 26.02.2022.
  • Mein Kind ist Kontaktperson zu einem positiven Kind in seiner Schule. Welche Reglungen sind einzuhalten?
    Nach einem Kontakt zu einem positiven Fall in der Schule ist keine Quarantäne einzuhalten. Ersatzweise wird in der Klasse nach den Vorgaben der Nds. Corona-Verordnung ein Anlassbezogenes intensiviertes Testen (ABIT) vorgenommen. Die gesamte Klasse testet sich für 5 Schultage täglich – unabhängig vom Impf-/Genesenenstatus der Kinder.

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