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An der Ketteler-Schule in Lohne gehört Gärtnern zum Unterricht

Die Grundschule hat seit etwa einem Jahr einen Schulgarten. Die Themen werden im Sachunterricht fortgeführt. Die Bingo-Umweltstiftung hat das Projekt mit 4700 Euro unterstützt.

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Fleißige Gärtner: Mit großer Freude bauen die Schüler eigenes Gemüse an. Foto: Lamping

Fleißige Gärtner: Mit großer Freude bauen die Schüler eigenes Gemüse an. Foto: Lamping

Ob Radieschen, Salat, Möhren oder Erdbeeren: An der Ketteler-Schule in Lohne macht die Schulgemeinschaft seit etwa einem Jahr regelmäßig eine ertragreiche Ernte. Seit Sommer 2021 hegen und pflegen Lehrer und vor allem Schüler einen eigenen Schulgarten.

Der Startschuss fiel im Mai 2021. Mit der Unterstützung der Bingo-Umweltstiftung, die das Projekt mit 4700 Euro fördert, startete der Bau von vier 6,5 mal 2 Meter messenden Hochbeeten aus Lärchenholz. Die Heranwachsenden streuten Rindenmulch auf den Laufwegen aus und pflanzten als Ergänzung im Umfeld einige Obstbäume und -sträucher an. Im Sommer desselben Jahres war der neue Schulgarten fertig.

Jeder Jahrgang ist für ein Beet zuständig. Lehrer Thomas Lamping sagt: "Wir wollen mit dem Projekt die Kinder für das Thema Garten sensibilisieren." Weiter teilt er mit, dass die Themen rund um den Schulgarten im Sachunterricht weiter ausgearbeitet werden.

Im fächerübergreifenden Unterricht wurde zuletzt ein Regenschutz für die Tomatenpflanzen gebaut. Foto: TimphausIm fächerübergreifenden Unterricht wurde zuletzt ein Regenschutz für die Tomatenpflanzen gebaut. Foto: Timphaus

Um sich mit dem Gärtnern vertraut zu machen, unternahmen die Jahrgänge 3 und 4 im Sachunterricht erste Kultivierungsversuche. Die Kinder teilten die Beete in Pflanzsegmente auf und recherchierten Pflegehinweise. In Kleingruppen säten sie winterhartes Gemüse wie Feldsalat oder Spinat aus. Regelmäßig mussten die Beete gewässert werden. Die Idee, eigene Setzlinge in den Klassenzimmern zu ziehen, verwarfen die älteren Grundschüler nach einer ersten Erprobung und lagerten diese Aufgabe an die jüngeren Jahrgänge aus.

Schnell zeigten sich nach Angaben der Schule erste Erfolge. Das erste Grün im schwarzen Sand sorgte für Begeisterung. Nach der Winterperiode folgte die Ernte des Gemüses. Für viele Jungen und Mädchen war es das erste Mal, dass sie etwas eigenständig Gepflanztes ernteten und zum Verzehr vorbereiteten. Im Sachunterricht reflektierten die Schüler die Ernte und bewerteten den Aufwand.

Projekt soll Teil des Lehrplans werden

Der selbstgemachte Salat mit Dressing mundete und bestärkte die Kinder darin, dass sich der Anbau und die Pflege lohnen. So ging es mit Frühkartoffeln und Steckzwiebeln weiter. Die Heranwachsenden wählen selbst aus, was sie anpflanzen. Sie planen die Aussaat eigenständig und führen sie auch ohne Hilfe aus. Kleine Schilder markieren, was in den Hochbeeten gedeiht. Im fächerübergreifenden Unterricht wurde zuletzt ein Regenschutz für die Tomatenpflanzen gebaut.

Das Projekt soll nach Angaben der Ketteler-Schule nun ein fester Bestandteil des Lehrplans werden. Schließlich können die Schüler die Erfolge der regelmäßigen und eigenständigen Pflege mit allen Sinnen genießen.

Kleine Schilder markieren, was im Hochbeet gedeiht. Foto: TimphausKleine Schilder markieren, was im Hochbeet gedeiht. Foto: Timphaus

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