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An der Visbeker Kletterwand geht es jetzt hoch hinaus

Sportvereine und Schulklassen können sich auf die neue Kletterwand freuen. Sie ist einmalig zwischen Osnabrück und Oldenburg.

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Das neue Schätzchen: Während René Markusch (mit Seil) den fotografierenden Reporter sichert, freuen sich Jens Kühling (von links), Tobias Kostka, Christoph Overberg und Frank Kühling über die Größe und Qualität der neuen Visbeker Kletterwand. Foto: Ebert

Das neue Schätzchen: Während René Markusch (mit Seil) den fotografierenden Reporter sichert, freuen sich Jens Kühling (von links), Tobias Kostka, Christoph Overberg und Frank Kühling über die Größe und Qualität der neuen Visbeker Kletterwand. Foto: Ebert

Die Visbeker können sich über ihre neue Kletterwand freuen. Mehr als 9,5 Meter ragt sie hoch in die neue Sporthalle an der Benediktschule im Visbeker Ortskern. Mit einer Gesamtfläche von etwa 125 Quadratmetern und 12 nebeneinander liegenden Kletterbahnen sieht die Wand durchaus beeindruckend aus.

Eine solche Kletterwand sei „einmalig zwischen Oldenburg und Osnabrück“, sagt Frank Kühling vom Visbeker Bauamt. Auch die Oberschullehrer René Markusch, Christoph Overberg und Feuerwehrmann Jens Kühling wirken zufrieden und stolz auf die neueste Visbeker Sensation, die etwa 64. 000 Euro gekostet hat. Eine Hälfte davon kommt aus EU-Mitteln, die andere Hälfte hat die Gemeinde Visbek berappt.

3 Kletterarten sind hier nun möglich: Bouldern (Klettern ohne Sicherung), das Top-Rope-Klettern (mit einem Sicherungsseil von der Decke) sowie das Vorstiegsklettern, bei dem Kletterer sich immer wieder selbst mit Karabinern sichern müssen.

Mit Spaß bei der Sache: René Markusch etwa 5 Meter über dem Boden. Foto: KühlingMit Spaß bei der Sache: René Markusch etwa 5 Meter über dem Boden. Foto: Kühling

Vormittags soll die Kletterwand für den Schulsport bereitstehen, erzählen Overberg und Markusch. Dann könnten sowohl Ober- als auch Grundschüler aus dem ganzen Gemeindegebiet die Wand nutzen. Gegebenenfalls könnte es auch zusätzliche AGs geben. Insgesamt könnten – wenn keine Hygieneauflagen mehr nötig seien – 36 Kinder und Jugendliche gleichzeitig an der Wand Sport treiben: 12 Schülerinnen und Schüler können gleichzeitig klettern, während sie am Boden jeweils von 2 weiteren abgesichert werden.

Außerdem könne die Halle künftig für die Ausbildung von angehenden Sportlehrern an der Universität Vechta genutzt werden, erklärt Markusch.

Und auch die Vereine sollen nicht zu kurz kommen: So will der Sportverein Rot-Weiß Visbek eine Kletterabteilung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gründen, wie RW-Geschäftsführer Tobias Kostka erklärt. Der Verein übernimmt auch die Verwaltung der Kletterwand im Nachmittagsbereich.

Außerdem könnten hier künftig Feuerwehr und Jugendfeuerwehr das Klettern üben und auch für die Mädchengruppe der katholischen Pfarrei St. Vitus, die Ferienpassaktion, den Jugendtreff und die DLRG gebe es die Möglichkeit, die Kletterwand zu nutzen, erklärt Jens Kühling. Beruflich leitet der Visbeker die Höhenrettung bei der Oldenburger Berufsfeuerwehr; in seiner Heimatgemeinde engagiert er sich zusätzlich bei der Freiwilligen Feuerwehr. Da er die nötige Sachkundebefähigung habe, werde er künftig auch die regelmäßige Prüfung der Kletterwand übernehmen, erklärt er. Für's Erste aber kann es losgehen, jedenfalls wenn die Pandemie den Sportbetrieb wieder erlaubt: Die Dekra hat am Mittwoch die Kletterwand abgenommen und freigegeben.

Die Kletterwand hat sogar eine Besonderheit

Unterdessen schwärmen alle Beteiligten von der Qualität der Kletterwand: Dort seien die besten auf dem Markt erhältlichen Materialien verbaut worden, heißt es unisono. Sportlehrer Overberg betont deshalb: Die Wand könne "auch in einer professionellen Kletterhalle" stehen. Wobei das Visbeker Exemplar sogar noch eine Besonderheit hat: Ein kleiner Vorsprung erlaubt es Kletterern, sich in luftiger Höhe hinzustellen und sich umzuseilen – im Vorfeld mancher Klettertouren sei das eine wichtige Übung, erklärt Markusch.

Overberg und er waren es, die die Anschaffung der Kletterwand in den vergangenen 4 Jahren mit Verve verfolgt haben: Mehrfach hatten sie gegenüber der Ratspolitik dafür geworben und sich nach einem entsprechenden Votum auch persönlich für die Förderung durch EU-Mittel eingesetzt. In der Zwischenzeit hatten sie sich in Kletterhallen in ganz Niedersachsen schulen lassen und selbst Erfahrungen gesammelt. Mit Erfolg: Während des Pressetermins kletterten sie –ebenso wie Höhenretter Kühling – mit offensichtlicher Freude an der neuen Wand.

Wer von Christoph Overberg so gut gesichert wird, kann auch auf den Auslöser drücken. Foto: MarkuschWer von Christoph Overberg so gut gesichert wird, kann auch auf den Auslöser drücken. Foto: Markusch

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